True Story

Eine dunkle Begierde – kanadisch-deutsch-britisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2011.

Eine dunke Begierde

Der Film beruht auf der Affäre zwischen dem Psychiater C.G. Jung und seiner Patientin, der russischen Ärztin und Psychoanalytikerin Sabina Spielrein.
Zudem thematisiert das Drama die Bekanntschaft und fachliche Auseinandersetzung zwischen Jung und dem österreichischen Neurologen Sigmund Freud, der gleichzeitig Begründer der Psychoanalyse ist.

Sabina Naftulowna Spielrein war nicht nur Patientin von Carl Gustav Jung sondern auch gleichzeitig seine Schülerin.
Sie war die erste Frau die mit einer psychoanalytischen Arbeit promovierte. Als man bei ihr Hysterie diagnostiziert hatte, wurde sie 1904 in die psychiatrische Universitätsklinik Burghölzli in Zürich eingewiesen. Dort wurde sie vom Oberarzt Carl Gustav Jung behandelt. Wegen ihrer dortigen Behandlung korrespondierte Jung mit Sigmund Freud. Jung hatte Freud um seine Meinung zum Gesundheitszustand der 20-jährigen Studentin gebeten.

Für Jung war es eine hysterische Patientin, die ein Kind von ihm wollte.
Erstmals im Jahr 1907 und ein zweites Mal 1909, in dem sie behauptete, Jung habe ihr einen wüsten Skandal gemacht. Nun wandte sich Sabina Spielrein direkt an Sigmund Freud, indem sie ihm Briefe schrieb, worüber er Jung darüber in Kenntnis setzte.
Bereits 1905 begann Sabina Spielrein ein Medizinstudium an der Universität Zürich. Ab 1908 entwickelten sich zwischen Jung und Spielrein nicht nur freundschaftliche sondern auch erotische Gefühle füreinander. Jedoch kam es zu keiner körperlich ausgelebten Liebesbeziehung.

1911 promovierte Spielrein und ihre Dissertation wurde veröffentlicht. Als sie sich in München aufhielt, lernte sie dort auch Sigmund Freud persönlich kennen.
1912 heiratete sie den Arzt Pawel Naumowitsch Scheftel. Ein Jahr darauf kam die gemeinsame Tochter Irma Renata in Berlin zur Welt. Als der Erste Weltkrieg ausbrach gelang ihr die Flucht aus Deutschland in die Schweiz. Dabei kam es auch zur Trennung, da Pawel Scheftel zur Armee ging und seinem Kiewer Regiment beitrat.
Von 1915 bis 1921 lebte Sabina Spielrein in Lousanne und publizierte weiter in psychoanalytischen Zeitschriften. Einige Zeit später war sie acht Monate lang in Genf die Psychoanalytikerin von Jean Piaget. 1923 kehrte sie mit ihrer Tochter nach Deutschland zurück. Hier arbeitete sie als Ärztin und Pädologin.
1924 ging sie in ihre Heimatstadt Rostow am Don zurück und lebte wieder mit ihrem Mann Pawel Scheftel zusammen. Zwei Jahre darauf kam ihre zweite gemeinsame Tochter Eva zur Welt.

Im Zweiten Weltkrieg, Mitte 1942, als man die Juden zur Smijowskaja Balka (Sammelstelle für Juden) getrieben hatte, wurden auch die 57-jährige Sabina Spielrein und ihre beiden Töchter, die 29-jährige Irma Renata und die 16-jährige Eva von dem Sonderkommando der Deutschen Wehrmacht erschossen.
Carl Gustav Jung hatte 1903 die wohlhabende Emma Rauschenbach geheiratet. Gemeinsam bekamen sie vier Töchter und einen Sohn. Jung unterstützte die Ansichten von Sigmund Freud, der mit seinem Verfahren der Psychoanalyse erfolgreich behandelt hatte. Doch allmählich traten Differenzen zwischen den beiden auf. Es gab unterschiedliche Meinungen. Dies führte dazu das Freud einen Brief an Jung schrieb, in dem er ihm die Freundschaft kündigte. Sigmund Freud war Vater von sechs Kindern. Als es zum Bruch mit Jung gekommen war, kam für Freud der Höhepunkt seines Schaffens. Mit seinen erschienenen Werken erlangte er internationalen Ruhm. Auch er musste vor den Nazis fliehen und emigrierte nach London. Dort lebte er im Exil bis er an Krebs erkrankte und seinen Hausarzt gebeten hatte ihn von seinen Leiden zu erlösen.