True Story

Apocalypto – amerikanisches Historiendrama aus dem Jahr 2006.

Apocalypto

Das Historiendrama führt uns in die Zeit um 1500 in das Reich der Maya in Mesoamerika, kurz vor der spanischen Kolonialisierung.

In ihrer Blütezeit stellten die Maya eine mächtige Hochkultur dar. Bekannt sind sie vor allem wegen ihrer hoch entwickelten Kultur. Es ist das Reich der Maya, ein indigenes Volk in Mittelamerika, deren Kultur dem Niedergang ausgeliefert war.
Zwar ist die Handlung des Films eine fiktive Geschichte, aber so wird erwähnt, in den meisten Fällen zeigt uns der Film Geschehnisse von historischer Wahrscheinlichkeit. Die historischen Ungenauigkeiten haben einige Proteste von Indianern entfacht. Forscher die die Maya-Kultur studieren waren empört über den Film da man die Maya als gewalttätig und verdorben darstellt.

Dennoch funktioniere der Film um uns eine alte Zivilisation näher zu bringen.
Die Maya führten auch Kriege und Gefangene wurden hart behandelt oder bestraft, aber sie wurden nicht enthauptet oder generell getötet. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts und während der ersten 200 Jahre nach der spanischen Eroberung der Neuen Welt, wurden schätzungsweise 75 Millionen indigener Menschen getötet. Aber dieser Völkermord am Volk der Maya ist nicht nur der Vergangenheit zuzuschreiben. Etwa 200.000 der Maya fielen dem 36-jährigen Bürgerkrieg (1960-1996) in Guatemala zum Opfer.

Die alten Maya waren eine große Zivilisation. Sie hatten wichtige Erfindungen und Fortschritte, wie zum Beispiel der höheren Mathematik gemacht. Man verfügte über ein voll entwickeltes Schriftsystem, erstaunliche Architektur und einem komplexen politischen System. Aber ihre Lebenserwartung war sehr niedrig.
Der Film schildert die alten Maya nicht nur als blutrünstige und unmoralische Menschen, sondern sie seien ganz und gar böse.

Die Nachkommen der Maya die in Yucatan in Mexiko, oder Guatemala leben, sehen dies als eine gefährliche Botschaft, weil man ihre Vorfahren als böse darstellt. Denn das waren sie mit Sicherheit nicht und sie hätten eine bessere Darstellung verdient.
Es gibt keine Beweise dafür, das unschuldige Frauen und Männer aus dem Hinterland entführt und als Sklaven verkauft wurden. Generell wurden im Krieg Gefangene gemacht und festgehalten. Die Maya Siedlungen waren weit verbreitet, in einem Radius von 10 bis 20 Kilometern. Ihre erbauten Pyramiden waren nicht mehr als 20 km von ihren Siedlungen entfernt. Zwischen den verschiedenen Gruppen gab es ein Interesse für politische Verbundenheit. Auch die kleinen Dörfer im Hinterland wurden dabei einbezogen. Jade war das Symbol der Macht und Reichtum war somit den königlichen Familien vorbehalten.

Im Film wird gezeigt das Hunderte von Menschen auf einmal geopfert werden. Die Azteken sind dafür bekannt eine große Menge von Menschen geopfert zu haben. Die Azteken waren ebenfalls eine mesoamerikanische Kultur, deren Machtzentrum sich im Tal von Mexiko befand. Aufgrund ihrer Aggressivität waren sie mehr verhasst als beliebt. Diese opferten Menschen, an einem säulenförmigen Stein, auf den der Gefangene auf den Rücken und gebeugt gelegt wurde, um ihn sein Herz zu entnehmen.
Diese Art der Opferung ist jedoch auch im Gebiet der Maya bekannt. Es lässt sich nicht belegen ob dies in einem größeren Maßstab durchgeführt wurde. Beweisen lässt sich, dass Opfern eine persönliche Sache war und die Gefangenen galten als persönlicher Besitz. Eine andere Form der Opferung ist der Aderlass, oder es kam zu Verstümmelungen, bei Männern wurde der Penis perforiert und bei Frauen Seile durch die Zunge gezogen. Fingernägel wurden herausgerissen, Genitalien und die Brüste der Frauen verstümmelt. Das Blut diente der Ahnenverehrung und wurde für andere Rituale verwendet.
Die Maya genossen nicht unbedingt Folter und Gewalt, aber erfreuten sich daran ihre politischen Gegner leiden zu sehen.

Hieroglyphen deuten daraufhin, dass die Maya eine Sonnenfinsternis beobachtet haben. Der Zusammenbruch dieser Kultur ist historischen, wirtschaftlichen und Umweltfaktoren zuzuschreiben. Es herrschte eine Dürreperiode, sie holzten Wälder ab und strapazierten das Land in dem sie mehr Lebensmittel produzierten als sie benötigten. Heute leben rund 6,1 Millionen Maya. Man hat sich reorganisiert und es ist eher eine soziale Umstrukturierung als ein Zusammenbruch.