True Story

Mitternacht im Garten von Gut und Böse – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1997.

Mitternacht im Garten von Gut und Böse

 

Der Film des Regisseurs Clint Eastwood basiert auf dem Buch „Midnight in the Garden of Good and Evil“ des Autors John Berendt. Er wusste das die Stadt Savannah ungewöhnlich ist und die Leute die er dort traf waren für ihn tatsächlich außergewöhnlich. Ihm war ein Mordfall bekannt, der sich dort ereignet hatte. Es ist die Geschichte von Jim Williams.

James Arthur „Jim“ Williams (1930-1990) wurde in Gordon, Georgia, geboren und ging in jungen Jahren nach Savannah. Er verdiente Millionen und galt als exzentrisch für seine Liebe der Sanierung von alten Gebäuden.
Jim Williams war wohlhabender Antiquitätenhändler und kaufte viele historische Gebäude. Er spielte eine aktive Rolle bei der Erhaltung des historischen Viertels in Savannah. 1955 kauft er drei Häuser die er sanierte. Im Laufe der nächsten 35 Jahre sanierte er mehr als 50 Häuser.

1969 kaufte Williams ein Haus das ursprünglich für Hugh Mercer Weedon, einem General während des amerikanischen Bürgerkriegs gebaut wurde. Das Haus stand seit fast 10 Jahren leer und im Laufe von zwei Jahren wurde es saniert. Nach sorgfältiger Sanierung zog er selbst dort ein. In seinem neuen Domizil wurden rauschende Feste gefeiert. Bei Weihnachtsfeiern wurden extra spezielle Einladungen verschickt.

1981 wurde Jim Williams verhaftet. Danny Hansford, sein 21-jähriger Assistent, mit dem er auch intim verkehrte, wurde am 2. Mai 1981 erschossen. Das Verfahren gegen Williams zog sich bis 1989, als er von der Jury freigesprochen wurde. Sein Verteidiger war Bobby Lee Cook. Williams wurde für schuldig befunden und zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Urteil wurde jedoch aufgehoben und ein neues Verfahren angeordnet. In einer Kopie des Polizeiberichts fand man Widersprüche als es zur Festnahme gekommen war. Sein neuer Verteidiger Sonny Seiler hatte ihm geraten seine sexuelle Beziehung zu Danny Hansford offen zu legen. Der Oberste Gerichtshof von Georgia gestattete dem Sheriff nicht als Sachverständigen auszusagen. Der Staatsanwalt musste auf mehr Beweise warten, somit kam es zu einer dritten Verhandlung. Hier gab es zwar neue Erkenntnisse die jedoch nicht eindeutig bewiesen werden konnten.

Zwei Jahre später kam es zum vierten Prozess in Augusta, Georgia. Nach einer Stunde Verhandlung wurde Williams von der Jury freigesprochen. Doch Williams blieb kaum ein Jahr um dies zu feiern.
Am 14. Januar 1990 starb Williams unerwartet im Alter von 59 Jahren in seinem Haus aufgrund einer Lungenentzündung an Herzversagen. Ihn fand man fast an der selben Stelle wo man die Leiche von Hansford gefunden hatte.
Jim Williams war die einzige Person im Bundesstaat Georgia die für das gleiche Verbrechen vier Mal vor Gericht musste. Er hatte Danny Hansford erschossen und rief selbst die Polizei. Als diese vor Ort war, öffnete er die Tür und sagte; „Ich habe ihn erschossen. Er befindet sich in einem anderen Raum.“

Williams behauptete er habe ihn aus Notwehr erschossen, da Hansford ihn mit einer Waffe bedroht hatte. Ein Polizist sagte aus er habe Hansford mit dem Gesicht nach unten und mit einer Waffe in seiner rechten Hand vorgefunden. Laut Williams hatte Hansford einen Schuss abgefeuert. Eine Kugel war auch durch einige Papiere auf dem Schreibtisch gegangen und man fand Blei-Fragmente in einem Stuhl. Den Schuss hätte auch Williams abgefeuert haben. Bei späteren Tests fand man jedoch keine Schmauchspuren an Hansfords Händen.

Die Staatsanwaltschaft behauptete, Williams habe dies alles nur inszeniert. Jim Williams hingegen schilderte dies anders. Hansford habe getrunken und war wütend als er einen Schuss abfeuerte. So gelang es ihm in seinen Schreibtisch zu fassen und seine Waffe auf ihn zu richten. Ein Experte sagte, er habe ihm die Waffe unter die Hand gelegt. Die Polizisten die als erstes vor Ort waren, hatten versäumt die Hände von Hansford auf Schmauchspuren zu untersuchen.
Wenn es denn welche gegeben hätte, so könnten diese auch später beim Abtransport der Leiche verwischt worden sein, da man auch dort nicht gewissenhaft gearbeitet hatte.