True Story

Against the Wall – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1994.

Against the wall

Der Film beruht auf wahren Begebenheiten und schildert den viertägigen blutigen Gefängnisaufstand in der Attica Correctional Facility, einem Gefängnis im Bundesstaat New York im Jahr 1971.

Bis zum Sommer 1971 drohte das Gefängnis in Attica förmlich aus allen Nähten zu platzen, es war total überbelegt. Die Gefangenen waren frustriert über die Lebensbedingungen, sie durften einmal die Woche duschen und selbst das Toilettenpapier wurde monatlich rationiert. 54 Prozent der Insassen waren Schwarze, 100 Prozent der Wärter Weiße, von denen viele rassistisch waren. Die Gefangenen verbrachten 14 bis 16 Stunden am Tag in ihren Zellen. Ihre Briefe die sie an Angehörige schrieben wurden gelesen, ihr Lesematerial wie Bücher wurde beschränkt. Die medizinische Versorgung war eine Schande, das ganze System ungerecht, geprägt durch Rassismus.
Angeklagte sollten sich schuldig bekennen, ob sie es nun waren oder nicht, es sparte dem Staat die Mühe einer Beweisführung und im Gegenzug versprach man ihnen geringere Strafen.

In dem Gefängnis waren 2243 Gefangene mit 383 Justizvollzugsbeamten, diese viele der Insassen mit ihren Schlagstöcken angegriffen haben. Die Haftanstalt war nur für 1200 Häftlinge gebaut und vorgesehen. Gefangene mussten teils schwere Arbeit verrichten und durften trotzdem nur einmal die Woche duschen. Es gab keine Bildung- oder Berufsbildungsprogramme. Am 9. September 1971 kam es zu dem besagten Gefängnisaufstand. Daran beteiligt waren etwa 1200 Häftlinge die bessere Haftbedingungen erreichen wollten. „Wir sind Menschen, keine Tiere. Alle Gefangenen sind angetreten, um ein Ende zu machen mit der grausamen Brutalität und der Missachtung der Lebensrechte der Gefangenen hier und überall in den Vereinigten Staaten.“

Die katastrophalen Zustände wurden angeprangert und um ihren Forderungen nach Ausbildungsprogrammen, einem Ende der Zensur, angemessener gesundheitlicher Versorgung Nachdruck zu verleihen wurden mehrere Wärter als Geiseln genommen.
Fünf Tage später richtete die New Yorker Staatspolizei ein Blutbad bei der gewaltsamen Beendigung des Aufstandes an. Anfangs sah es danach aus, das Verhandlungen zu einem friedlichen Ende des Aufstands führen würden. Am dritten Tag wurde der Gefängniskomplex von der Polizei umstellt. Als bekannt wurde das ein verletzter Wärter gestorben war, nahm die Spannung innerhalb und außerhalb des Gefängnisses zu.
Die Gefangenen hatten genug davon wie Tiere behandelt zu werden und sie machten deutlich, dass sie für ihre Forderungen zu sterben bereit waren. Dennoch hofften beide Seiten auf ein unblutiges Ende.

Man hoffte auf Regierungsvertreter, die Lösungen finden würden.
Appelle wie diese wurden jedoch ignoriert. Am fünften Tag der Revolte stürmte man das Gefängnis. Man setzte Tränengas ein und man schoss wahllos in die Menge. Der Aufstand wurde gewaltsam niedergeschlagen. Die Gefangenen trieb man wie eine Viehherde vor sich her. Viele wurden misshandelt und eine medizinische Versorgung verweigert.
Der ehemalige Insasse Frank Smith erinnert sich; „Es war geradezu barbarisch. Sehr, sehr grausam. Sie haben uns die Kleidung vom Leib gerissen. Wir mussten nackt, wie Tiere auf dem Boden kriechen. Sie haben mir in meine Hoden geschlagen und mit Zigaretten verbrannt. Dann haben sie einen Football auf meine Füße gelegt und gesagt, wenn dieser runterfällt, bringen sie mich um.“
Es gab 43 Tote, darunter 11 Wärter und 32 Gefangene, sowie 80 Verletzte. Alle Opfer starben durch Polizeikugeln. Erst nach 30 Jahren wurden den Angehörigen finanzielle Entschädigungen gezahlt, jedoch gab es kein formales Schuldanerkenntnis.