True Story

Welcome to New York – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2014.

Welcome_to_New_York_(2014)

Der Film basiert auf der Affäre des ehemaligen französischen geschäftsführenden Direktors des internationalen Währungsfonds, Dominique Strauss-Kahn. Er war IWF-Chef, rettete Pleitestaaten und hatte beste Chancen auf Frankreichs Präsidentenamt. Dann ruinierte ein Sex-Skandal seine Karriere. Er galt als einer der mächtigsten Männer der Welt.

Im Mai 2011 war er nach dem Vergewaltigungsvorwurf eines New Yorker Zimmermädchens als Chef des internationalen Währungsfonds zurückgetreten.
Es kam zu einem Prozess, der jedoch wegen Zweifeln an der Glaubwürdigkeit der Frau eingestellt wurde. In einem Zivilverfahren kam es zu einer außergerichtlichen Einigung. Seine politische Karriere erklärte er für beendet.

Das Zimmermädchen warf ihm vor, er habe sie zum Oralverkehr gezwungen, als sie im Mai 2011 zum Putzen in sein Hotelzimmer gekommen sei. Für Dominique Strauss-Kahn war es eine private Reise nach New York, wo er im Sofitel Luxushotel ein Zimmer gemietet hatte. Das es zu einem sexuellen Kontakt zwischen den beiden kam, gilt als erwiesen. Er meine jedoch es sei zu einvernehmlichen Sex gekommen. Am 14. Mai 2011 wurde Strauss-Kahn am John F.Kennedy International Airport in New York festgenommen. Durch die New Yorker Staatsanwaltschaft kam es zu einer Anklage, wegen versuchter Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Freiheitsberaubung des Zimmermädchens.
Eine Freilassung gegen Kaution wurde abgelehnt, mit der Begründung es bestehe Fluchtgefahr.

Am 19. Mai entschied das Gericht das Strauss-Kahn gegen Auflagen und einer Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 6 Millionen Dollar einen Tag darauf aus der Haft entlassen wird. Seitdem stand er unter Hausarrest und wurde rund um die Uhr bewacht. Zudem musste er eine elektronische Fußfessel tragen.
Bei dem Prozessauftakt am 6. Juni plädierte Strauss-Kahn auf nicht schuldig. Verteidigt wurde er durch den namhaften Rechtsanwalt Benjamin Brafman.
Die Affäre um das Zimmermädchen, der aus Guinea stammenden Nafissatou Diallo, endete eineinhalb Jahre nach seiner vorübergehenden Festnahme in den USA.
Mit der außergerichtlichen Einigung vermieden beide Seiten einen langwierigen Prozess. Das Zimmermädchen hatte eine Entschädigung in nicht genannter Höhe gefordert. Über die Details der Einigung wurde ein Stillschweigen vereinbart.

Dominique Strauss-Kahn kehrte nach Frankreich zurück. Hier erwarteten ihn ebenfalls juristische Unannehmlichkeiten. Die französische Justiz ermittelte im Zusammenhang mit Sex-Partys wegen bandenmäßig organisierter Zuhälterei.
Strauss-Kahn äußerte sich in einem Fernsehinterview, er habe eine „unangemessene Beziehung“ zur Angestellten des Hotels gehabt, jedoch habe keine strafbare Handlung stattgefunden, weder Gewalt noch Zwang sei im Spiel gewesen.

Seine Frau Anne Sinclair trennte sich von ihm. Seine Sex-Eskapaden waren zu viel für sie. Die sexuelle Begegnung mit dem New Yorker Zimmermädchen war kein Einzelfall. Man spricht von mehreren Sex-Partys, hüben wie drüben an denen er teilgenommen hatte.
Das war das Ende eines Politikers der seinen sexuellen Bedürfnissen vor aller Augen offenbar sozial ungehemmt nachgegangen ist.