True Story

A is for Acid – britisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2002.

A Is For Acid

Der englischsprachige Film basiert auf dem britischen Serienmörder John George Haigh, auch bekannt als der „Vampir von London“ oder der „Säurebadmörder.“

John George Haigh (1909-1949) tötete in den 1940er Jahren in England sechs Menschen und löste die Leichen in einem Behälter mit Schwefelsäure auf. Haigh tötete nur aus einem Grund, Habgier. Er wurde für die Ermordung von sechs Personen verurteilt, obwohl er behauptete, neun getötet zu haben.
Geboren wurde John George Haigh am 24. Juli 1909 in Stamford, Lincolnshire. Seine Eltern waren sehr religiös und Befürworter eines strengen Lebensstils. Sie waren Mitglieder der Plymouth Brethren, einer religiösen protestantischen Gruppe, die auf die Bibel schworen. Sein Vater, ein Ingenieur, war sehr streng zu ihm.

Haigh behauptete später das ihn Alpträume aus seiner Kindheit plagten. Dennoch war Haigh sehr gebildet, erlernte das Klavierspielen und erhielt sogar zwei Stipendien an der Queen Elizabeth Grammar School und an der Wakefield Cathedral, wo er auch Chorknabe war. Seine Umgangsformen waren höflich, konnte sich gewählt ausdrücken und kleidete sich gern elegant. Dadurch fand er Arbeit als Verkäufer.

1934 heiratete er Beatrice Hamer. Kurze Zeit darauf trennte sie sich von ihm, da man ihn wegen Betruges festgenommen hatte. Während er im Gefängnis saß, kam seine Tochter zur Welt. Von diesem Zeitpunkt an wurde Haigh von seiner Familie geächtet. Wieder auf freiem Fuß zog er nach London und wurde Chauffeur von William McSwan, einem wohlhabenden Besitzer eines Vergnügungssalons, wo er nebenbei die Spielautomaten reparierte. Auch in den Folgejahren schlug er sich mit kriminellen Aktivitäten durchs Leben. Es folgte eine weitere Verurteilung wegen Betruges und vier Jahren Haft. Durch den Beginn des Zweiten Weltkrieges kam es zu einer vorzeitigen Entlassung.

Seine Betrügereien konnte er jedoch nicht lassen, was wieder zu mehreren Haftstrafen geführt hatte.
Im Gefängnis träumte er vom perfekten Mord und überlegte das es doch möglich sein muss den Leichnam vollständig verschwinden zu lassen und zwar mit Schwefelsäure. So experimentierte er mit Säure und Mäusen. Da ihm seine Betrugsmaschen wenig Geld bescherten, dachte er daran Menschen zu töten um so an ihre Besitztümer zu gelangen.
Am 9. September 1944 kam es zu seinem ersten Mord. Er tötete den Sohn seines ehemaligen Arbeitgebers. Er zertrümmerte den Schädel und legte die Leiche in eine Regentonne die mit Säure gefüllt war. Seine Eltern, Amy und William McSwan, die sich bereits Sorgen machten, sagte Haigh, ihr Sohn sei nach Schottland gegangen um sich vor der Einberufung zum Militär zu drücken. Einige Zeit später lud er die Eltern zu sich ein und erschlug diese. Auch hier löste er die Leichen mit Säure auf. Er fälschte Dokumente um so an das Vermögen der Familie zu gelangen.

Im Februar 1948 tötete Haigh das Ehepaar Dr. Archibald Henderson und dessen Ehefrau Rosalie. Kennengelernt hatte er die beiden als diese eine Immobilie verkaufen wollten. Unter einem Vorwand hatte er sie in seine Werkstatt gelockt. Die Leichen verschwanden wieder in der Säure. Ihm war es gelungen sich an ihrem Vermögen zu bereichern, verlor es aber bald beim Glücksspiel.

1949 tötete Haigh die 69-jährige wohlhabende Witwe Mrs. Durand-Deacon. Auch sie wurde erschossen und die Leiche in Säure aufgelöst. Eine Bekannte der alten Dame wurde misstrauisch und ging zur Polizei. Dabei hatte Haigh sie begleitet. Aufgrund seiner merkwürdigen Verhaltensweisen überprüfte man ihn. Bei der Durchsuchung seiner Werkstatt fand man die Handtasche der getöteten Witwe. Man fand auch ein Fass mit Schwefelsäure. Im Hinterhof wurde menschliches Fettgewebe gefunden das von der Säure nicht zersetzt wurde. Außerdem einige Knochen und Habseligkeiten der Opfer. Am 10. August 1949 wurde Haigh gehängt. Es heißt er habe nach dem Töten ein Glas Blut seiner Opfer getrunken. Er hatte versucht der Todesstrafe zu entgehen, indem er sagte er sei geisteskrank, um so in eine psychiatrische Anstalt zu kommen.