True Story

American Sniper – amerikanisches Kriegsdrama, Thriller, Biografie aus dem Jahr 2014.

American Sniper

Der Film beruht auf der Lebensgeschichte von Chris Kyle.
Christopher Scott „Chris“ Kyle (1974-2013), war ein US-Navy SEAL, ein Scharfschütze, der nach eigenen Angaben 160 Menschen tötete. Somit ist er laut dem amerikanischen Verteidigungsministerium der Scharfschütze mit den meisten Tötungen in der Geschichte des US-Militärs. Für seine Einsätze im Irak-Krieg wurde er mehrfach ausgezeichnet. Darunter zweimal den Silver Star, einem Orden für besondere Tapferkeit vor dem Feind, fünfmal den Bronze-Star, einer Medaille für herausragende Leistungen im Kampfeinsatz und einer verdienten Pflichterfüllung.

2009 wurde er ehrenhaft entlassen. Er schrieb seine Autobiografie American Sniper: The Autobiography of the Most Lethal Sniper in U.S. Military History, die 2012 veröffentlicht und zu einem Bestseller mit etwa 900.000 verkauften Exemplaren wurde. Für einige war er ein Held, andere hingegen, wie die Journalistin Lindy West vom The Guardian, sahen ihn als hasserfüllten Killer.
Ihm wurde Menschenverachtung und Sadismus vorgeworfen.

Chris Kyle wurde am 8. April 1974 in Odessa, Texas, geboren. Er wuchs auf einer Ranch auf und erlebte eine Kindheit die von vielen Outdoor-Aktivitäten geprägt war. Er liebte es Rehe und Fasane zu jagen. Sein Vater, Wayne Kenneth Kyle, hatte ihm ein Gewehr gekauft, da war er gerademal acht Jahre alt. Er besuchte die High School in Midlothian, Texas.

Nach der Schule widmete er sich dem Rodeo und arbeitete auf einer Ranch. Als er sich am Arm schwer verletzt hatte, musst er sein Interesse aufgeben. Er studierte zwei Jahre Landwirtschaft an der Tarleton State University in Stephenville, Texas, bevor einen Job als Hilfsarbeiter angenommen hatte.
Sein Interesse am Militär, was ihn sein ganzes Leben begleitet hatte, führten ihn schließlich zur Navy.

Nachdem sein Arm wieder heil war, meldete er sich bei den United States Marine Corps, bei denen er sein Interesse an speziell militärischen Operationen mitteilte. So kam er zu den SEALs, wobei man ihn aufgrund seiner Implantate im Arm zurück gewiesen hatte. Schließlich bekam er die Einladung für ein 24-wöchiges Training, einer Ausbildung die körperliche Ausdauer und Führungsfähigkeiten vermitteln und abverlangen. 1999 war er somit ein US-Navy SEAL, zugeordnet dem SEAL Team 3, als Scharfschütze, bei denen er an vier Kampfeinsätzen, während seiner zehnjährigen Dienstzeit im Irak-Krieg teilnahm.

Während dieser Einsätze wurde Chris Kyle zweimal angeschossen und überlebte sechs Bombenexplosionen. Seine ungeheuer genaue Treffsicherheit verbreitete sich nicht nur beim amerikanischen Militär. Auch den Aufständischen war er bereits bekannt, die ihn den Spitznamen „Der Teufel von Ramadi“ gaben. Dies hatte jedoch auch einen bitteren Beigeschmack, denn auf Chris Kyle hatten die irakischen Widerstandskämpfer ein Kopfgeld in Höhe von 20.000 Dollar ausgesetzt.
Chris Kyle behauptete selbst 160 Menschen als Scharfschütze getötet zu haben. Diese Zahl lässt sich nicht offiziell bestätigen. Im Verlag Harpercollins heißt es, das Pentagon hätte eine Zahl von mehr als 150 Tötungen offiziell bestätigt.

In seiner Autobiografie schreibt Chris Kyle, das die Navy ihn als besten Scharfschützen darstellt. Wenn es um die genaue Zahl der Tötungen geht, so gibt es verschiedene Meinungen, die „offizielle“ Zahl die man angegeben hat sind 160.
2009 verließ er die Navy und zog nach Midlothian, Texas, wo er mit seiner Frau Taya und den beiden Kindern lebte. Das er als Scharfschütze Menschen getötet hat, bedauerte er nicht. „Ich hab es getan, um die Marines zu schützen. Ziel war es den Feind zu töten, bevor er mich oder einen meiner Kameraden tötet.“

Am 2. Februar 2013 wurden Chris Kyle und sein Begleiter Chad Littlefield von Eddie Ray Routh auf einem Schießstand in Earth County, Texas, erschossen. Routh war ein 25-jähriger Veteran des Irak-Kriegs, der zuvor in einer Nervenheilanstalt behandelt worden war, da dieser an einer posttraumatischen Belastungsstörung und an Schizophrenie gelitten haben soll. Routh erzählte diesen Vorfall seiner Schwester, die somit die Polizei rief. Routh wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe, ohne Möglichkeit auf Bewährung, verurteilt.