True Story

Prison Escape – Der Tunnel der Knochen – argentinisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2011.

Prison Escape

Es heißt der Film beruht auf einer wahren Geschichte, wobei die Handlung des Films eine fiktionalisierte Geschichte ist.
Dezember 1991 in Argentinien; Sieben Schwerverbrecher sind aus einem der sichersten Gefängnisse entkommen. Sie gruben einen Tunnel und fanden darin unzählige Knochen.
Fakt ist das politische Gefangene während der Diktatur ermordet wurden. Argentinische Militärdiktatur (1976-1983), in der es geheime Gefängnisse gegeben hat.

Jedoch gab es hier ein reales Ereignis welches zur Inspiration beigetragen hat. Einem Ereignis im Devoto Gefängnis. Hier kam es am 14. März 1978 zu der sogenannten Matratzenaufruhr im Zellenblock 7, ausgelöst durch die damalige Diktatur. Häftlinge hatten Matratzen angezündet was zu einer der größten Tragödien des Landes führte. 61 Menschen starben und 85 wurden teils schwer verletzt. In diesem Gefängnis wurden Politische Gefangene getötet. Fast alle Unruhen begannen durch gescheiterte Fluchtversuche, so ein damaliger Aufseher. Es war dramatisch, niemand konnte fliehen, Türen und Fenster waren verschlossen. Gefangene hatten Bettwäsche, Kissen und Matratzen angezündet, eigentlich nur als ein Zeichen der Unterstützung eines anderen Gefangenen. Dieser Gefangene hatte zuvor einen Streit mit einem der Wärter, dieser den Gefangenen gewarnt hatte, weil er sich weigerte den Fernseher auszuschalten.

Schon nach wenigen Wochen wurde klar, dass die neue Regierung das Ziel der Subversionsbekämpfung mit aller Härte verfolgen würde. Es wurden geheime Haftanstalten eingerichtet, die später mit den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten verglichen wurden. In den etwa 340 landesweit verteilten Einrichtungen wurden oft mehr oder weniger willkürlich ausgewählte „Verdächtige“ ohne Prozess monate-oder jahrelang festgehalten. Fast alle Festgehaltenen wurden systematisch gefoltert. Nur ein Bruchteil wurde wieder freigelassen, die meisten jedoch ermordet. Schwangere Frauen wurden zum Teil getötet, nachdem sie ihr Kind zur Welt gebracht haben.

Das größte dieser Geheimgefängnisse war die Technikschule der Marine (ESMA) in Buenos Aires, wo während der Diktatur etwa 5000 Menschen gefoltert und ermordet wurden. Die Regierung kooperierte gleichzeitig mit zahlreichen kriminellen Todesschwadronen, die geduldet aber auch unterstützt wurden.
Unter den politischen Gefangenen gab es auch einige Selbstmorde. Andere wurden entführt und getötet.

Friedhöfe mit unzähligen namenlosen Gräbern und Krematorien der Militärjunta erklären das einige Leichen nie identifiziert oder gefunden wurden.
Am Anfang konnte das Regime einen relativ großen Zuspruch in der Bevölkerung erhalten, da diese von der Regierung Isabel Perón enttäuscht war und es zunächst zu einer kurzzeitigen Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation kam.
Der ehemalige argentinische General Luciano Benjamin Menéndez war Angehöriger der Militärdiktatur und verantwortlich für zahlreiche Verbrechen gegen Oppositionelle. Er hatte angekündigt; „Wir werden 50.000 Menschen töten müssen. 25.000 Subversive, 20.000 Sympathisanten und wir werden 5.000 Fehler machen.“