True Story

Mein linker Fuß – irisch-britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1989.

Mein linker Fuß

Der Film beruht auf dem Leben des schwerbehinderten Christy Brown. Es ist die Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Romans aus dem Jahr 1954.

Christy Brown (1932-1981) wurde am 5. Juni 1932 in Dublin geboren und wuchs als zehntes von 22 Kindern in ärmlichen Verhältnissen auf. Nach seiner Geburt stellten die Ärzte eine schwere Infantile Zerebralparese, Bewegungsstörungen, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt, fest. Eine Behinderung die durch Störungen des Nervensystems und der Muskulatur charakterisiert ist.
Die Großfamilie lebte in einem Dubliner Elendsviertel. Sein Vater griff oft zum Lederriemen um die Kinder zu erziehen. Nur Christy blieb verschont, er war nicht in der Lage irgend etwas zu tun, was sein Vater hätte ärgern können. Christy konnte nicht einmal sprechen. Erst im Laufe der Zeit konnte er sich verständlich machen.

Die Sozialarbeiterin Katriona Delahunt begann die Familie regelmäßig zu besuchen. Sie brachte für Christy Bücher und Malutensilien mit. Als er fünf Jahre alt war nahm er mit seinem linken Fuß ein Stück Kreide und malte damit auf dem Boden. Seine Mutter schaffte es dem stark hirngeschädigten Sohn Lesen und Schreiben beizubringen. Dies trotz ihrer Hausarbeit und dem Ärger ihres trinklustigen Mannes.
Im Laufe der Jahre zeigte Christy großes Interesse an Kunst und Literatur. Er machte alles mit seinem linken Fuß, malte Bilder und wurde dadurch ein talentierter Künstler. Selbst die Schreibmaschine bedient er mit seinem Fuß. Mit 21 Jahren schreibt er seine Autobiografie „My Left Foot.“

Dies zeigte auch was für eine körperliche Geschicklichkeit in ihm steckte, trotz seiner schweren Behinderung. Obwohl er keine reguläre Schulbildung in seiner Jugend erhalten hatte, besuchte Christy die St Brendan School in Sandymount, jedoch mit gewissen Unterbrechungen. Dort traf er auf Dr. Robert Callis, einem bekannten Autor, der ihm bei seinem Buch unterstützte, ihm einige Tipps und Anleitungen gegeben hatte. Er schreibt zum Beispiel in seinem Buch über seinen Kampf mit dem Alltag inmitten der lebendigen Kultur von Dublin. Sein Buch wurde zu einer literarischen Sensation. Viele schrieben ihm Briefe.
Auch er hatte gern und viel getrunken. „Es gibt nichts schöneres, als ein paar zuviel intus zu haben und mich dann zu Hause an die Schreibmaschine zu setzen.“ Ein Verleger für das Buch war schnell gefunden, dieser selbst sagte es sei einfach wunderbar.

Und so folgten mehrere Werke;
– 1954 – My Left Foot
– 1970 – Down All the Dogs
– 1971 – Come Softly to My Wake (Poems of Christy Brown)
– 1973 – Background Music (Poems of Christy Brown)
– 1974 – A Shadow on Summer
– 1976 – Wild Grow the Lilies
– 1978 – Of Snails And Skylarks
– 1982 – A Promising Career
– 1991 – The Collected Poems of Christy Brown (posthume Zusammenstellung seiner drei Bücher mit Gedichten)
– 1992 – Posthume Zusammenstellung seiner Abschlussarbeit.

All seine Werke verkauften sich und aus dem Erlös ließ er sich ein speziell angefertigtes Haus in Dublin bauen. Eine verheiratete Amerikanerin namens Beth Moore hatte ihm Briefe geschrieben. Beide trafen sich und es entwickelte sich eine Affäre. Obwohl sie geplant hatten zu heiraten, gemeinsam in ihr neues Zuhause zu ziehen und sie ihrem Ehemann von den Plänen erzählt hat, begann Christy eine Affäre mit der Engländerin Mary Carr, die er auf einer Party in London kennengelernt hatte. Sie war es die er schließlich 1972 heiratete. Gemeinsam zogen sie nach Storey Lane, Rathcoole. Er malte, schrieb Romane und Gedichte. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich und er starb im Alter von 49 Jahren. Man stellte erhebliche Blutergüsse an seinem Körper fest, das viele glauben seine Frau habe ihn misshandelt. Es heißt sie war Alkoholikerin und untreu.