True Story

Control – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2007.

control

Der Film basiert auf dem Leben von Ian Curtis.

Ian Curtis (1956-1980) war Sänger der englischen Post-Punk-Band Joy Division. Die Rockband wurde 1977 in Manchester gegründet und war eine der wichtigsten Bands der Punk-Szene und Wegbereiter der Dark Wave-Bewegung und des Gothic Rock.
Nachdem Ian Curtis Suizid begangen hatte wurde 1980 die Band New Order gegründet.
Curtis‘ Witwe Deborah schrieb das Buch „Touching from a Distance“, auf dem der Film beruht.

Ian Curtis war nicht nur Sänger sondern auch Gitarrist und Songwriter der Band Joy Division. Er litt an Epilepsie und Depressionen was dazu führte das er am 18. Mai 1980 Selbstmord begangen hat.
Aufgewachsen in Macclesfield in Cheshire entwickelte sich sein Talent als Dichter. Er besuchte die King’s School die er jedoch verlassen hatte weil er nicht engagiert genug war um diese fortzuführen. Nach der Schule konzentrierte er sich auf eine Ausbildung für Kunst, Literatur und Musik. Zudem übte er mehrere Jobs aus.
1975 heiratete er die Schulfreundin Deborah Woodruff. 1979 kam die gemeinsame Tochter Natalie zur Welt.

Im Jahr 1976 bei einem Sex Pistols Konzert traf Curtis auf Bernard Summer und Peter Hook. Sie versuchten eine Band zu gründen, mit Curtis als Sänger und Songwriter. Nun fehlte nur noch ein Drummer bei dem die Auswahl auf Stephen Morris fiel.
Ursprünglich nannte sich die Band Warschau. Dies führte jedoch zu einem Konflikt, da es schon eine Punk-Band mit dem Namen Warschauer Pakt gab. So wurde der Name ihrer Band in Joy Division geändert.

Curtis war bekannt für seine klassische männliche Gesangsstimme, auch Bariton genannt. Während die Band spielte fiel Curtis aber auch durch sein ruhiges und oft unbeholfenes Auftreten auf. Sein einzigartiger Tanzstil erinnerte eher an epileptische Anfälle, diese er ab und an hatte, selbst auf der Bühne. Bei einigen Vorfällen brach er zusammen und musste von der Bühne getragen werden.
Sein letzter Live Auftritt war am 2. Mai 1980 in einer Halle der Universität von Birmingham. Sein letztes Lied hieß „Digital“.

Während die Band auf Tour war hatte Curtis einige Affären. Als seine Frau dies bemerkte stellte sie ihn zur Rede und er solle sich davon trennen. Dies führte wieder zu epileptischen Anfällen und zu einem Selbstmordversuch. Seine Frau hatte dennoch die Scheidung eingereicht. Curtis wollte einfach nur allein sein und verweilte kurze Zeit bei seinen Eltern. In den Morgenstunden des 18.Mai 1980 erhängte er sich in der Küche seines Hauses. Seine Frau fand ihn am nächsten Morgen.
Als Ursache für seinen Suizid sieht man seine gesundheitlichen Probleme, den epileptischen Anfällen und seine musikalischen Ambitionen die sich nicht mit seiner Ehe vereinbaren ließen. Außerdem seine Affäre mit Annik Honoroé, die ihn als Journalistin und Musik-Managerin stets begleitet hatte. Wobei sie in einem Interview 2010 sagte das die Beziehung zu ihm rein platonisch war.

Ärzte konnten nie eine genaue Ursache für seine Krankheit ausfindig machen. Die starken Medikamente führten nur noch zu mehr Stimmungsschwankungen, was sich auch in seinen eher düsteren Texten widerspiegelte. Bernard Summer hingegen meint, das die vielen Tabletten sein Lebenswille genommen haben.