True Story

Omar Mukhtar – Löwe der Wüste – libysch-amerikanisches Historiendrama, Biografie aus dem Jahr 1981.

Omar Mukhtar Der Löwe der Wüste

In Italien war der Film einige Zeit verboten, denn es zeigt die Gräueltaten der Italiener, deren Kämpfe in Libyen, denen man sich in den Weg stellte, geführt von Umar al-Muchtar.

Umar al-Muchtar, auch Omar Mukhtar (1862-1931) war Koranlehrer, der für die Unabhängigkeit seines Landes gegen die italienische Kolonialherrschaft kämpfte.
1911 begann der italienisch-türkische Krieg, den die Italiener ein Jahr später für sich entscheiden konnten. Die von den Omanen besetzten Gebiete im heutigen Libyen gingen in der Folge an das Königreich Italien über. Aufgrund des Widerstandes war es nicht gelungen weitere Gebiete zu erobern. Was folgte waren schwere Kriegsverbrechen.

Öffentliche Massenhinrichtungen, Frauen wurden vergewaltigt, Plünderungen, Vieh getötet, Hütten niedergebrannt und Brunnen vergiftet.
Ab 1912 organisierte Omar Muhktar fast 20 Jahre lang den Widerstand gegen die italienischen Truppen und führte einen hartnäckigen Krieg gegen die Besatzer.
Die Italiener waren überrascht, das trotz ihrer brutalen Gewalt Omar Muhktar so viel Widerstand leisten konnte. Er konnte aber nicht verhindern das man Zehntausende in Konzentrationslager brachte.

Ab 1922 war Benito Mussolini (1883-1945) Ministerpräsident des Königreichs Italien. Mussolini gehörte zu den Gründern der radikal nationalistischen und antisozialistischen faschistischen Bewegung, als deren Führer er sich bis 1921 etablierte. Seine Exzellenz Benito Mussolini, Regierungschef, Duce des Faschismus und Gründer des Reiches. Im Oktober sandte er den italienischen General und faschistischen Politiker Rodolfo Graziani (1882-1955) nach Libyen, wo er die Aufstände der von Omar Muhktar geführten Senussi, die sufistische islamische Bruderschaft, niederschlug. Graziani ließ mehrere Konzentrationslager bauen, in denen libysche Gefangene ermordet wurden, verhungerten, durch Krankheit oder an Entkräftung durch harte Arbeit starben.

Von seinem Hauptquartier in Zuara aus gelang es ihm, die italienischen Kolonialgebiete in Tripolitanien und der Kyrenaika wieder unter Kontrolle zu bringen. Dies zum Teil mit verbrecherischen Mitteln, insbesondere mit dem Abwurf von Giftgasbomben geführten Operationen wurde er 1929 zum Brigadegeneral befördert und 1930 von Mussolini zum Vizegouverneur der Kyrenaika ernannt.
Wegen verschiedener Gräueltaten unter anderem während des Kolonialkrieges in Libyen (1922-1932) gilt Graziani als Kriegsverbrecher.

Omar Muhktar hatte die italienischen Truppen im Bergland des Dschabal al-Achdar in der Kyrenaika in über 260 Gefechte verwickelt. Ein alter und bescheidener Mann der fast 20 Jahre für die Freiheit seines Landes kämpfte. Tagsüber kämpfte er an der Seite des Senussi-Orden, nachts betete und meditierte er.
Bei einem Gefecht 1931 geriet Omar Muhktar letztendlich in Gefangenschaft. Die Italiener betrachteten ihn als Siegestrophäe. Auch er wurde in das KZ Soluch gebracht und zum Tode verurteilt. Am 16. September 1931 wurde er öffentlich hingerichtet.

Mit seinem Tod endete vorerst auch der libysche Widerstand. Bis 1934 schafften es die Italiener schließlich ganz Libyen zu erobern.
Er gilt heute noch als Nationalheld und hat die Geschichte des Landes maßgeblich geprägt. Einst sagte er; „Wir kämpfen, weil wir für unsere Religion und unsere Freiheit kämpfen müssen. Wir geben nicht auf, entweder wir vertreiben die Eindringlinge oder wir sterben. Wir gehören Gott und zu ihm werden wir zurückkehren.“ Viele Straßen wurden nach ihm benannt und er ist auf einer libyschen Banknote abgebildet.