True Story

Cass – Legend of a Hooligan – britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2008.

Cass Legend of a Hooligan

Der Film beruht auf dem Leben von Cass Pennant, der nicht nur Hooligan sondern auch Anführer der Inter City Firm war.

Inter City Firm, ICF, eine Hooligan-Gruppierung des Londoner Fußballvereins West Ham United. Dies war ein Zusammenschluss von vielen kleineren Gruppen.
Rivalitäten gab es mit anderen Hooligans von verschiedenen Fußballvereinen, den Millwall Bushwackers des FC Millwall, den Headhunters vom Club FC Chelsea, der Red Army von Manchester United und der Yid Army des Vereins Tottenham Hotspur.
Carol „Cass“ Pennant ist ein englischer Schriftsteller und ehemaliger Hooligan. Er war viele Jahre als Hooligan aktiv und genoss eine führende Position der ICF. Er war der erste Fußballfan der nach einer Schlägerei im Gefängnis landete.

Der 1,95 Meter große Cass hat demnach eine erlebnisreiche Vergangenheit. Seine leibliche Mutter kam einst aus Jamaica nach England und gebar ihren Sohn Cass am 3. März 1958 in Doncaster, South Yorkshire. Als er sechs Wochen alt war gab sie ihren Sohn weg und somit kam er in das Dr. Bernardo Heim.
Obwohl er ein Kind mit schwarzer Hautfarbe war, wurde er von einem älteren und weißen Ehepaar adoptiert. Er lebte nun in Slade Green, einem Stadtteil südöstlich von London. Er war der einzige Schwarze in der Gegend und wurde vom ersten Tag an gehänselt, dies Jahr für Jahr, geschlagen und gemobbt. Auslöser hierfür war nicht nur seine Hautfarbe, sondern auch sein Name Carol, für einen Jungen eher ungewöhnlich, der jedoch vom irischen Namen Charles abgeleitet ist.

Nachdem er einen Boxkampf zwischen Cassius Clay und Henry Cooper gesehen hatte und Cassius Clay diesen gewann, nannte er sich von nun an Cass.
Nicht nur die Hooligans sondern auch der Rassismus war zu dieser Zeit in Großbritannien weit verbreitet. Cass schaffte es dennoch aufzusteigen, sich einen Namen zu machen und Anführer der ICF zu werden. Wegen einer Schlägerei wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt. Hier hatte er Zeit, er las viele Bücher und schrieb selbst seine Autobiographie. Er schrieb über sein bewegtes Leben und seinem Charakter.

Nach seiner Entlassung arbeitete Cass als Türsteher in London. Während er seiner Arbeit nachging, wurde auf ihn geschossen. Es wurden drei Schüsse auf ihn abgefeuert, doch er hatte überlebt. Cass Pennant ist Bestseller-Autor von acht Büchern von denen fünf unter den UK Top Ten Bestsellern waren.

Gewalt gibt es für ihn nur noch in seinen Büchern, er hat sich verändert. Er war einer von ihnen, von mehreren Tausend Fußballfans die vor Gewalt nicht zurückschreckten. Die ICF war die best organisierte und die Nummer Eins unter den Hooligans. Es kam zu regelrechten Schlachten, in den Stadien, in Pubs, auf Bahnhöfen, Parkplätzen oder Raststätten. Heute hält Cass Lesungen und Vorträge an Schulen und in Gefängnissen. Seine Erfahrungen die er mit der Gewalt gemacht hat, will er weitergeben. Er ist nicht nur Familienvater sondern er selbst sieht sich auch als Sozialarbeiter und Psychologe.