True Story

Redemption – Früchte des Zorns – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2004.

Redemption-Früchte des Zorns

Der Film basiert auf dem Leben von Stanley Tookie Williams, der zusammen mit Raymond Washington die Los Angeles-Straßengang „Westside Crips“ gründete.
Stanley Williams (1953-2005), seine Mutter war gerade 17 Jahre alt, als er 28. Dezember 1953 geboren wurde. Sein Vater hatte die Familie verlassen als er ein Jahr alt war.

1959 zog die Mutter mit ihm nach Los Angeles. Schon als Kind hing er in verlassenen Häusern rum, sah Erwachsene die Alkohol tranken, Drogen konsumierten und Hundekämpfe veranstalteten. Er selbst nahm an Straßenkämpfen teil, um etwas Geld zu verdienen. Im Lauf seiner Jugend hatte er bereits den Ruf eines bösartigen Straßenkämpfers.
Im Alter von 12 Jahren trug er stets ein Messer bei sich, um sich zu schützen. Nun begann jedoch auch der Einstieg in die illegalen Drogen. Als Jugendlicher hatte er Kontakte zu Zuhältern mit denen er einige Deals mit Geld und Drogen vereinbart hatte.

Er flog von der Schule und hatte einige Zeit im Jugendgefängnis verbracht.
In den späten 1960er Jahren stieg die Jugendkriminalität und neue Jugendbanden hatten sich gegründet. Zunächst verachtete er die räuberischen Straßengangs wegen ihrer Bösartigkeit. Er verschaffte sich jede Menge Respekt gegenüber anderer Krimineller, die Anführer ihrer eigenen kleinen Cliquen waren.
Mit 15 Jahren lernte er Donald „Doc“ Archie kennen. Dieser war in der Gang Westside. Hier respektierte man Williams, da er jemanden verprügelte, der seine Mutter beleidigt hatte. Durch seinen gewalttätigen Ruf wurde er Anführer der Westside-Gang.
1969 wurde er wegen Autodiebstahls verhaftet und inhaftiert. Im Gefängnis verbrachte er seine Zeit mit Gewichtheben was sein Interesse am Bodybuilding entfachte. Als er 1971 entlassen wurde, fühlte er sich physisch größer und stärker. Man fragte ihn was er denn nun tun wolle, und er antwortete; „Ich werde der Anführer der größten Gang der Welt.“

Stanley Williams lernte Raymond Washington kennen, der ursprünglich die Straßengang Crips gegründet hatte und von anderen Gangs gefürchtet wurde. Die Clique hatte man gegründet um Schwarze vor Rassismus und sich vor Korruption und Brutalität der Polizei zu schützen. Viele andere Gangs schlossen sich den Crips an. Aus diesem Zusammenschluss entstanden die Westside Crips. Andere hingegen widerstanden dem und bildeten eine Allianz, eine Gang namens Bloods, die zu den schärfsten Rivalen wurde.
Ray Washington wurde 1979 ermordet. 1981 wurde Williams wegen vier Morden, die er 1979 bei zwei Überfällen begangen hat, zum Tode verurteilt. Anfangs verweigerte er jegliche Zusammenarbeit mit den Behörden, insbesondere was die Crips anging. Er war an mehreren Ausbruchsversuchen und Übergriffen auf Sicherheitsbeamte und anderer Insassen beteiligt.

Im Jahr 1993 änderte sich sein Verhalten. Er schrieb Bücher gegen Gewalt, Gangs, Drogen und Rassismus. Sogar Kinderbücher verfasste er, in denen er vor Bandenkriminalität warnt. Bis zu seiner Hinrichtung bestritt er vehement, die ihm vorgeworfenen Morde begangen zu haben. Für die Gründung der Crips hatte er sich öffentlich entschuldigt. Laut dem Gerichtsurteil hat Williams den Angestellten Albert Owens während des Überfalls auf einen Laden getötet. Außerdem wurde ihm der Mord des Ehepaares Yen-Y; Yang und Tsai-Shai Yang sowie deren Tochter Yee-Chen Lin zur Last gelegt. Alle Opfer starben durch Schüsse einer Waffe die Williams gehörte.
Laut Zeugenaussagen hatte Williams damit auch geprahlt.

Seine Anwälte reichten beim Kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger ein Gnadengesuch ein. Die verhängte Todesstrafe sollte in eine lebenslange Haftstrafe umgewandelt werden, wofür sich viele einsetzten, darunter Laurence Fishburne, Snoop Dogg, Danny Glover uvm. Das Gnadengesuch wurde abgelehnt. Williams wurde am 13. Dezember 2005 mittels Giftspritze hingerichtet. Schwarzenegger kannte keine Gnade, obwohl auch 50.000 Menschen eine Petition unterzeichnet hatten.
Williams wurde mehrfach aufgrund seiner Bücher für den Friedens-und Literaturnobelpreis vorgeschlagen.