True Story

Im Fadenkreuz – Allein gegen alle (Behind Enemy Lines) – amerikanisches Kriegsdrama, Actionfilm aus dem Jahr 2001.

Im Fadenkreuz - Allein gegen Alle

Der Film beruht auf Ereignissen während des Bosnienkrieges, der Geschichte des ehemaligen Kampfpiloten der United States Air Force, Scott O’Grady.
Der Pilot des Kampfflugzeuges F-16 wurde am 2. Juni 1995 während seines Einsatzes über dem Kriegsgebiet Bosnien abgeschossen. Sein Kampfjet wurde dabei von einer Boden-Luft-Rakete getroffen, diese von einem 2K12 Kub, einem fahrbaren Boden-Luft-Abwehrsystem abgefeuert wurde. Die bosnisch-serbische Armee verfügte über solche Abwehrsysteme, diese einst in der Sowjetunion gebaut wurden. In Nato-Staaten unter dem Codenamen SA-6 bekannt.

Am selben Tag waren die beiden Piloten Captain Scott O’Grady und Captain Bob Wright der 555th Fighter Squadron vom Luftwaffenstützpunkt im italienischen Aviano gestartet. Ziel ihrer Mission war es einen Luftüberwachungseinsatz über der Flugverbotszone durchzuführen.
Beide Kampfjets F-16 befanden sich über dem Gebiet und die Piloten hatten nicht bemerkt das die Serben ihr Flugabwehrsystem bewegt, in die Flugverbotszone verlegt haben und es somit für die Piloten eine Falle war. Die erste Rakete explodierte zwischen den beiden Kampffliegern. Eine zweite Rakete traf die F-16 von O’Grady. Sein Flügelmann Bob Wright sah sein Flugzeug in Flammen aufgehen und wie es zerbrach. Er sah nicht das sich O’Grady mit dem Schleudersitz retten konnte. Der 29-jährige Pilot landete unversehrt inmitten feindlicher serbischer Truppen, diese sich bereits formierten um ihn gefangenzunehmen. Er sicherte sich seine Überlebenstasche und versteckte sich.

In den nächsten sechs Tagen musste er das anwenden was er bei der Air Force gelernt hatte, das Programm SERE, Überleben, Ausweichen, Widerstand und Flucht, einer Reihe von Überlebenstechniken. Er sah die bewaffneten Männer und hörte Schüsse. Tagsüber schlief er und nachts bewegte er sich. Unter anderem ernährte er sich von Insekten, aß Blätter und Gräser.
Er wartete auf Hilfe und konnte seine Lage signalisieren. Er hatte bewusst den Hilferuf per Funk verzögert, da bei der Luftwaffe gelehrt wird, dass abgestürzte Piloten nicht zu früh nach Hilfe rufen sollen um ihre Position dem Feind nicht zu verraten.
Mit den letzten Batterie-Reserven seines Funkgerätes konnte er Hilfe anfordern. Bislang war überhaupt nicht klar ob O’Grady gefangen genommen oder gar getötet wurde. Sein Funkspruch hatte ihn gleichzeitig identifiziert, wodurch nun Rettungsmaßnahmen eingeleitet werden konnten.

Für diese Operation am 8. Juni bekam Colonel Martin Berndt grünes Licht, nachdem er um zusätzliche Luftnahunterstützung gebeten hatte. Beide Hubschrauber CH-53E „Super Stallions“ waren bereit für die Rettungsmission. Zusätzlich wurden diese von mehreren Kampf-und Überwachungsflugzeugen begleitet.
Aber auch von den Serben blieb das größere Truppenaufkommen nicht unbemerkt. Sie verhielten sich zunächst ruhig und unternahmen nichts.
O’Grady feuerte eine Signalrakete ab. Beide Hubschrauber näherten sich ihm, 20 Marines bildeten einen Verteidigungsgürtel um ihn zu retten. Als die Hubschrauber zurück zur Basis flogen wurden sie von heftigem Luftabwehrfeuern der Serben getroffen. Dennoch schafften sie es zurück zu ihrem Landepunkt, dem Angriffsschiff USS Kearsarge.

O’Grady wurde untersucht und ihm ging es den Umständen entsprechend gut. Bis auf Unterkühlung, Dehydrierung und Gewichtsverlust hatte er es gut überstanden. Nachdem man ihn herzlich begrüßt hatte, dankte er seinen Rettern. „Sie machen nur ihren Job, aber sie haben ihr Leben riskiert um mich da rauszuholen.“ Drei Jahre nach seiner Rettung wurde er aus dem aktiven Dienst entlassen, dient weiterhin als Reservist bei der Air Force als F-16 Kampfpilot. Nach seiner Dienstzeit studierte er Theologie und engagiert sich für Wohltätigkeitsorganisationen.