True Story

Tears of April (Käsky) – finnisches Kriegsdrama aus dem Jahr 2008.

Tears of April

Der Film basiert auf dem finnischen Bürgerkrieg, 27. Januar bis 15. Mai 1918.
In diesem Krieg kämpften auch viele Frauen. Während die Weißen gut ausgebildete Männer hatten, musste die Roten auf jeden zurück greifen den sie bekommen konnten.

Menschen des gleichen Volkes brachten sich gegenseitig um. Auf der Seite der Roten gab es etwa 2000 Frauen die unter Waffen standen. Das sind etwa drei Prozent der gesamten Truppenstärke der Roten. Die Frauen wurden meist länger ausgebildet als die Männer, deshalb nahmen sie erst an den Endkämpfen teil. Diese Einheiten der Frauen wurden auch erst im Laufe des Krieges formiert. Eine große militärische Bedeutung hatten sie im Prinzip nicht, obwohl sie an der Schlacht um Tampere beteiligt waren. Das Schicksal der Frauen unter den Rotgardisten glich dem der Männer. Genau wie bei den Männern fielen etwa zehn Prozent von ihnen oder wurden nach dem Krieg sofort oder später in den Lagern umgebracht. Bei den Rotgardisten waren die Frauen angesehen, den Weißen dagegen waren sie ein Gräuel, etwas Unbegreifliches. Und viele Bluttaten wurden gerade ihnen zugeschrieben.

Die Frauen die im Krieg oder bei späteren Säuberungsaktionen starben, wurden anonym in Gräbern verscharrt, weil man sie als Schande gesehen hatte.
Der Film soll an sie erinnern, an ihren Beitrag zur Gleichberechtigung und zu einem unabhängigen Finnland.
Die Jägerbewegung entstand im Ersten Weltkrieg, als sich die Finnen von Russland lösen wollten. Und da Deutschland gegen Russland kämpfte, war es natürlich, dass man sich dort Hilfe holte.

Anfang 1915 willigte Deutschland ein die ersten 200 Finnen auszubilden, und so erhöhte sich die Zahl derer die eine militärische Ausbildung in Deutschland erhielten auf etwa 1900.
Die meisten kehrten dann nach Finnland zurück und verstärkten Ende Februar 1918 die weißen Truppen. Aus den Reihen der Jäger rekrutierte die Weiße Armee praktisch ihre Führung und somit wurde daraus eine richtige Armee der Weißen.
Ende Mai 1918 endeten die Kampfhandlungen, aber dann begann praktisch die zweite Phase des Krieges. Wer sich aufseiten der Aufständischen am Krieg beteiligt hatte, wurde gesucht und in ein Gefangenenlager gesteckt. Und erst ab da fing das bei den Weißen mit den Standgerichten und Freischärlern an. Später gründete man Strafgerichte und setzte offizielle Verurteilungsverfahren ein. Etwa 70.000 Menschen die sich aufseiten der Roten am Aufstand beteiligt hatten, wurden zu verschiedenen Haftstrafen verurteilt.

Natürlich ist zu sagen das diese Lager ganz furchtbar waren, die Menschen ahnten nicht das viele von ihnen dort sterben würden, etwa 13.000 starben dort.
Die Weißen hatten Angst, der Aufstand könnte erneut ausbrechen und es gebe Verstecke mit Waffen oder anderem. Aus diesem Grund sind die Lager nicht grundsätzlich zu verurteilen, denn die Aufständischen mussten verurteilt werden, aber wie man das tat, das war natürlich schlecht. Obwohl in Finnland Lebensmittelknappheit herrschte, hätte man den Angehörigen nicht verbieten dürfen, Essen ins Lager zu bringen und die Prozesse hätten zügiger durchgeführt werden müssen.

Da die Roten verloren hatten, wollten sie das Martyrium noch mehr betonen.
Die politische Zweiteilung die entstanden war, existierte für die, die sie miterlebt hatten, und für ihre Kinder weiter und begleitete sie ihr ganzes Leben lang. Denn die Wirkung war so gewaltig, es war eine Art traumatische Erfahrung. Die Finnen mussten einsehen, dass Kompromisse notwendig sind, um eine feste Ordnung und stabile Gesellschaft zu schaffen.