True Story

Licht im Dunkel (The Miracle Worker) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1962.

Licht im Dunkel

Der Film basiert auf dem autobiografischen Roman „The Story of My Life“ dieser 1903 veröffentlicht wurde, der taubblinden Schriftstellerin Helen Keller.

Helen Adams Keller (1880-1968) war taubblind, einer komplexen Sinnesbehinderung, bei der Gehörlosigkeit und Blindheit zusammen auftreten.
Geboren wurde sie am 27. Juni 1880 in Tuscumbia im Bundesstaat Alabama. Bis zu ihrem Alter von 19 Monaten war sie ein ganz normales gesundes Kind. Sie wurde schwer krank und verlor als Folge einer Hirnhautentzündung ihr Seh-und Hörvermögen. Kurz darauf hörte sie auch auf lautsprachliche Äußerungen zu machen.

Um mit ihrer Umgebung zu kommunizieren entwickelte sie Handzeichen. Aber es gelang ihr nicht sich dadurch verständlich zu machen, bzw. konnte sie ihre Wünsche und Anliegen niemandem mitteilen. Sie selbst war darüber verärgert, es frustrierte sie, was dazu führte das es häufig zu heftigen Wutausbrüchen kam.
Ihre Eltern waren völlig verzweifelt und bemühten sich um Hilfe für ihre Tochter.
So kam im März 1887 die 21-jährige Lehrerin Anne Sullivan zur Familie um Helen zu unterrichten.

Anne Sullivan war Lehrerin von blinden Kindern und sie selbst litt an einem schlechten Sehvermögen. Sie hatte Erfahrungen mit dem Fingeralphabet für Gehörlose, bei dem jeder Buchstabe durch Fingerbewegungen ausgedrückt wird.
Am Perkins-Institut das sie besucht hatte unterrichtete ein Lehrer namens Howe. Dieser zeigte der ebenfalls taubblinden Laura Bridgman, wie sie Gegenstände befühlen kann und er ihr gleichzeitig das dazugehörige Wort auf die Handfläche buchstabiert, bis sie begriff, dass die gefühlten Fingerbewegungen der Name des Gegenstandes sind.
Anne Sullivan begann diese Methode bei Helen Keller zu unterrichten. Dies führte zum Erfolg, brachte jedoch nicht nur Bewunderung, sondern auch Neid und Missgunst ein.
Helen hatte den Zusammenhang verstanden, zum ersten Mal bei dem Wort Wasser. Mit unendlicher Geduld brachte Anne Sullivan der kleinen Helen diese Methode bei. Somit war es möglich das Helen sogar das Schreiben auf einer speziellen Schreibmaschine erlernte.

Ein Problem blieb jedoch, Helen konnte sich akustisch nicht verständlich machen. Aber auch das lernte sie, indem sie ihre Finger auf den Kehlkopf ihrer Lehrerin legte um dabei die Bewegungen wahrzunehmen.
Später wurde sie auch von dem Physiologen Alexander Graham Bell unterrichtet. Dieser Erfolg zahlte sich für Helen aus, so studierte sie ab 1900 am Radcliffe College in Boston und erlernte mehrere Fremdsprachen. Sie arbeitete in der Blindenkommission von Massachusetts und anderen wohltätigen Organisationen, reiste um die ganze Welt bei dem sie ihre Vorträge hielt und sie setzte sich für die Rechte von unterdrückten Menschen ein.

1961 erlitt sie einen Schlaganfall und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück.
1968 im Alter von 88 Jahren verstarb sie in Westport.
Trotz ihrer Behinderung nichts zu sehen und nichts zu hören wurde Helen Keller eine erfolgreiche Schriftstellerin. Durch den Kampf gegen ihr Schicksal hat sie den unzähligen Leidensgenossen Mut gemacht. Sie erreichte auch die Einführung einer einheitlichen Blindenschrift. Kurz vor dem Ende ihres ungewöhnlichen Lebens sagte sie; „Ich bin blind, aber ich sehe; ich bin taub, aber ich höre.“
Viele ihrer Bücher haben einen stark autobiographischen Charakter. Damit wollte sie den Menschen Mut machen die ein ähnliches Schicksal wie sie haben.