True Story

F.I.S.T – Ein Mann geht seinen Weg – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1978.

Ein Mann geht seinen Weg

Der Film basiert auf der Gewerkschaft Teamsters und ihrem ehemaligen Präsidenten Jimmy Hoffa.
Die Filmhandlung und die zwielichtige Haltung von Kovak (Sylvester Stallone) sind unverkennbare biografische Anspielungen auf die Zustände bei der amerikanischen Transportgewerkschaft Teamsters, insbesondere unter ihrem Präsidenten Jimmy Hoffa, dem entsprechende Kontakte zur Mafia nachgewiesen werden konnten und der am 30. Juli 1975 spurlos verschwand.

Die International Brotherhood of Teamsters ist die Gewerkschaft der Transportarbeiter und die größte Einzelgewerkschaft der USA. Bereits Anfang 1900 schlossen sich enttäuschte und wütende Fahrer zusammen. Man musste sieben Tage die Woche arbeiten, 12 bis 18 Stunden täglich. Für die Ladungen die sie transportierten musste sie für eventuelle Transportschäden aufkommen. Somit gründete man die Team Drivers International Union, mit anfangs 1700 Mitgliedern. 1929 und 1933 schlossen sich weitere ähnliche Organisationen an. Präsident der Teamster Gewerkschaft wurde Jimmy Hoffa, auch als Herr der Lastkraftwagen bekannt. Ihm gelang es immer mehr Mitglieder zu gewinnen.

Aber nicht nur die Teamsters erhielten einen starken Aufschwung, sondern auch das Organisierte Verbrechen. Das es ohnehin zu Begegnungen gekommen war, sei es beim illegalen oder legalen Alkoholtransport, kam ein Ausbau der Verbindungen beider Gruppen gerade recht. Auslöser hierfür waren die Wirtschaftskrise und die Prohibition. Für die Gangster löste sich das Problem der Logistik, um ihre Waren schmuggeln zu können. Die Teamsters gaben Tipps an die Mobster, wofür sie Belohnungen kassierten. Jimmy Hoffa griff die Zusammenarbeit auf und wendete diese zentralisiert an. Mittlerweile hatte Hoffa auch sehr gute Verbindungen zur Cosa Nostra, einem Ableger der sizilianischen Mafia.

Jimmy Hoffa hatte mittlerweile einen Namen in Gewerkschaftskreisen. Er organisierte Streiks, bei denen man Gehaltserhöhungen forderte. Die Geschäftsleitung kam dem nach, da sonst die empfindliche Obstware verdorben wäre. 1936 fand jedoch die Firma aufgrund eines weiteren Streiks in den Docks eine Gelegenheit Hoffa zu entlassen. Die Teamsters hatten ihn daraufhin als Funktionär eingestellt. Die Unternehmen hatten Trupps die einen Streik niederschlagen.

Aber auch Hoffa bildete einen Schlägertrupp um im Kampf gegen die Truppe der Unternehmen bestehen zu können. Schon im ersten Jahr seiner Tätigkeit wurde Hoffa 24 Mal von Polizisten oder Streikbrechern körperlich angegriffen. Es kam zu Schlägereien, Büros wurden zerstört und man versuchte Fahrzeuge von der Straße zu drängen. Hoffa bezog kein festes Gehalt, sondern bekam einen geringen monatlichen Anteil an den Beiträgen der Mitglieder die er angeworben hatte. Ab 1952 war er Vizepräsident der Teamsters.

Robert Kennedy der für den Untersuchungsausschuss des Senats arbeitete, hatte eine Menge Beweise gesammelt, die in Verbindung mit dem Organisierten Verbrechen stehen. Was nicht nur Hoffa sondern auch den Präsidenten der Teamsters Dave Beck belasteten. Hoffa wurde freigesprochen, nachdem 200.000 Dollar übergeben wurden. Beck wurde wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft verurteilt, somit wurde Hoffa Präsident.

Dadurch erhöhte sich auch sein Gehalt und die Gerichtskosten wurden übernommen.
Jimmy Hoffa hatte zwar die Lebenssituationen vieler Arbeiter verbessert, aber sich auch an deren Geld bereichert. Kennedy war 1961 Justizminister und so kam es das Hoffa erneut vor Gericht musste, da er der Mafia Geld geliehen hatte. Er wurde verurteilt, jedoch nach vier Jahren Haft auf Bewährung entlassen. Jimmy Hoffa verschwand am 30. Juli 1975 auf dem Parkplatz eines Restaurants. 1982 wurde er offiziell für tot erklärt.