True Story

Phar Lap – Legende einer Nation – australisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1983.

Phar Lap-Legende einer Nation

Der Film basiert auf der wahren Geschichte des australischen Rennpferdes Phar Lap.
Das Pferd wurde am 4. Oktober 1926 in Neuseeland geboren. Der spätere Besitzer des Pferdes, der Australier Harry Telford (1877-1960) trainierte dieses Pferd.
Phar Lap wurde zu einem der bekanntesten und erfolgreichsten Rennpferde. Er dominierte sämtliche Rennen. Der Wallach gewann den Melbourne Cup, zwei Cox Plates, ein Australien Derby und 19 weitere Pferderennen. Außerdem konnte er ein Rennen in Tijuana, Mexiko, für sich entscheiden. Phar Lap starb 1932 nach einer plötzlichen und mysteriösen Krankheit.

Harry Telford war mit Pferden aufgewachsen. Ihn faszinierten Rennpferde und er verbrachte unzählige Stunden um diese Pferde zu studieren. Eine Karriere als Pferdetrainer schien unvermeidlich. Er zog nach Sydney und etablierte sich in seinem Geschäft. Er kaufte ein Pferd, welches man später Phar Lap nannte, zu einem sehr geringen Preis. Ein Schnäppchen mit dem er später noch viel Geld verdienen sollte. Das Pferd wurde in einer Transportkiste vom Schiff am Hafen von Sydney entladen.
Das große schlaksige Tier sah nicht gerade wie ein Champion aus, das Gesicht war voller Warzen. Ihm war es peinlich und als der Geschäftsmann und Besitzer des Pferdes David Davis diesen Kauf sah, musste es folglich zu Problemen kommen. Er war wütend und wollte nichts mit dem Pferd zu tun haben. Beide einigten sich auf einen Deal. Telford wolle sich drei Jahre um das Tier kümmern, sämtliche Kosten für Ausbildung, Futter und Stallung übernehmen. Im Gegenzug würde er zwei Drittel der Gewinne kassieren, wenn es denn welche geben würde.

Telford stand kurz vor der Pleite und hatte mit dem Pferd auch ein gewisses Risiko in Kauf genommen. Er war zuversichtlich aus diesem Pferd einen Champion zu machen. 12 Monate harter Arbeit standen bevor. Somit wurde der Hengst kastriert um ihn noch schneller zu machen.
Tommy Woodcock (1905-1985) war Stalljunge und arbeitete für Harry Telford. Tommy und das Pferd Phar Lap waren unzertrennlich. Vor den großen Rennen schlief er sogar vor dem Stall des Pferdes. Es wurde gesagt, das Phar Lap das Futter verweigerte wenn es ihm nicht von Tommy gegeben wurde.
Harry Telford besaß mehrere Rennpferde. Er kaufte sich vom Gewinn den ihn Phar Lap eingebracht hatte, ein Anwesen in Mentone Braeside, Victoria. Er investierte sehr viel in seine neue Trainingsanlage. Da er hier seinen Verpflichtungen nachkommen musste, sich um seine Tiere zu kümmern, konnte er die Reise nach Amerika im Jahr 1932 nicht antreten. Er hatte zunächst auch seine Bedenken das Pferd bei diesem Rennen antreten zu lassen.

Das Rennen war eigentlich in Mexiko, jedoch die Unterkunft gleich hinter der Grenze, südlich von San Diego. Der Geschäftsmann David Davis hatte darauf bestanden, schließlich ging es hierbei um ein Preisgeld von 100.000 Dollar.
Telford hatte somit Tommy Woodcock zum Verantwortlichen und Trainer des Pferdes während dieser Zeit ernannt. So begann die Reise nach Amerika mit einer fünfwöchigen Pause in Neuseeland. Die Neuseeländer hatten nicht vergessen wo dieses Pferd einst auf die Welt gekommen war. In den Vereinigten Staaten angekommen, liefen sämtliche Vorbereitungen für das Rennen. Dabei spielte Geld für Tommy nie eine Rolle, er wollte das es dem Pferd gut geht und den Amerikanern zeigen was man aus diesem Pferd gemacht hat, einen Champion. Phar Lap war auf einen Stein getreten und hatte sich verletzt, konnte das Rennen dennoch antreten. Er gewann auch dieses Rennen. Für die Australier war es Erleichterung und Freude zugleich.

Am 6. April 1932 kam die schockierende Nachricht, Phar Lap ist tot. Tommy war überzeugt das das Pferd vergiftet worden war. Später bestätigte sich dieser Verdacht, es war eine Arsenvergiftung. Jedoch konnte nie geklärt werden auf welche Weise das Pferd das Arsen aufgenommen hatte. Phar Lap wurde präpariert und kann heute in der australischen Nationalgalerie besichtigt werden.