True Story

Dallas Buyers Club – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2013.

Dallas Buyers Club

Der Film erzählt die Lebensgeschichte des an AIDS Erkrankten Ron Woodroof, der in den 1980er Jahren nicht genehmigte Medikamente von Mexiko nach Texas schmuggelte.

Ronald Dickson „Ron“ Woodroof (1950-1992) wurde am 3. Februar 1950 in Dallas, Texas geboren.
1969 heiratete er und ein Jahr darauf kam Tochter Yvette Lynn zur Welt. 1972 kam es zur Scheidung. Er heiratete erneut und auch hier kam es 1973 zur Scheidung. 1982 kam es zur Hochzeit mit seiner dritten Frau. Die Ehe zerbrach 1986, nachdem man bei ihm HIV diagnostiziert hatte.
Beruflich war als Elektriker tätig. Als man 1986 bei ihm AIDS diagnostiziert hatte, sagten die Ärzte er würde nur noch kurze Zeit leben. Anstatt diese Prognose mit Entsetzen zu akzeptieren, forschte er mit Medikamenten und suchte Wege um sich selbst zu behandeln.

Die Krankheit AIDS war zu dieser Zeit kaum erforscht und Erfahrungen mit Medikamenten gab es nicht. Ron Woodroof wollte nur eins und zwar überleben. In Mexiko kaufte er Medikamente, die in den USA noch nicht zugelassen waren. 300 Mal fuhr er über die Grenze und schmuggelte bis zu einer halben Million Pillen.
Er organisierte Medikamente wie Dextransulfat und Procain PVP aus der ganzen Welt.
In Texas war es verboten diese verschreibungspflichtigen Pillen zu verkaufen. Er verkaufte sie nicht, er verteilte sie, denn nur so war es legal. Um dies möglich zu machen kam ihm die Idee einen Club zu gründen, den Dallas Buyers Club. Man musste nur diesem Club beitreten, einen monatlichen Mitgliedsbeitrag zahlen und schon haben die Betroffenen Medikamente. Er engagierte sich für homosexuelle Erkrankte, dabei war er selbst schwer krank.

Sein Engagement beeinflusste aber auch sein eigenes Leben. Seine Rodeo-Kumpel meinten er müsse selbst homosexuell sein, man war der Meinung das man sich nur unter Homosexuellen anstecken könne. Deshalb wandten sie sich von ihm ab.
Ron Woodroof hingegen widmete sich dem Kampf gegen AIDS und daraus resultierend stellte er sich gegen die Pharmaindustrie. Damit half er AIDS Erkrankten die keine andere Möglichkeit sahen. Das Geschäft hatte sich auch für ihn gelohnt.
Er hatte zwar an einer Therapie teilgenommen, diese zeigte jedoch für ihn wenig Wirkung und er wäre daran fast gestorben.
Sein Club entwickelte sich zu einem riesigen Netzwerk von Käufern und Verkäufern. Alle versuchten die gesetzlichen Bestimmungen für Medikamente zu umgehen. Er selbst fühlte sich durch die medizinischen Einrichtungen ignoriert. So sagte er zu einem Journalisten; „Ich bin mein eigener Arzt.“

Sein Netzwerk wuchs und wuchs. Mittlerweile sind auch gewisse Bundesbehörden darauf aufmerksam geworden. Man warf ihm zudem Profitgier vor, was er jedoch stets verneinte, denn sein Club diene nicht dem Gewinn.
Sechs Jahre hat er gegen seine Krankheit AIDS gekämpft und schließlich verloren. Am 12. September 1992 verstarb er in Texas.
Sein Kampf hat sich dennoch gelohnt, denn es brachte zusätzliches Bewusstsein für diese Krankheit. Erst Mitte der Neunziger fand man ein Medikament mit dem Patienten ihre Krankheit über Jahre hinweg kontrollieren können. Für ihn jedoch zu spät. Er wurde nur 42 Jahre alt.

Ron Woodroof ein Volksheld und Aktivist. Das er nach seiner Diagnose 1986 dennoch sechs Jahre überlebte, hat er sich selbst zu verdanken. Er war aber auch bekannt für sein exzessives Leben,was er bis zur Diagnose führte, Frauen, Alkohol und Koks.