True Story

Insider – amerikanisches Drama, Thriller, Biografie aus dem Jahr 1999.

Insider

Der Film basiert auf der Geschichte des Chemikers Jeffrey Wigand, dieser im Tabakkonzern Brown & Williamsen in der Abteilung für Forschung und Entwicklung tätig war. Der Tabakkonzern gehört zu British American Tobacco, dem zweitgrößten privatwirtschaftlichen Tabakunternehmen weltweit.
Der Konzern mit Hauptsitz in London ist in 180 Ländern vertreten und hat mehr als 200 Zigarettenmarken im Angebot.

Jeffrey Wigand wandte sich an Lowell Bergman, einem Reporter und Fernsehproduzenten der Sendung 60 Minutes, einem Nachrichtenmagazin. Er teilte ihm mit das man bei Brown & Williamsen das Gesundheitsrisiko der hergestellten Zigaretten verheimlicht hatte.
Als Vize-Präsident der Abteilung für Forschung und Entwicklung hatte er sein Wissen über diverse Praktiken bei der Herstellung von Zigaretten mitgeteilt. Das Tabakunternehmen hatte umfangreiche Kampagnen durchgeführt, jedoch dabei der Öffentlichkeit verschwiegen, dass das Rauchen süchtig macht und das dies Lungenkrebs verursacht.
So wurde Jeffrey Wigand zu einem der bekanntesten Whistleblower der amerikanischen Geschichte.

Der Konzern gibt Millionen von Dollar aus, um die Verhaltensweisen von Jugendlichen zu studieren. Dabei habe der Konzern nie die Absicht gehabt, Jugendliche als Raucher zu gewinnen, so der Konzern.
Eine Anti-Raucher Kampagne gelingt in den USA bei Kindern bis zur 6. Klasse. Danach sind sie auf sich gestellt und müssen selbst entscheiden. Viele von ihnen fangen mit dem Rauchen an.
Jeffrey Wigand nahm sich diesem Problem an und gründete die gemeinnützige Organisation Smoke Free-Kids. Er selbst kann nicht jede einzelne Schule besuchen, doch so hofft er das sein Programm Früchte trägt, um die Kinder und Jugendlichen vom Rauchen fern zu halten. Brown & Williamsen hatte absichtlich Zigaretten manipuliert, die Tabakmischung geändert und noch mehr Nikotin zugefügt. Sie haben stets bestritten das Nikotin suchtgefährdend sei.
Als Jeffrey Wigand dies öffentlich gemacht hatte, bekam er anonyme Morddrohungen und wurde zudem schikaniert.

Jeffrey Wigand wurde 1942 in New York City geboren. Aufgewachsen als ältester von fünf Kindern in einer fromm katholischen Familie. In der Schule galt er als sehr begabt, vor allem in Biologie und Chemie. Er träumte davon einmal Arzt zu werden. 1961 nach nur einem Jahr auf dem College trat er der United States Air Force bei. Stationiert war er in Misawa, einem amerikanischen Militärstützpunkt in Japan. Hier lernte er fließend Japanisch zu sprechen und bekam den schwarzen Gürtel in Judo.
Nach der Armeezeit, zurück in den USA setzte er seine Ausbildung fort. Hier macht er seinen Master in Chemie und sein Doktorstudium an der State University of New York in Buffalo.

Bevor er für den Tabakkonzern Brown & Williamsen tätig war, arbeitete er für Unternehmen wie dem Pharmakonzern Pfizer und dem Pharmaziehersteller Johnson & Johnson. Zudem war er auch für das Chemieunternehmen Union Carbide als Generaldirektor in Japan tätig. 1989 wurde er von Brown & Williamsen eingestellt. Am 24. März 1993 kam es zur fristlosen Kündigung. Man hatte ihn entlassen, weil er wusste, dass hochrangige Führungskräfte über die Zugabe von Additiven in Zigaretten Kenntnis hatten und das diese krebserregend sind und süchtig machen.

Vor allem der Pflanzenstoff Cumarin wurde zugefügt, der in größeren Mengen gesundheitsschädlich ist.
Danach arbeitete er als Lehrer für Chemie und Japanisch an der DuPont Manual High School in Louisville, Kentucky, wo man ihn als Lehrer des Jahres gewählt hatte. Er ist geschieden und Vater von drei Töchtern. Derzeit ist er mit der Autorin Elizabeth May verheiratet. Heute arbeitet er vorwiegend für seine Nonprofit-Organisation Smoke Free-Kids. Hier möchte er Kinder und Jugendliche zu einem rauchfreien Leben motivieren. Als Experte und Insider hält er weltweit Vorträge über den Tabakkonsum und der Herstellung von Tabakwaren.