True Story

Unstoppable – Außer Kontrolle – amerikanischer Action-Thriller aus dem Jahr 2010.

Unstoppable

Die Handlung des Films ist an eine wahre Begebenheit angelehnt, bekannt unter dem Namen Vorfall CSX 8888.

Am 15. Mai 2001 geriet ein ganzer Zug im Rangierbahnhof Stanley Yard, nahe der Stadt Toledo im Bundesstaat Ohio, außer Kontrolle und fuhr unbemannt etwas über 100 Kilometer in Richtung der Stadt Kenton. Dieser Zug mit Gefahrgütern fuhr knapp zwei Stunden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 82 km/h, eine Strecke von 106 Kilometern.

An diesem besagten Tag, gegen 12.35 Uhr, rangierte ein Lokführer den Güterzug etwa 3000 Tonnen schwer, Lokomotive mit 47 Güterwagen, wovon 25 der Wagons leer waren. In zwei der Kesselwagen befand sich ein giftiges und ätzendes Phenol.
Es war beabsichtigt während des Rangiermanövers vor einer noch umzustellenden Weiche anzuhalten, was aufgrund feuchter Schienen und der enormen Masse des Zuges misslungen war.

Der Lokführer verließ bei einer Geschwindigkeit von rund 13 km/h den Führerstand um die Weiche umzustellen. Um die Fahrt des Zuges zu verlangsamen, aktivierte er die Lokomotivbremse voll und wollte eigentlich zusätzlich die dynamische Bremse einschalten. Dies hatte er nicht getan, dachte aber das er diese Bremse aktiviert hätte.
Als der Zug immer schneller wurde, versuchte sich der Lokführer auf die rollende Lokomotive zu ziehen, er hatte versucht aufzuspringen, was ihm jedoch nicht gelungen war.

Der Lokführer informierte daraufhin den Leiter des Rangierbahnhofs, der wiederum Maßnahmen ergriff, den Zug auf eine bestimmte Strecke umzuleiten, um ihn dort auch über das Kontrollsystem zu beobachten. Zwei weitere Mitarbeiten folgten dem Zug und versuchten ebenfalls aufzuspringen, was ihnen auch nicht gelang. Nun versuchte man den immer schneller fahrenden Zug mit einer mobilen Entgleisungsvorrichtung zum Anhalten zu bringen. Auch dies funktionierte nicht. Mittlerweile hatte man die Polizei verständigt, diese versuchte durch Schüsse auf das Kraftstoffnotabsperrventil dieses auszulösen, um die Kraftstoffzufuhr zu unterbrechen. Diese Maßnahmen funktionierten jedoch auch nicht.
Einen entgegenkommenden Zug konnte man glücklicherweise umleiten um eine größere Katastrophe zu verhindern.

Einen weiteren Lokführer, Jess Knowltown, mit 31 jähriger Berufserfahrung und dessen Begleiter, Terry L. Forson, wies man an, den Zug mit ihrer Lokomotive zu verfolgen. Sie näherten sich dem Zug und es gelang ihnen an den Zug anzukoppeln. Somit konnten sie die Geschwindigkeit des Zuges verringern. Dies ermöglichte es dem Zugmeister Jon Hosfeld aufzuspringen und die Lokomotive gegen 14.30 Uhr abzuschalten. Sämtliche Bremsen des Zuges waren durch die enorme Hitze zerstört.

Es war ein Ereignis das durch die Verkettung verschiedener unglücklicher Umstände eingetreten war. Der Vorfall wurde untersucht und ein eindeutiges Fehlverhalten des Beschäftigten festgestellt. Der Name des Lokführers der für diesen Vorfall verantwortlich war, wurde nie preisgegeben.