True Story

Machine Gun Preacher – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2011.

Machine Gun Preacher

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Sam Childers.

Sam Childers, geboren 1962 in Grand Forks, North Dakota. Er war Mitglied der Outlaw Motorcycle Gang, einer Gruppe die in kriminellen Aktivitäten verwickelt war. Seine Eltern waren ehrliche und anständige Leute. In jungen Jahren bereitete Sam immer mehr Schwierigkeiten. Sein Vater, der bei der Marine gedient hatte, pflegte zu sagen; „Junge, jemand wird dich eines Tages töten.“ Sam war in Schlägereien verwickelt, verkaufte harte Drogen und schlief mit verheirateten Frauen. Er sank immer tiefer in den Dschungel von Gewalt und Kriminalität. Bereits als Teenager hatte er Erfahrungen mit Zigaretten, Marihuana, Alkohol und Heroin gemacht, was zu einer langjährigen Drogenabhängigkeit, dem Drogenhandel und Alkoholismus geführt hatte.

Es waren die einflussreichsten und prägendsten Jahre seines Lebens. Es entwickelte sich die Liebe zu Motorrädern und der Lebensweise verschiedener Clubs, somit wurde er Mitglied der Outlaw Motorcycle Gang. Sam lernte die Stripperin Lynn kennen, die immer mehr begann sich für die Kirche zu interessieren und die er heiratete. Gemeinsam haben sie eine Tochter, Paige, und einen Sohn der an einer Überdosis Heroin gestorben war. Er war nicht nur Drogendealer sondern bewachte, bewaffnet, andere Dealer. Durch die Worte seines Vaters war Sam zunehmend besorgt, das ihn sein Geschäft töten könne. Somit begann er langsam sich von seinem bisherigen Leben zu distanzieren.

Er fand einen Job, trotz seiner Gewohnheiten mit Alkohol und den Drogen. Seine Frau Lynn die zum Christentum konvertiert war, überredete Sam mit in die Kirche zu kommen, zu einem Revival Meeting, das dazu diente neue Mitglieder zu gewinnen. So kam es 1992 das auch Sam zum Christentum konvertierte. Noch am selben Abend in der Kirche hatte ihm der Pfarrer prophezeit – er werde nach Afrika gehen. Ende 1998 machte Sam seine erste Reise in den Sudan. Während dieser Reise und weiteren die folgten, lernte Sam die Gräueltaten der Lord’s Resistance Army, LRA, kennen, die einen bleibenden und erschreckenden Eindruck bei ihm hinterließen. Er sah wie ein kleiner Junge von einer Tretmine in Stücke gerissen wurde, andere Kinder die gezwungen wurden als Kindersoldaten zu kämpfen. Als er das sah, fiel er auf die Knie und versprach zu helfen. Er musste aber auch erkennen das er bei den Mitgliedern seiner Kirchengemeinde kaum Unterstützung erwarten konnte.

So wandte er sich immer mehr von der Kirche ab. Sam half bei der Reparatur der beschädigten Hütten. Es machte ihn wütend, denn zu dieser Zeit hatte die LRA 30.000 Kinder entführt und Hunderttausende von Dorfbewohnern im Sudan ermordet. Sam war unerbittlich, so baute er ein Waisenhaus in Nimule. Er kehrte in die USA zurück, verkaufte sein Baugeschäft und schickte das Geld nach Afrika. Sein Waisenhaus nahm Gestalt an, nachts schlief er draußen, in der einen Hand die Bibel und in der anderen sein Gewehr AK47. Er und seine Frau gründeten die „Angels of East Africa“, ein Kinderdorf im Südsudan.

Etwa 300 Kinder haben hier ein Zuhause und werden bei Bildung und Erziehung betreut. Ihm gelang es Kinder aus den Fängen der LRA zu befreien. Es dauerte nicht lange und seine Heldentaten waren in aller Munde und die Dorfbewohner gaben ihm den Namen Machine Gun Preacher. 13 Jahre später hatte er mittlerweile über 1000 Kindern helfen können. Sam Childers veröffentlichte 2009 ein Buch über sein Leben. „Another Man’s War: The True Story of One Man’s Battle to Save Children in the Sudan.“