True Story

Der Kindermörder (The Gray Man) – amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2007.

Der Kindermörder

Der Film basiert auf dem Serienmörder Albert Fish (1870-1936).
Er verlor seinen Vater als er 5 Jahre alt war. Die Mutter war mit den insgesamt 12 Kindern überfordert. Sie gab Albert in ein Kinderheim, wo er Quälereien durch die Pfleger ausgesetzt war.

Im Waisenhaus St.John Refuge entwickelte er sich zu einem schwierigen Kind, wurde oft bestraft und bekam Schläge. Dies störte ihn aber nicht, er fand Gefallen an den Bestrafungen. Andere Waisenkinder machten sich über ihn lustig, weil die Prügel eine Erektion bei ihm verursachten.
Auf diese Weise erkannte er das er sadomasochistisch und sadistisch veranlagt war. „Ich hatte immer große Lust, anderen Schmerzen zuzufügen und mich von anderen quälen zu lassen. Mein ganzes Leben lang habe ich alles gemocht was weh tut“.

Er tränkte den Schwanz eines Pferdes in Benzin und zündete ihn an. Er nahm Nadeln und steckte sich diese in verschiedene Körperteile. Nach seiner Verhaftung am 28.Dezember 1934 brachte eine Röntgenuntersuchung 27 Nadeln zum Vorschein.
Sein großes Vorbild war der deutsche Serienmörder Fritz Haarmann, er war fasziniert und sammelte alles was er über ihn bekommen konnte.
Albert Fish stammte aus einer mit psychischen Krankheiten vorbelasteten Familie, einige litten an geistigen Störungen und Halluzinationen. Er war verheiratet, war Vater von sechs Kindern. Seine Frau verließ ihn nach 20 Ehejahren.

Da er zur Homosexualität neigte, waren seine Opfer hauptsächlich männlich.
Er hatte einen jungen Mann kennengelernt mit dem er eine homosexuelle Bindung einging und der ihn in abartige Praktiken einführte.
1910 beging Fish seinen ersten Mord an einem Homosexuellen in Wilmington. In den Jahren darauf soll er mehrere Morde begangen haben, wurde mehrfach verhaftet und war nie längere Zeit im Gefängnis. Er wurde mehrmals in psychiatrische Anstalten eingewiesen, wurde jedoch mit der Diagnose, er sei weder verrückt noch gefährlich, entlassen.

1928 entführte und ermordete er die 10-jährige Grace Budd, nachdem er sich unter den Namen Frank Howard Zugang zur Familie verschafft hatte. Unter dem Vorwand das Mädchen zu einer Feier zu bringen, fuhr er mit ihr mit dem Zug nach Greensburgh, wo er sie in einem leerstehenden Haus überwältigte. Er erwürgte das Kind, enthauptete es, hatte dessen Körperteile abgetrennt, gekocht und über mehrere Tage verzehrt.
1934 schrieb er einen Brief an die Mutter und konnte somit überführt werden. In dem Brief schildert er seine Vorliebe für Menschenfleisch und beschreibt das Töten und Verzehren der Tochter.
1935 fand der Prozess gegen Fish statt. Die genaue Zahl seiner Morde konnte nie geklärt werden. Man vermutet 16 bis über 100 Morde. Er lockte Kinder in Kellerräume in denen er Malerarbeiten durchführte. Er fesselte sie, vergewaltigte und schlug die Kinder. Er quälte sie oft tagelang bevor er sie tötete, zerstückelte und die Leichen verzehrte.

Ein psychiatrisches Gutachten wurde erstellt in dem in seine sexuellen Aktivitäten aufgeführt werden; Sadismus, Masochismus, aktive und passive Flagellation, Kastrierung, Exhibitionismus, Voyerismus, Nadelstechen, Pädophilie, Homosexualität, Koprophagie, Urintrinken, Fetischismus, Kannibalismus und Hyperhedonie.
Fish wurde zum Tode verurteilt und am 16. Januar 1936 das Urteil auf dem elektrischen Stuhl vollstreckt. Er zeigte sich freudig erregt über das Urteil.