True Story

Gangs of Wasseypur – indisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2012.

Asian Godfather Gangs of Wasseypur

Der Film, der 320-minütige Zweiteiler, erzählt im Wesentlichen die Geschichte zweier Familien aus dem indischen Dhanbad. Hierbei geht es um die Entstehung der Mafia, der Kohle-Mafia, in Dhanbad.

In indischen Medien wird die Mafia in der Regel mit dem Namen des Wirtschaftssektors in dem sie beteiligt ist, erwähnt.
Zum einen gab es den am meisten respektierten Arbeiterführer BP Sinha, den man auch als Pate der Mafia von Dhanbad betrachtet.
Dann gab es den König, wie man ihn dort nennt, der Mafia von Dhanbad, Suraj Deo Singh.

Die staatlichen Kohleminen von Bikar gehörten zu den ersten Gebieten in Indien wo die Mafia ihren Einfluss erreicht hatte, dies begann in der Bergbaustadt Dhanbad. Die Kohle wurde gestohlen um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen. Es war eine Parallelwirtschaft an der ein erheblicher Teil der Bevölkerung beteiligt war. Die geklaute Kohle wurde über sehr lange Wege, über teils unbefestigte Straßen transportiert um sie in den illegalen Lagern und Verkaufsstellen der Mafia unterzubringen und zu veräußern. Die Kohle-Mafia hatte demzufolge auch einen negativen Einfluss auf die indische Industrie. Kohle von höherer Qualität wurde selektiv umgeleitet und fehlende Kohle wurde mit Steinen oder Felsbrocken in den Eisenbahnwaggons ersetzt. Selbst eine Leiche ist in einem der Waggons entdeckt worden.

Die Mafia hatte jahrzehntelang die Geschäfte geprägt. Arbeiter mussten mit dieser Situation bis in 1990er Jahre irgendwie zurecht kommen. Es wurden jedoch Karrieren und verschiedene Geschäftsmöglichkeiten geboten. Sie kontrollierte die wichtigsten Gewerkschaften und war in der lokalen Verwaltung, Polizei und Regierung vertreten. Es war ein Teil des Konjunkturzyklus und des Produktionsprozesses. Bei der Umstrukturierung und Verstaatlichung der Kohleminen hatte die Mafia verschiedene Lücken gefunden um sich wirtschaftlich und politisch zu profilieren.

Suraj Deo Singh wurde tot aufgefunden, er wurde von einem bislang Unbekannten erschossen. Es scheint der Täter kommt aus der rivalisierenden Familie. Auch nach seinem Tod gilt er noch als König von Dhanbad. Der Bürgermeister und sein Stellvertreter sind ebenfalls aus der Singh-Familie. Dies zeigt wie viel Einfluss die Familie hat, da auch noch weitere Vertreter der Regierung zu dieser Familie gehören, unter anderem seine Frau die in Jharia und sein Bruder der in der Bokaro Region zu den Mitgliedern der gesetzgebenden Versammlung angehören. Diese Position wird auch MLA genannt, Vertreter die von Wählern aus einem Wahlkreis für eine Legislaturperiode bestimmt wurden.

Den Hauptgrund für ihren Einfluss nennt man möglicherweise die Kriminalität. Jedoch wird die Singh-Familie auch respektiert, da sie die Einheimischen vor den Banden oder Kleinkriminellen aus Wasseypur beschützt.
Aufgestiegen war Suraj Deo Singh durch BP Sinha, den man als Urgestein der Kohle-Mafia nennt. BP Sinha hatte sieben Leibwächter und Suraj Deo Singh wurde nun auch einer seiner Vertrauten. Durch seinen Ehrgeiz schraffierte er einen abscheulichen Plan, BP Sinha aus dem Weg zu räumen. Anschließend soll er 1978 BP Sinha getötet haben.
Es wird gesagt, dass seine politischen Verbindungen Suraj Deo Singh halfen, all seine Gegner zu besiegen. Selbst der ehemalige Premierminister hatte eine enge Bindung zu ihm.
Somit wurde Sinaj Deo Singh zum Pate der Mafia, ein nicht ganz unblutiger Aufstieg, es heißt, Dutzende wurden getötet. Eine neue Gewerkschaft wurde gebildet und die Mafia erreichte ihren Höhepunkt.

Dennoch hatten viele Respekt, denn es gab viele Kriminelle die er den Menschen vom Leib hielt. Es war ein harter Kampf gegen die Banden aus Wasseypur, aber er half, damit sich die Bevölkerung von Dhanbar sicher fühlen konnte.
Als ein Hindu-Mädchen entführt wurde, war es Suraj Deo Singh, der auf einen Lastwagen kletterte und verkündete, wenn das Mädchen nicht freigelassen wird, würde es ein Blutbad geben.
Man sagt Suraj Deo Singh war ein Verbrecher, jedoch zählte es für die Menschen mehr, weil er ihnen geholfen hat, egal was es für Probleme gegeben hatte.