True Story

Lebenslänglich – Ein Alptraum hinter Gittern (A Sense of Freedom) – britisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1979.

Lebenslänglich Ein Alptraum hinter Gittern

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte des zum gewalttätigsten Mann Schottlands erklärten Jimmy Boyle.
1967 wurde er zu einer lebenslangen Haft wegen Mordes an einem Bandenmitglied, William „Babs“ Rooney, verurteilt. Sein blutiger und brutaler Weg, der zu dem Tod führte, wird schonungslos gezeigt.

Im Gefängnis wird Jimmy zum Opfer sadistischer und brutaler Gefängniswärter. 1977 schreibt er seine Biografie, die als Grundlage für den Film diente.
Jimmy Boyle ist Vater von zwei Kindern, talentierter Künstler und Autor. Er ist wohlhabend und hat Häuser in Frankreich und Marrakesch. Es ist kaum zu glauben, dass derselbe Jimmy einst ein weniger luxuriöses Leben führte, bestimmt von Gewalt und Verbrechen, Gerichtsverhandlungen und Gefängniszellen.
Jimmy wuchs in Gorbals auf, dem berüchtigten und ärmsten Teil Glasgows. Die ersten Jahre in Jimmys Leben waren von Langeweile bestimmt. Die einzige Möglichkeit die bitterkalten Winter und stickigwarmen Sommer zu überstehen war, sich ein wenig Spass zu verschaffen.

Jimmy Boyle wurde 1944 geboren. Sein Vater starb als er noch sehr jung war und seine Mutter musste die vier Söhne allein versorgen und großziehen. Sie arbeitete als Putzfrau und ihre langen Arbeitstage führten dazu, dass es ihren Söhnen an Aufsicht und Erziehung fehlte.
Jimmy sagte einst; „Ich betrat die Welt genauso unschuldig wie jedes Kind. Ich träumte davon Feuerwehrmann oder Zugführer zu werden und hatte all diese Fantasien und Visionen, die zu einer Kindheit gehören. Diese recht jungen Träume verpufften bald in der rauen Realität des Lebens in den Straßen Gorbals, wo ich geboren und aufgewachsen bin. In dieser Welt lernte ich zu kämpfen, betrügen und stehlen. Das Gefängnis wurde zu einem akzeptablen Teil des Lebens.“
Mitglied der Straßengang zu werden war ein Wendepunkt in Jimmys Leben. Als Teenager beging er viele geringfügige Delikte, diese dann zu weiterer Gewalt in seinem Leben führten.

Mit Ausnahme von 12 Monaten, verbrachte Jimmy sein ganzes Leben von seinem 12. bis zu seinem 38. Lebensjahr in verschiedenen Einrichtungen bis hin zu Hochsicherheitsgefängnissen.
Im Alter von 23 Jahren wurde er wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, obwohl er protestierte und seine Unschuld beteuerte.
Er sagt, dass er den Strafvollzug und das Rechtssystem verachtete; aus Ärger, für ein Verbrechen das er nicht begangen hatte, verurteilt zu worden zu sein. Im Gefängnis erlangte er ein neues politisches und soziales Bewusstsein, eine neue Art der Freiheit. Er führte Aufstände gegen die Brutalität der Wärter an und machte sich mit derartigen Aktionen einen Namen.
Dies führte dazu, dass er längere Zeit in einem Käfig in Einzelhaft verbrachte. Seine Angriffe auf die Gefängniswärter erhöhten seine Haftstrafe um weitere 12 Jahre.

Die Behörden versuchten es mit einem neuen Ansatz und verlegten ihn in eine speziell vorgesehene Abteilung. Hier ermutigte man die Gefangenen sich zu entwickeln und etwas positives aus ihrer derzeitigen Situation zu machen. Hier entdeckte er sein Talent für die Bildhauerei und dem Schreiben. Somit entstand 1977 sein Bestseller „A Sense of Freedom.“
1982 wurde er aus dem Gefängnis entlassen. Aber diesmal wollte Jimmy das Beste aus der Zeit machen die ihm blieb. Er betrachtet jeden Tag als kostbar und holte sich zurück, was er verloren hatte. Er setzt sich heute für Jugendliche ein, er bietet ein Rehabilitationsprogramm, er ermutigt sie ihre Talente zu entdecken und fördert ihre Kreativität.
Heute lebt Jimmy mit der britischen Schauspielerin Kate Fenwick zusammen, die er 2007 heiratete.