True Story

Der Erste nach Gott – russisches Drama, Kriegsfilm aus dem Jahr 2005.

Der Erste nach Gott

Der Film beruht auf wahren Ereignissen aus dem Leben des sowjetischen U-Boot-Kapitäns Alexander Iwanowitsch Marinesko.

Alexander Iwanowitsch Marinesko (1913-1963), war U-Boot Kommandant im Zweiten Weltkrieg, ein sowjetischer Marineoffizier des U-Bootes S-13.
Mittels Torpedos versenkte er das deutsche Fahrgastschiff die MV Wilhelm Gustloff, wobei mehr als 9000 Menschen starben. Die meisten von ihnen Zivilisten, die auf der Flucht waren, da die Rote Armee auf dem Vormarsch war. Marinesko ließ die Mannschaft seines 47-Köpfigen U-Bootes antreten. Er teilte ihnen mit, das sie ein deutsches Schiff mit großer Bewachung entdeckt haben. Er fragte die Männer was sie denn tun wollen und so entschieden sie sich das Schiff anzugreifen.
Marinesko wurde als Sohn eines rumänischen Seemanns und einer Ukrainerin am 15. Januar 1913 in Odessa geboren.

In den Jahren 1920 bis 1926 besuchte er die Schule. Er entschied sich schon in jungen Jahren zur See fahren zu wollen. Im Alter von 17 Jahren ließ er sich zum Matrosen ausbilden. Bei der sowjetischen Schwarzmeerflotte erhielt er die Ausbildung und wurde später zur Baltischen Flotte versetzt. Er verrichtete seinen Dienst als zweiter und dritter Offizier auf den Schiffen Illitsch und Rote Flotte. Als er zur Baltischen Flotte versetzt wurde, diente er als Navigator. 1936 wurde er zum Leutnant befördert. Zwei Jahre darauf war er bereits Oberleutnant.
Da er und seine Mannschaft auf dem U-Boot M-96 bei einer militärischen Übung als Beste der Flotte abgeschnitten hatten, wurde ihm eine Medaille verliehen und man beförderte ihn zum Kapitänleutnant.

Sein U-Boot M-96 wurde am 12. Februar 1942 von einer deutschen Granate getroffen. Das Boot war erheblich beschädigt und die Reparatur dauerte vier Monate. Dies ärgerte ihn und er begann Trost im Alkohol zu suchen. Dennoch war er mit seiner Mission erfolgreich und hatte das deutsche Schiff Helena versenkt.
1943 wurde er auf das U-Boot S-13 versetzt, ein moderneres Boot, mit einer Länge von 78 Metern. Im Oktober 1944 entdeckte er das deutsche Transportschiff Siegfried. Er lies vier Torpedos abfeuern, die allerdings ihr Ziel verfehlten. Dies zwang ihn aufzutauchen und es mit dem Deckgeschütz zu befeuern, wodurch die Siegfried es schaffte den Hafen von Danzig zu erreichen.
Marinesko hingegen meldete dessen Versenkung und auch wie bei der Helena gab er eine viel zu hohe Zahl der Bruttoregistertonnen an.

In der Neujahrsnacht 1945 erschien er nicht zum Dienst und vergnügte sich stattdessen mit einer Schwedin. Er wurde bereits als Deserteur gesucht und man wollte ihn vor ein Kriegsgericht bringen. Man verzichtete jedoch auf eine Anklage, da sonst das U-Boot S-13 nicht einsatzbereit gewesen wäre. Daher bekam er eine neue Mission zugeteilt, um seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Hierbei kam es zur Versenkung der Wilhelm Gustloff. An Bord befanden sich 10.000 Menschen wovon 9.000 den Tod fanden. Vier Torpedos wurden von S-13 abgefeuert, wovon drei ihr Ziel trafen.
Bis heute stellt die Versenkung der Wilhelm Gustloff die größte Katastrophe der Seefahrtsgeschichte dar. Man sieht es als eine Tragödie des Krieges.

Am 10. Februar feuerte Marinesko mit seinem S-13 zwei Torpedos auf das deutsche Luxus-Passagierschiff Steuben ab. Das Schiff kenterte ebenfalls und es starben, so schätzt man, 4270 Menschen. Das Schiff hatte er eigentlich für den Kreuzer Emden gehalten.
Auch wenn sich Marinesko einen Namen gemacht hatte, so wurde er nicht mit dem Titel Held der Sowjetunion ausgezeichnet. Er erhielt die Auszeichnung Rotbannerorden, was ihn zutiefst beleidigte. Bei seiner nächsten Mission hat er kein weiteres Schiff versenkt. Man zog ihn vom U-Boot ab und versetzte ihn an Land. Hier verfiel er immer mehr dem Alkohol. Er wurde schwer krank und verstarb 1963.
1990 verlieh man ihm posthum den Titel Held der Sowjetunion.