True Story

Wüstenblume – deutsch-österrreichisch-französisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2009.

Wüstenblume

Der Film basiert auf der Geschichte von Waris Dirie, geboren 1965 in der Region Gaalkacyo in Zentral-Somalia.

Sie wuchs als Nomadenmädchen in der Wüste Somalias auf, als Fünfjährige eine Beschneidung erlitt und im Alter von 13 Jahren zwangsverheiratet werden sollte. Ihr zukünftiger Ehemann war wesentlich älter als sie, was sie zu einer Flucht durch die Wüste nach Mogadischu bewegte. Dort lebte sie bei ihrer Großmutter und später bei ihrer Tante.
Aber auch hier konnte sie nicht bleiben, da man ihre Flucht aus der Wüste nicht duldete. Einer ihrer Onkel, der in England als somalischer Botschafter tätig war, suchte ein Dienstmädchen. So verschlug es sie nach London und sie arbeitete in der somalischen Botschaft ohne Bezahlung.

Als ihr Onkel nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Somalia London verlassen musste, war auch sie gezwungen die Botschaft zu verlassen. Sie lebte nun in den Straßen Londons und kam in einem Heim, einem christlichen Verein Junger Menschen, unter.
Sie fand eine Arbeit als Reinigungskraft in einem Fastfood-Restaurant. Mittlerweile 18 Jahre alt, wurde sie von dem englischen Fotografen Terence Donovan entdeckt. Dies war der Auslöser für ihre bevorstehende Modelkarriere. Sie arbeitete für verschieden Weltmarken, wie Versage, Chanel, Cartier und vielen weiteren Marken.

1987 bekam sie eine Filmrolle im James Bond Film „Der Hauch des Todes.“
Als Model wurde sie zu einem Star in dieser Branche. Mit 14 Jahren hatte sie Afrika verlassen und feiert nun ihre Karriere als ein Topmodel. 1997 berichtete Waris Dirie erstmals der Journalistin Laura Ziv über das Trauma ihrer Beschneidung. Dies hatte ein weltweites Medienecho ausgelöst und es bewegte sie selbst dazu, gegen weibliche Genitalverstümmelung und die Unversehrtheit der Mädchen zu kämpfen. 1997 wurde sie UN-Sonderbotschafterin gegen weibliche Genitalverstümmelung.
Dies verkörpert sie auch in ihrer Autobiografie, die 1998 mit dem Titel Wüstenblume, Desert Flower, erschienen ist.

Den Titel hatte sie gewählt, weil ihr Name Waris Wüstenblume bedeutet. Es gelang ihr auf dieses Thema was sie beschreibt weltweit aufmerksam zu machen.
2001 erschien ihr zweites Buch mit dem Titel Desert Down, Nomadentochter. 2005 folgte das Buch Schmerzenskinder und 2007 ein weiterer Bestseller, Brief an meine Mutter.
Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und wurde für ihr Engagement geehrt und geschätzt.
Waris Dirie gründete die Waris Dirie-Foundation, die diese Praxis der Genitalverstümmelung durch Öffentlichkeits-und Netzwerkarbeit sowie Informationsveranstaltungen ein Ende setzen will.

2013 eröffnet sie als Schirmherrin gemeinsam mit dem Krankenhaus Waldfriede in Berlin ein medizinisches Zentrum.
Heute lebt sie mit ihrem Sohn Leon in Wien. Auch in ihrem Buch „Schwarze Frau, weißes Land“, erzählt sie ihre Geschichte und ihrem Schicksal als Flüchtling.