True Story

Operation Zucker – deutsches Drama, Thriller aus dem Jahr 2012.

Operation Zucker

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und beschäftigt sich mit den Themen Kinderhandel, Kinderprostitution, Menschenhandel. Das Problem ist bekannt, das genaue Ausmaß nicht.

„In Deutschland gibt es kaum Informationen zu Kinderprostitution, weil uns einfach das Wissen, die Fakten und die Zahlen fehlen.“
Ein besseres Wissen sei für die Bekämpfung unabdingbar. Die Kriminalstatistik der Polizei sei zum einen nicht detailreich genug. So gebe sie zwar Auskunft über sexuelle Gewalt und Missbrauch, aber nicht über die dahinterliegenden Strukturen. Zum anderen finde Kinderprostitution im Verborgenen statt. In Bordellen, Clubs und eigens für Prostituierte angemietete Wohnungen sind Minderjährige selten anzutreffen.

In Deutschland soll es bis zu 400.000 Prostituierte geben und etwa jede elfte hilfesuchende Person ist minderjährig.
„Wir wissen das Kinderprostitution vielfältiger ist als angenommen.“
Ein Milliardengeschäft ist der Menschenhandel. Viele Opfer kommen aus Osteuropa. So zählt Deutschland zu den größten Abnehmern von Zwangsprostituierten aus Rumänien. Fehlende Fürsorge und Bildung münden in Armut und Verzweiflung. Diese Hoffnungslosigkeit machen sich Menschenhändler zunutze. Die Auswertung offizieller Daten aus 132 Ländern ergab, dass vor allem Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre zunehmend in die Fänge von Menschenhändlern geraten.

In Europa spitzt sich die Lage vor allem in Ländern des ehemaligen Ostblocks zu. Besonders gefährdet seien Kinder aus zerütteten Familienverhältnissen. In Rumänien gebe es viele Kinder, die von Geburt an nicht einmal registriert seien.
„Es sind Kinder, die verschwinden können, ohne das geprüft wird, ob sie existieren.“ In vielen osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Republik Moldau und Bulgarien sind Kinder schutzlos, da sie allein nur mit einem Elternteil oder bei Verwandten leben.
Die trostlosen Zustände sind das ideale Einfallstor für Menschenhändler, die die Sorglosigkeit und Hoffnungslosigkeit ausnutzen.

Viele stammen aus ärmsten Verhältnissen und hoffen auf ein besseres Leben. Das wissen auch die Täter, so werden sie mit Gewalt, durch Drohung oder Täuschung zu hilflosen Opfern die man zur Prostitution zwingt. Es ist ein typisches Schicksal was weltweit zunimmt.
In Deutschland wurden im Jahr 2011 laut BKA 482 Verfahren im Bereich des Menschenhandels zum Zweck sexueller Ausbeutung abgeschlossen. Die meisten Tatverdächtigen waren deutscher Nationalität, gefolgt von Bulgaren, Rumänen und Türken.

Von Zwangsarbeit und Zwangsprostitution als Folge des internationalen Menschenhandels sind 2,5 Millionen Menschen betroffen.
Ohne einer Aussage des Opfers gibt es kein Ermittlungsverfahren, was mitunter zwei Jahre oder länger dauert und oft habe man es mit traumatisierten Betroffenen zu tun. Vor diesem Hintergrund ist es kein Wunder wenn Menschenhändler ein leichtes Spiel haben. Schwer haben es Flüchtlinge, hinter dem Flüchtlingskind könnte sich auch ein gehandeltes Kind verbergen. Aus Angst abgeschoben zu werden, würde es sich nicht offenbaren. Leider muss man sagen, dass Menschenhandel in der öffentlichen Wahrnehmung keine große Rolle spielt.

Aber auch deutsche Minderjährige prostituieren sich, wenn auch eher „freiwillig“ aber nur aus sozialer und existentieller Not heraus.
Es werden auch immer mehr Fälle bekannt, in denen Täter aus dem familiären Umkreis von Kindern sexuellen Missbrauch von Kindern gegen Bezahlung organisiert haben und das … in Deutschland.