True Story

Blutige Spur (Tell Them Willie Boy Is Here) – amerikanisches Drama, Western aus dem Jahr 1969.

Blutige Spur

Das Drehbuch des Films basiert auf dem Buch „Willie Boy: A Desert Manhunt“ von Harry Lawton aus dem Jahr 1960.
Eine packende, wahre Geschichte über eine Verfolgungsjagd im Jahre 1909, von mehr als 500 Meilen in der rauen Wüstenlandschaft.

Willie Boy war  ein Paiute Indianer und hatte den Vater des Mädchens das er liebte getötet. Nun machte man Jagd auf ihn, damals eine der berühmtesten Fahndungen und für die lokalen Reporter eine sensationelle Geschichte.
Der Paiute Indianer Willie Boy (1881-1909) wurde 1881 in Pahrump, Nye County, Nevada in den USA geboren. Der 28-jährige Indianer liebte ein 16-jähriges Mädchen, namens Carlota. Er kämpfte um sie und wollte sie heiraten. Der Name des Mädchens ist nicht eindeutig überliefert, möglich das sie auch Isoleta oder Lolita hieß.
Willie Boy war verzweifelt, denn der Vater des Mädchens, William Mike, auch als Old Mike oder Mike Boniface bekannt, duldete ihn nicht und weigerte sich die Ehe der beiden zu erlauben. Der Grund seiner Verweigerung war eindeutig, Willie Boy war ein entfernter Verwandter der Familie Mike.

In der Nacht zum 26. September 1909 ging Willie Boy zur Gilman Ranch in Banning, bewaffnet mit einem Gewehr und erschoss Old Mike. Möglich das es hier zu einem Kampf gekommen war.
Old Mike galt als kräftig gebauter Mann mit geistlicher Autorität. Selbst die Stammessitten hätten solch eine Ehe nicht erlaubt.
Die Mutter von Carlota hingegen hatte Verständnis für die beiden Verliebten. Sie gab ihnen mehrere Stunden Vorsprung bevor sie den Mord meldete, aber vielleicht hatte sie auch nur Angst. Beide mussten fliehen, 500 Meilen durch die sengende Hitze der Wüste.

Willie Boy war bekannt für seine langen Strecken die er oft gelaufen ist und er kannte sämtliche Wasserstellen.
Nun galt er aber auch als kaltblütiger Mörder. Man beschrieb ihn als hart arbeitenden Mann, ein Einzelgänger, der zuvor einige kleinere Konflikte mit dem Gesetz gehabt hatte.
Willie Boy und Carlota waren auf der Flucht mit ihren wenigen Habseligkeiten. Man war ihnen auf den Fersen und einer ihrer Verfolger sah die beiden von weiten und hielt Carlota für Willie Boy. Da es zu dieser Verwechslung gekommen war, hatte dieser Carlota erschossen. Jeder, darunter auch die Presse, hatte angenommen das Willie Boy sie selbst getötet hätte. Erst ein Buch aus dem Jahr 1994, in dem die damalige Autopsie detailliert aufgeführt war, beweist, dass die Kugel aus einer weiteren Entfernung abgefeuert wurde.
Plakate mit der Aufschrift „Wanted“ und eine Belohnung in Höhe von 50 Dollar waren schnell angefertigt und ausgestellt.

Nun war es die Flucht eines verzweifelten Mannes der als Doppelmörder galt. Die Gesetzeshüter folgten ihm, es kam zu einem Schusswechsel und man hörte Schreie. Einer der Verfolger wurde von zwei Kugeln getroffen. Sie beschuldigten Willie Boy seine Geliebte getötet zu haben, da sie die Flucht nur verlangsamt hätte.
Willie Boy erschoss nun drei Pferde der Verfolger. Den Verwundeten hatte man versorgt und man war gerade dabei ihn auf ein Pferd zu setzen um ihn nach Banning zu einem Arzt zu bringen.
Dann war nichts als Stille, der Mond ging auf, als die fünf Verfolger einen Schuss hörten. Bestürzt über Carlotas Tod nahm Willie Boy sein Gewehr, setzte es sich an die Brust, zog seinen Schuh aus und drückte mit dem Zeh ab.
Die Verfolger waren, der Bruder von Constable Ben de Crevecouer namens Wal, Joe Toutain, Charlie Reche und die beiden Indianer Segundo Chino und John Hyde.