True Story

Caligula – Aufstieg und Fall eines Tyrannen – amerikanisch-italienisches Historiendrama aus dem Jahr 1979.

Caligula

 

Der Film basiert auf dem Leben des römischen Kaisers Caligula alias Gaius Caesar Augustus Germanicus der in den Jahren 37 bis 41 als wahnsinniger Gewaltherrscher regierte.
Geboren am 31. August im Jahr 12 in Antium als Gaius Lulius Caesar.

Sein Vater Germanicus starb als er 7 Jahre alt war. Dieser hatte ihn zu Feldzügen am Rhein mitgenommen. Für ihn wurden kleine Soldatenstiefel angefertigt, genannt die caliga. Eine weitere Form lautete caligula, daher sein Spitzname Stiefelchen, diesen Namen er jedoch nie hören wollte. Als kleinen Jungen mochte man ihn und er war bei den Soldaten sehr beliebt. Er war der dritte Sohn des Feldherrn Germanicus und seiner Mutter Agrippina. Somit war er der Urenkel des ersten römischen Kaisers Augustus.

Auf einer Orientreise wurde sein Vater vermutlich von einem politischen Gegner vergiftet. Caligula wurde nach Rom gebracht und die politische Situation war angespannt. Der Anführer der Leibgarde des Kaisers, Prätorianerpräfekt, namens Seianus versuchte alle Erben des regierenden Kaisers Tiberius zu töten, um sich selbst zum neuen Kaiser zu krönen. Er veranlasste, dass Caligulas älterer Bruder Nero Ceasar und seine Mutter auf eine Insel verbannt wurden, wo sie später Selbstmord begingen. Auch sein Bruder Drusus Ceasar wurde getötet.

Nun musste man auch den kleinen Caligula schützen. Man gab ihn zur Witwe des Kaisers Augustus. Als diese starb kam er mit seinen drei Schwestern Agrippina, Drusilla und Lulia Livilla zur Großmutter Antonia. Somit war Caligula der einzige Thronfolger.
Tiberius starb im Jahr 37 und hatte in seinem Testament seinen leiblichen Enkel, den Cousin Caligulas, Tiberius Gemellus, zum Miterben eingesetzt. Der Senat erklärte dies jedoch für ungültig. Caligula wurde zum Kaiser und hat seinen Cousin mit einer Adoption entschädigt, womit Tiberius Gemellus hoffte an der Herrschaft mitzuwirken oder sogar eine spätere Nachfolge anzutreten.

In den ersten Monaten als Kaiser war er sehr beliebt. Einige Entscheidungen von Tiberius machte er rückgängig, er senkte die Steuern, er schaffte Prozesse gegen Menschen ab, die Hochverrat gegenüber dem römischen Reich begangen hatten und einige Senatoren die Tiberius verbannt hatte setzte er wieder ein. Er bestach einflussreiche Bürger vor allem Mitglieder der Prötorianergarde. Er lebte verschwenderisch und warf das knappe Geld geradezu aus dem Fenster. Zudem veranstaltete er aufwändige Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe, die grausam aber auch sehr kostspielig waren. Wegen der hohen Ausgaben erhöhte er die Steuern, was ihn nach und nach immer unbeliebter machten.

Caligula schaffte es zum meistgehassten Mann des Imperiums zu werden. Der Adel von Rom wurde zur Prostitution gezwungen.
Käufliche Liebe war allgegenwärtig. Eine Ehe war nur eine Geschäftsbeziehung. Unbefriedigte Frauen gab es in großer Zahl, und das Gewerbe versprach einen deutlich höheren Verdienst. Es kam zu einer ausufernden Gewalt, Folterungen und Hinrichtungen, einem paranoiden Terror. Caligula war viermal verheiratet und soll es zudem mit seinen drei Schwestern getrieben haben. Er soll sich einen Spaß daraus gemacht haben, durch seine Gärten zu spazieren in dem Wissen, dass seine adligen Gefangenen zur gleichen Zeit gefoltert wurden.

Caligula wurde zum blutrünstigen Scheusal. Er wurde schwer krank und erlitt einen Nervenzusammenbruch. Nach seiner Erholung hatte er sich stark verändert, schlief unruhig, ihn plagten Albträume und er irrte ziellos umher. Er wurde größenwahnsinnig und hielt sich für einen Gott. Die Senatoren hatten genug von den Ausschweifungen und Verrücktheiten und sahen das Reich bedroht. Somit wurde ein Mordkomplott gegen den Kaiser geschmiedet und man tötete ihn im Jahr 41. Sein Nachfolger wurde sein Onkel Claudius und das Reich erholte sich allmählich.