True Story

Henry: Portrait of a Serial Killer – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1986.

Henry-Portrait of a Serialkiller

Der Film basiert auf dem amerikanischen Serienmörder Henry Lee Lucas.

Henry Lee Lucas (1936-2001) auch bekannt als The Confession Killer, konnten drei Morde nachgewiesen werden. Er hatte mehrere Morde gestanden, wobei man diese Morde anzweifelte, worauf die Staatsanwaltschaft eine genauere Untersuchung veranlasste. Seine Geständnisse hatte er später widerrufen.

So wird erwähnt das er in den Jahren 1960 bis 1983 bis zu 25 Menschen getötet hat.
Henry Lee Lucas wurde am 23. August 1936 in Blacksburg, Virginia, geboren. Seine Eltern waren beide alkoholabhängig, zudem prostituierte sich seine Mutter. Man beschrieb ihn als Kind mit einem erschreckend seltsamen Verhalten.
Sein Vater starb 1949, als dieser betrunken in einen Schneesturm geriet und erfroren ist.
Die Hütte in der er aufwuchs hatte nur einen Raum, seine Mutter galt als jähzornig und zwang ihn zuzuschauen wenn sie sich prostituierte. Sein Bruder hatte ihn im Alter von zehn Jahren mit einem Messer am Auge verletzt, dieses durch ein Glasauge ersetzt werden musste.

Er war das jüngste von neun Kindern, seine Mutter regierte die Familie mit eiserner Faust. Als Teenager wurde sein Verhalten zunehmend seltsamer, so erwähnte er später selbst, Sex mit Tieren gehabt zu haben. Er behauptete seinen ersten Mord 1951 begangen zu haben, als er die 17-jährige Laura Burnsley erwürgt habe, da sie seine sexuellen Bedürfnisse abgelehnt hatte. Wie bei den meisten seiner Geständnisse hatte er auch diese Aussage widerrufen.

1954 wurde er wegen einer Reihe von Einbrüchen zu vier Jahren Haft verurteilt. Hier war ihm 1957 die Flucht gelungen, wurde drei Tage später gefasst und 1959 schließlich entlassen. Er zog zu seiner Halbschwester nach Tecumseh, Michigan und verlobte sich mit einer Brieffreundin, die ihm geschrieben hatte als er im Gefängnis saß. Seine Mutter war gegen die Verlobung und bestand darauf das er nach Blacksburg zurück kommen solle. Sie besuchte ihn, es kam zu einem heftigen Streit, woraufhin er sie tötete. Er floh mit einem gestohlenen Auto und konnte kurz darauf gestellt und verurteilt werden.

1970 wurde er nach 10 Jahren Haft auf Bewährung entlassen. Ein Jahr später wurde er erneut verurteilt, da er versucht hatte ein 15-jähriges Mädchen zu entführen. Nach seiner Entlassung 1975 lernte er den Landstreicher Ottis Toole kennen. Mit dessen 12-jähriger Nichte Frieda Powell begann er eine Affäre. Nun zu dritt, verließen sie Florida und landeten in Stoneburg, Texas, wo sie auf eine religiöse Gemeinschaft namens „The House of Prayer“ trafen, bei denen sie eine Bleibe und einen Job fanden. Da nun die mittlerweile 15-jährige Frieda Powell Heimweh bekam, beschloss Lucas sie nach Florida zurück zu bringen. An einem Truck Stop hatte sie beschlossen allein weiter nach Florida zu wollen. Trotz ihrer Affäre ermordete Lucas das Mädchen. Außerdem tötete er die 82-jährige Katharine Rich, die sich bei ihnen aufgehalten hatte.

1983 wurde Lucas verhaftet, da er im unrechtmäßigen Besitz einer Schusswaffe war.
Nach vier Tagen in Haft gestand er Frieda Powell und Katharine Rich getötet zu haben. Als er anfing noch mehr Morde zu gestehen, darunter zahlreiche ungelöste Fälle, schien es zunächst als glaubwürdig. Er behauptete gemeinsam mit Toole Hunderte von Menschen ermordet zu haben. Die genaue Anzahl der Morde konnte nie ermittelt werden, als sicher gilt das sie gemeinsam mehrere Morde begangen haben.
Er gestand weitere Morde verübt zu haben, was sich als ein Falschgeständnis entpuppte.

Die Ermittler fanden keine ausreichenden Beweise als er den Mord eines Mädchens namens Tammy Alexander gestand. Da es einige ungelöste Mordfälle gibt, ist es möglich das er etwas damit zu tun hat. Das verhängte Todesurteil wurde in eine lebenslange Haft umgewandelt. Im Alter von 64 Jahren starb Lucas an Herzversagen.
Vieles bleibt im Dunkeln was die Opfer aber auch Täter betrifft.