True Story

Shergar – Das Rennpferd – britisch-amerikanisches Drama aus dem Jahr 1999.

Shergar-Das Rennpferd

Der Film beruht auf der Geschichte von Shergar, einem irischen Rennpferd. Der Hengst wurde 1978 geboren und gewann 1981 das 202. Epsom Derby, einem der renomiertesten und höchstdotierten Pferderennen in Großbritannien.
Shergar war ein Hengstfohlen mit einer markanten weißen Flamme am Kopf. 1981 wurde das Pferd als Europäisches Pferd des Jahres ausgezeichnet.
Am 8. Februar 1983 wurde das Pferd vom Gestüt Ballymany Stud, in der Nähe von Curragh, der Grafschaft County Kildare in Irland, gestohlen und nie wieder gesehen. Die Täter die das Pferd entführten waren maskiert und bewaffnet. Was mit dem Tier später geschah bleibt ein Geheimnis.

Shergar hatte 1981 mehrfach Rennen gewonnen, wie dem Guardian Classic Trial, Chester Vase, Epsom Derby, Irish Derby und den K. George Vl&Q. Elizabeth Stakes. Somit wurde Shergar eines der berühmtesten und wertvollsten Pferde der Welt. Das irische Derby hatte er mit einem Vorsprung von 500 Metern gewonnen. Besitzer des Pferdes war Aga Khan IV, seine Hoheit, der Prinz Shah Karim Al Hussaini, ein britischer Geschäftsmann, Rennstallbesitzer und Züchter. Trainiert wurde das Pferd von Michael Stoute. Zu jener Zeit schätzte man den Wert des Pferdes auf 10 Millionen Pfund. Shergar galt als ein gesunder und kräftiger Musterhengst. Jeder Trainer träumte davon solch ein Tier trainieren zu dürfen.

In der Nacht zum 8. Februar 1983 wurde Shergar aus seinem Stall entführt. Das auffällige Pferd wurde auf einen Pferdetransporter verladen und weggebracht. Den Stallmeister James Fitzgerald hatte man gezwungen ihnen dabei zu helfen. Während man das Tier abtransportierte, fuhr man mit dem Stallmeister drei Stunden durch die Gegend, bevor man ihn an einer Straße rausgeworfen hatte. Aus unerklärlichen Gründen erfuhr die Polizei erst fünf Stunden später von diesem Verbrechen. Ehe man nun noch zwei Minister unterrichtet hatte, die Anweisungen gaben, vergingen acht Stunden, bevor die Suche nach dem Pferd überhaupt eingeleitet wurde. Man durchsuchte sämtliche Stallungen, jede Scheune im ganzen Land. Spekulationen kamen auf, wer für diese Entführung verantwortlich sei.

Der Verdacht fiel sofort auf die IRA, um mit dem eventuell erpressten Geld Waffen zu kaufen. In den Medien gab es gewisse Spekulationen über eine bevorstehende Lösegeldforderung. Die Entführer meldeten sich und forderten Verhandlungen mit drei Journalisten die bei Pferderennen berichtet hatten, John Oaksey, Derek Thompson und Peter Campling. Die drei sollten sich am Abend im Londoner Europa Hotel einfinden. Thompson erhielt um drei Uhr morgens einen Anruf, ob er bereit wäre nach Belfast zu kommen. Er und seine Kollegen, begleitet von einem Kamerateam, wurden von mehreren Neugierigen und anderen Kamerateams am Flughafen in Belfast begrüßt. Einige Meilen außerhalb von Belfast, als sie mit ihrem Auto auf einer einspurigen Straße unterwegs waren, wurden sie von fünf Männern mit Sturmhauben gestoppt. „Sind sie Derek Thompson?“ „Ja!“ „Wir sind von der Polizei.“

Die Polizei begleitete die Gruppe zu einem Bauernhaus, das dem Züchter und Trainer von Rennpferden Jeremy Maxwell gehörte. Dort telefonierte Thompson mit den Entführern. Diese forderten nun 40.000 Pfund. Man wartete auf weitere Anrufe der Entführer. Nach etwa sechs Stunden klingelte das Telefon, Thompson ging ran und bekam zu hören; „Das Pferd hatte einen Unfall, es ist tot.“ Man hörte nie wieder etwas von Shergar. Niemand weiß was mit dem Tier geschehen ist. Auch hier gibt es Spekulationen, das die Entführung ein Racheakt von einem anderen Züchter sei, oder es einem Züchter lediglich um das Sperma des Tieres ging. Shergar wurde nie gefunden.