True Story

Normal Life – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1996.

Normal Life

Der Film basiert auf der Geschichte von Jeffrey und Jill Erickson.
Jeffrey Erickson (1958-1992) war ein Bankräuber und Mörder. Zusammen mit seiner Frau Jill verübte er innerhalb von zwei Jahren acht Banküberfälle im Großraum von Chicago.
Beide starben bei Fluchtversuchen als sie in eine Schießerei mit der Polizei verwickelt waren.
Beide lebten in einem Vorort von Chicago, in Hanover Park. Ihr Leben verlief auf eine eigentümliche Art, es herrschte das Chaos, sie liebten ihre Motorräder und ihren Hund, einen Golden Retriever. Der 33-jährige Jeff war Besitzer eines Ladens, einem Buchhandel von gebrauchten Büchern. Seine Kunden schätzten ihn und seine Bücher. Sie waren beeindruckt wie gut er informiert sei und das sich die Bücher in einem tadellosen Zustand befanden. Für Jeffrey war sein Geschäft zudem lukrativ. Im Februar 1991 kaufte er ein Haus und bezahlte dies in bar.

Jill hingegen hatte andere Sorgen, sie musste in ein Krankenhaus um ihr Alkoholproblem behandeln zu lassen, außerdem litt sie an Depressionen. Ihr wurden Tabletten verabreicht da Ärzte von Anfängen einer Schizophrenie ausgingen.
Jill hatte psychische Probleme, mochte die Rockmusik und die Astronomie.
Für Jeffrey sei ihr psychisches Problem jedoch nie außer Kontrolle geraten. Seine 27-jährige Frau arbeitete als Labortechniker und hatte ein Studium der Chemie abgeschlossen. Bevor Jeffrey seinen Laden hatte, arbeitete er als LKW-Fahrer, Chauffeur und ab 1986 als Polizist. Diesen Job übte er nur 13 Monate aus, da man ihn entlassen hatte. Polizeichef Donald Cundiff nannte als Kündigungsgrund den angeblich „fehlenden gesunden Menschenverstand“ und er wäre viel zu weich gewesen, Kriminellen gegenüber und bei Verhaftungen.

Jeffrey hatte Jill an ihrem 17. Geburtstag in einer Bar kennengelernt. Nach sechs Monaten lebten sie bereits zusammen und heirateten schließlich am 29. Juli 1983.
Am 16.Dezember 1992 wurde Jeffrey festgenommen. Nach einem Fluchtversuch hatte ihn die Polizei in die Enge getrieben.
Jill starb bei der Schießerei mit der Polizei. In ihrem Haus fand die Polizei Pistolen, Gewehre, Schrotflinten und diverse Einbruchswerkzeuge. In der Garage hatten sie einen Tresor, indem sie ihre Beute aufbewahrten. Zudem verfügten sie über Polizei-Funkgeräte. Man verglich die beiden mit Bonnie und Clyde.
Bei seinen Überfällen auf die Banken verkleidete er sich, trug einen falschen Bart und erbeutete, laut Polizeibericht, in den zwei Jahren etwa 200.000 Dollar. Hierbei ging er sehr rabiat vor und sagte;“ich blase euch das Gehirn weg, wenn ihr meinen Forderungen nicht Folge leistet.“ Für seine Raubzüge nutze er verschiedene gestohlene Autos.

Bei ihrem letzten Überfall konnte man sie stellen. Hier kam es zur Schießerei bei der Jill starb, als sie mit einem anderen Fahrzeug fliehen wollten. Jeffrey wurde verhaftet. Seine Familie hätte es nie für möglich gehalten das er der gesuchte Räuber ist. Sein Bruder Jim sagte;“Unsere Kindheit war besser als die meisten Kinder hatten.“
Jeffrey wurde inhaftiert und sagte;“ Jill und ich waren verrückt nach einander.“
Behörden und Polizei sprachen von einer „militärischen Präzision“ bei den Überfällen.
Auf seinem Weg zum Gerichtssaal gelang es ihm mit einem versteckten Schlüssel den er von einem Mithäftling erhalten hatte, seine Handschellen zu lösen. Er überwältigte einen Marshal und erschoss mit dessen Dienstwaffe Deputy US Marshal Roy Frakes und feuerte einen Schuss auf den Security Officer Harry Belluomini. Bevor dieser verstarb schoss er Jeffrey in den Rücken, als dieser fliehen wollte.
Jeffrey Erickson sah kein anderen Ausweg, legte sich die Pistole an den Kopf und drückte ab.