True Story

Chicago Massaker-The St. Valentine’s Day Massacre – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1967.

Chicago Massaker

Der Film basiert auf dem Valentinstag-Massaker, Saint Valentine’s Day Massacre, einer Erschießung von sieben Personen am 14. Februar 1929, die Teil eines Bandenkrieges zwischen Mobstern in Chicago war. Man spricht hier auch von der Al Capone True Crime Story.

Mobster sind Personen die im organisierten Verbrechen tätig sind und Angehörige der Cosa Nostra, ein amerikanischer Ableger der sizilianischen Mafia, oder der jüdisch-amerikanischen Kosher Nostra. Bei den Opfern handelte es sich um Mitglieder und Assoziierte aus dem Umfeld der North Side Gang. Obwohl sich keine Prominenten unter den Opfern befanden, erlangte die Tat aufgrund der Tatausführung und der dabei ausgeübten Brutalität große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und in den Medien.

Ein fünfköpfiges Killer-Team fuhr am 14. Februar 1929 in zwei schwarzen Limousinen, die denen der Chicagoer Kriminalpolizei täuschend ähnlich sahen, um 10.30 Uhr an einer Garage in der 2122N. Clark Street vor, welche der S-M-C Cartage Company gehörte. Die S-M-C war eine Scheinfirma der North Side Gang unter Bugs Moran, die vorgab, ein Umzugsunternehmen zu sein. Drei der Killer trugen Polizeiuniformen und inszenierten eine Razzia. In der Garage trafen sie auf sieben Personen, welche mehr oder minder der North Side Gang zuzurechnen waren. Diese ließen sich widerstandslos entwaffnen und an die Wand stellen, da sie glaubten sie haben es mit der Polizei zu tun.

Gegen 10.40 Uhr eröffneten sie das Feuer mit zwei Thompson-Maschinenpistolen und schossen alle sieben Personen nieder. Bei ihrer sofortigen Flucht täuschten die Mörder eine Verhaftung vor, indem die beiden nicht uniformierten Täter von den uniformierten mit erhobenen Händen abgeführt wurden.

Aufgrund des Lokalen Charakters der Tat wurde der Fall nicht vom FBI bearbeitet und verblieb bei der Polizei von Chicago. Schnell kamen einige Theorien über den Hintergrund der Tat in Umlauf. Aufgrund der Verwendung von Polizei-Uniformen entstand das Gerücht, korrupte Polizisten hätten den Mord ausgeführt. Es wurde auch spekuliert, dass es sich um eine interne Abrechnung innerhalb der North Side Gang gehandelt hätte, da die Gusenberg-Brüder bereits in der Vergangenheit einige Entführer von Alkoholtransportern umgebracht hatten.

Eigentlich war geplant Bugs Moran zu ermorden. Dieser näherte sich dem Tatort als die Aktion schon lief und konnte somit flüchten. Bezogen auf das Motiv war dieses Massaker ein Fehlschlag. Al Capone konnte als mutmaßlicher Drahtzieher nicht angeklagt werden, er befand sich zur Tatzeit im Urlaub in Florida.

Als die bis heute fundierte Theorie wird die Auseinandersetzung der North Side Gang mit dem Chicago Outfit, der italienischstämmigen Verbrechern angesehen. Eine weitere These besagt, dass die Opfer eine Schmuggelladung von Abo Bernstein und seiner Purple-Gang erwarteten, es sich jedoch um eine Falle von Al Capone gehandelt haben soll, der mit der Purple-Gang zusammenarbeitete. Wegen ihrer Vergangenheit als Auftragskiller der Genna-Familie und ihrer aktuellen Zugehörigkeit zum Chicago Outfit wurden auch John Scalise und Albert Anselmi befragt.

Scalise und Jack McGurn wurden angeklagt. Wenige Tage nach der Anklage wurden Scalise, Anselmi und Joseph Giunta tot aufgefunden. Alle drei sollen von Al Capone persönlich mit einem Baseballschläger niedergeschlagen und dann erschossen worden sein. Die drei galten als potentielle Überläufer. 1930 erstellte man eine Liste seitens der Polizei, mit 28 Leuten die als Staatsfeinde, Public Enemy, gesehen wurden. Diese Aufmerksamkeit erhöhte den Verfolgungsdruck auf die dort genannten enorm. Somit wurde Al Capone zum Staatsfeind Nummer eins.

Alle sieben der Opfer wurden identifiziert;
Der 25-jährige Automechaniker John May, Adam Heyer (um die 40) alias Frank Snyder, der für Moran eine Hunderennbahn betrieben hatte, Albert Kachalleck (39) alias James Clark, Beteiligter an einem Mord und Freund von Al Capone, Peter Gusenberg (40), der Auftragsmörder Frank Gusenberg (36), Reinhard H. Schwimmer (29), ein Optiker der zum Umfeld der Mobster gehörte und Albert R. Weinshank (36) ein enger Vertrauter Morans.