True Story

Der große Trip – Wild – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2014.

Der große Trip - Wild

Der Film beruht auf den Erfahrungen der US-Amerikanerin Cheryl Strayed, die sie in ihrem Buch „Der große Trip; Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst“ niederschrieb.

Cheryl Strayed wurde 1968 in Spangler, Pennsylvania, geboren. Als sie fünf Jahre alt war zog ihre Familie nach Chaska, Minnesota. Ein Jahr darauf kam es zur Scheidung ihrer Eltern.
Im Alter von 13 Jahren zog sie mit ihrer Mutter, ihrem Stiefvater und den beiden Geschwistern Karen und Leif in das ländliche Aitkin County. In ihrem Haus gab es die ersten Jahre weder Strom noch fließendes Wasser. Sie besuchte die McGregor High School und war während ihrer Schulzeit Ballkönigin und Cheerleader. Sie litt an einer Essstörung die sie während ihrer Zeit am College in den Griff bekam. Danach besuchte sie die University of St. Thomas, wechselte an sie Universität von Minnesota, wo sie ihren Abschluss machte.

Im März 1991 verstarb ihre Mutter im Alter von 45 Jahren unerwartet an Lungenkrebs. Ihre Mutter war die zentrale Figur ihres Lebens.
Cheryl Strayed hat den Tod ihrer Mutter nur schwer verkraftet und dadurch auch ein wenig die Orientierung verloren. Sie schreibt über ihre Trauer und ihren Schmerz. Zu ihrem Vater hatte sie keine Beziehung, sie und ihre Geschwister lebten sich ebenfalls auseinander.

„In meiner unendlichen Trauer begann ich, mein eigenes Leben zu zerstören.“ Sie hatte früh geheiratet und trennte sich von ihrem Ehemann, fing Affären mit anderen Männern an und begann Drogen zu nehmen. Sie war Anfang 20 und wie viele in ihrem Alter versuchte sie herauszufinden, wer sie war und welchen Weg sie gehen soll. Sie fühlte sich verloren und beschloss eine Wanderung zu machen um sich dabei wiederzufinden. So entschied sie sich zu der Wanderung auf dem Pacific Crest Trail, eine der härtesten Wandertouren in den USA. Ein Fernwanderweg mit insgesamt 4279 Kilometern Länge, von der mexikanischen zur kanadischen Grenze.
Für sie galt es eine Strecke von 1600 Kilometern zu bewältigen. 1995 war es soweit, sie machte sich auf den Weg. Es war wesentlich härter als sie es erwartet hatte. Schon am ersten Tag am Rand der Mojave-Wüste wurde ihr klar, wie naiv und unerfahren sie war.

Sie musste eine Menge lernen und sich an die körperlichen Herausforderungen gewöhnen. Hinzu kamen jegliche Arten des Wetters, Hitze, Kälte, Schnee, Sturm und Regen. Am meisten zu kämpfen hatte sie mit der unbarmherzigen Sonne. Es war unsäglich heiß, das sie dachte sie könne keinen Schritt mehr tun. Sie hatte keine Wahl, sie musste weiter. Ihre Tour führte von Mojave in Kalifornien zur Brücke der Götter bei Portland, Oregon.
Sie war drei Monate unterwegs und diese Tour, so sagt sie, habe ihr die Augen geöffnet und sie empfand diese als therapeutisch.
Sie sagte sich, du kannst und schaffst das, sei stark und mutig.
Auch die Natur gab ihr die Kraft die sie brauchte, es galt Dinge zu sehen, zu entdecken, wie dem Krater des Vulkans Mount Mazama in Oregon, der zu den außergewöhnlichsten Seen der Welt zählt.

Konfrontiert wurde sie aber auch mit Tieren, wie Bären und Klapperschlangen.
Ihre dreimonatige Tour hat sie zu ihrer alten Stärke zurückgebracht. Sie verlor 15 Kilogramm an Körpergewicht und einige Zehennägel. Ihre Gelenke schmerzten, allein durch das Gewicht ihres Rucksacks.
„Immer wieder begegneten mir Menschen, deren Herzlichkeit ich nie vergessen werde.“ In den ersten 11 Tagen war sie niemandem begegnet.
„Ich habe gelernt, den Tod meiner Mutter zu akzeptieren und damit zu leben.“
1999 heiratete sie den Filmemacher Brian Lindstrom. Sie haben zwei Kinder und leben in Portland, Oregon.