True Story

Hundstage (Dog Day Afternoon) – amerikanisches Drama, Kriminalfilm aus dem Jahr 1975.

Hundstage

Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit, eines Artikels des Autors Paul Friedrich Kluge mit dem Titel „The Boys in the Bank.“ Dieser Artikel wurde 1972 in der amerikanischen Zeitschrift „LIVE“ veröffentlicht.
Der Artikel beschreibt einen Banküberfall dieser von John Wojtowicz und Salvatore „Sal“ Naturale am 22. August 1972 in der Chase Manhatten Bank in Brooklyn, New York, verübt wurde.

Der 27-jährige John Wojtowicz und der 18-jährige Salvatore Naturale brachten den Filialleiter und die Bankangestellten in ihre Gewalt. Die Geiselnahme erstreckte sich über 14 Stunden.
Wojtowicz ging zwischenzeitlich mehrfach raus auf die Straße um mit der Polizei zu verhandeln.

Eine Menge von Schaulustigen war vor Ort, ein mediales Großereignis das von vielen Menschen live am Fernsehbildschirm mitverfolgt wurde. Wojtowicz verlangte ein Flugzeug, mit dem die beiden Räuber das Land verlassen können. Auf der Fahrt vom Tatort zum Kennedy Airport wurde Naturale erschossen und Wojtowicz verhaftet. Das Gericht befand ihn für schuldig und verurteilte ihn zu 20 Jahren Haft. Später wurde das Urteil auf 15 Jahre herabgesetzt, wovon er sechs Jahre im Gefängnis saß.
1975 schrieb er einen Brief an die New York Times, er sei besorgt das die Leute die Version im Film nur teilweise als wahr empfinden würden.

Ein dritter Täter, Robert Westenberg, der sich anfangs am Überfall beteiligen wollte, war verunsichert und machte sich aus dem Staub. Vor dem Überfall sagte Naturale zu Westenberg das er lieber sterben würde als ins Gefängnis zu gehen.
Die Geiseln beschrieben die Geschehnisse, mit einem guten Verhältnis zu ihren Geiselnehmern. Der Bankdirektor Robert Barrett sagte, er habe an diesem Tag mehr gelacht als in den Wochen zuvor. Zwischen ihm und den Tätern gab es ein eher freundschaftliches Verhältnis.

Vor Gericht sagte Wojtowicz, er brauchte das Geld und habe die Bank nur überfallen da er seinem transsexuellen Lebensgefährten Ernest Aron eine Geschlechtsumwandlung ermöglichen wollte. Das war das eigentliche Motiv. Da Wojtowicz 7500 Dollar plus 1% des Nettogewinns für die Rechte an seiner Geschichte bekam, zahlte er dem gebürtigen Ernest Aron (1946-1987) soviel Geld das man die Geschlechtsumwandlung durchführen konnte. So wurde aus Ernest Aron die Frau Elizabeth Debbie Eden, die 1987 an einer Lungenentzündung starb, da sie zudem HIV infiziert war. Sie hatte damals allerdings keine Kenntnis von den Plänen eines Banküberfalls, dieser letztlich gescheitert ist.
John Wojtowicz (1945-2006) heiratete 1967 Carmen Bifulco. Gemeinsam hatten sie zwei Kinder und im Jahr 1969 kam es zur Trennung.

1971 traf Wojtowicz bei einer Veranstaltung, dem Fest von San Gennaro, in New York City, auf Ernest Aron. Beide waren in Frauenkleidern gekleidet und wurden in einer öffentlichen Zeremonie „verheiratet“. Am 10. April 1978 wurde Wojtowicz auf Bewährung entlassen. Salvatore Naturale (1953/54-1972) hatte zuvor schon einige Straftaten begangen, Diebstahl, Einbruch und diverse Drogendelikte.
Als die Polizei ein Flugzeug am Kennedy Airport bereitgestellt hatte und man sie mit dem Auto zum Flughafen fuhr, wurde Naturale erschossen und Wojtowicz festgenommen.