True Story

Schrei nach Freiheit (Cry Freedom) – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1987.

Schrei nach Freiheit

 

Zentrales Thema des Films ist die Apartheid in Südafrika. Zudem beruht der Film auf dem Begründer der Black-Consciousness-Bewegung und bekannten Bürgerrechtler Steve Biko und dem südafrikanischen Journalisten Donald Woods.

Stephen Bantu Biko (1946-1977) war Gegner der Apartheid-Politik. 1966 studierte er Medizin und gehörte einer Studentenbewegung an. Er interessierte sich zunehmend für Politik und gründete die South African Students Organisation. Es war seine Entschlossenheit und sein Stolz. Biko war Vater von fünf Kindern. Zwei Kinder hatte er mit Ntsiki Mashalaba die er 1970 heiratete, zwei weitere mit der Aktivistin Mamphela Ramphele, einer Ärztin, Geschäftsfrau und Politikerin. Einer der Söhne ist der 1978 geborene Hlumelo Biko, der heute ein bekannter Unternehmer ist. 1977 wurde das fünfte Kind aus einer weiteren außerehelichen Beziehung geboren.
1972 beteiligte sich Biko an der Gründung der Initiative Graswurzelbewegung. Dies Initiative entsteht aus der Basis der Bevölkerung und soll sozusagen „von unten heraus“ entstehen.

Durch die Bewegung Black Community Programms trat Steve Biko bei größeren Veranstaltungen auf. Dies wurde jedoch nicht von der Regierung geduldet, womit man 1973 einen Bann über ihn verhängte. Er wurde überwacht, durfte nicht mit mehr als einer Person gleichzeitig sprechen und die Stadt nicht verlassen. Diese Zeit nutzte er, da er sich zunehmend für Rechtsfragen interessierte, um ein Fernstudium der Rechtswissenschaften aufzunehmen. Da er sich immer mehr politisch engagierte, hatte ihn der Staatsapparat im Visier und verbot ihm 1975 seine politischen Aktivitäten fortzuführen. Er hielt sich nicht an diese Auflagen und wurde mehrfach von der Sicherheitspolizei aufgegriffen und verhaftet.

Im Gefängnis nahe der Stadt Port Elisabeth wurde er gefoltert, was zu schweren Kopfverletzungen führte. Um dies zu vertuschen, brachte man Biko, der nackt und bewusstlos war, ins mehr als 1000 Kilometer entfernte Pretoria. Dort starb er an seinen Verletzungen im Gefängniskrankenhaus. Als man seinen Tod bekannt gegeben hatte, behauptete der Justizminister James Kruger, er sei in Folge eines Hungerstreiks gestorben. Untersuchungen bewiesen jedoch das Gegenteil. Erst 1997 gaben fünf frühere Beamte zu, an dessen Tod beteiligt gewesen zu sein.
Der Journalist Donald Woods hatte die Umstände die zu Bikos Tod geführt hatten zusammen mit Helen Zille aufgedeckt.

Donald Woods (1933-2001) hatte in den frühen 1970er Jahren Biko kennengelernt. Er war wie die meisten Weißen Südafrikaner von Haus aus ein Befürworter des Apartheid-Systems, der aber als junger Student seine Meinung deutlich änderte. Zwischen Steve Biko und ihm entstand eine intensive Freundschaft. Nach dem Tod von Biko wurde auch Woods für fünf Jahre gebannt, darunter waren Publikationsverbot und Hausarrest. Als ihm mit Säure präparierte T-Shirts zugeschickt wurden, fürchtete er um die Gesundheit seiner Familie. Über Lesotho gelang es ihm nach England zu fliehen. Er veröffentlichte Bücher über Biko und engagierte sich auf Vortragsreisen weiter für die Abschaffung der Apartheid in Südafrika. Unter anderem das Buch; „Ein Schicksal in Südafrika, Steve Biko: meine Freundschaft mit einem Mann der gegen die Apartheid kämpfte“.

Man gründete die Steve Biko Foundation, eine Organisation die die Arbeit und die Ideen von Biko fortführt. Dabei geht es um die Achtung der Menschenwürde, Selbstachtung und Selbstbestimmung, Vielfalt, Integrität und organisatorische Unabhängigkeit. Dies sind Werte einer Mission um sich zu nähern.