True Story

Godforsaken (Van God Los) – niederländisches Drama aus dem Jahr 2003.

Godforsaken

Der Film basiert auf einer ehemaligen kriminellen Bande im niederländischen Venlo. Eine berüchtigte Gang auf deren Konto Gewaltverbrechen gingen.

1997 wurden im niederländischen Limburg 15 Männer verurteilt. Ihre Haftstrafen reichen von 10 Jahren bis hin zu lebenslänglich. Dabei handelte es sich um Personen im Alter von 14 bis 56 Jahren.
Das Gericht in Roermond hielt die Angeklagten für schuldig, da sie mehr als 250 Gewaltverbrechen verübten und zahlreiche Morde begangen hatten. Geld war hierbei das einzige Motiv.

Die Gang meist junger Bandenmitglieder hinterließ eine Spur von Tod und Zerstörung. Bei den Verhören kamen immer mehr Details ans Licht, was der Hintergrund ihrer Taten war und wie umfangreich ihre Verbrechen waren.
Es gab mehrere kaltblütige Morde, die man ihnen zur Last gelegt hatte und diese es galt zu beweisen. Die genaue Zahl der verübten Morde konnte nie ermittelt werden. Sicher ist, dass man drei Leichen in Venlo gefunden hat. Die anderen mutmaßlichen Leichen wurden nie gefunden. Deswegen gibt es auch gewisse Zweifel ob diese Morde jemals stattgefunden haben.

Der Gruppe der Kriminellen gab man den Namen Die Bande von Venlo. Der Haupttäter und Anführer der Bande Frenkie Peeters wurde wegen Mordes an dem älteren Ehepaar Van Rijn zu lebenslanger Haft verurteilt. Ebenso sein Freund Sanny Peters der ebenfalls zu den Hauptverdächtigen gehörte.
Einige der Mitglieder der Gang von Venlo waren bekannt. Man wurde auf sie aufmerksam als man den Tod von Ibrahim Karaca untersuchte, den man im Juni 1994 tot in der Maas gefunden hatte. Der berühmteste Vorfall wurde als die „Karneval Morde“ bekannt, bei dem das Ehepaar Van Rijn ermordet wurde.

Bereits im Dezember 1993 wurde ein Türke ermordet, im Januar 1994 Jeu Wissink in Reuver, bei dem man eine Menge Geld im Haus vermutete, im Februar 1994 das Ehepaar Sjeng und Ferda Van Rijn in Venlo diese angeblich ihr Geld in Einmachgläsern im Keller versteckt hatten und drei mutmaßliche illegale Türken.
Man war sich sicher wer die Hauptverdächtigen sind die für Erpressungen, Raubüberfälle und die Morde verantwortlich waren.

Frenky Peeters wurde 1973 geboren. Seine Mutter war aus den Niederlanden und sein Vater ein Deutscher. Als er 12 Jahre alt ist lassen sich seine Eltern scheiden. Er galt als Liebling des Vaters und wurde oft verwöhnt. Schule schwänzen wurde nie bestraft. Seine Mutter, so schien es, habe sich weniger für ihre drei Kinder interessiert. Seine Mutter lernte einen neuen Mann kennen, namens Hassan T.. Frenky hingegen gerät auf die schiefe Bahn und beginnt 1989 mit Einbrüchen, wofür er einige Male festgenommen wurde. Seine Mutter sah dies weniger als ein Problem. Seine Klassenkameraden sagten er war oft der Sündenbock.

Sein zwei Jahre jüngerer Freund Sanny Peters schien bis zu seinem 16. Lebensjahr ein ganz gewöhnlicher Teenager. Ein guter Schüler den man auch als sensibel beschrieb. Seine Mutter eine Krankenschwester und sein Vater ein Chirurg gaben ihm eine Menge an Freiheiten. Seine Schwester sagte; „Man hat ihn seinem Schicksal überlassen.“
Sein leiblicher Vater war LKW-Fahrer, dies war für ihn ein gut behütetes Geheimnis. Nach dem Tod seines Vaters vernachlässigte er seine schulischen Pflichten. Im Sommer 1993 hatte er ein Fahrrad mit einem Baseballschläger zertrümmert.
Frenkie hatte Kontakte zur Drogenszene. Das spätere Opfer, der 23-jährige Ibrahim Karaca, arbeitete in einem Coffee-Shop. Als dieser auf dem Weg nach Hause war wurde er von drei Autos gestoppt, 15 Personen der Venlo Gang brachten ihn in das Gewerbegebiet am Fluss. Darunter auch Frenkie und seine Freundin Astrid. Der Tod von Karaca und einiger Morde von Unbekannten führten zur Bekanntheit der Gang von Venlo.

An der Ermordung von Jeu Wissink waren Frenkie und Sanny beteiligt. Es war ein Überfall bei dem es zu einem Kampf kam und ein Schuss fiel. Ein weiteren Schuss und einen Schlag auf den Kopf überlebte Wissink nicht.
Es heißt die Gang habe acht Morde begangen. Diese Zahl stützt sich auf Aussagen krimineller Randfiguren. Beweise gibt es nur für vier Morde. Die anderen Morde seien nur Gerüchte und Verleumdungen. Der Prozess gestaltete sich ohnehin schwierig, denn es gab 15 Verdächtige. Man forderte Gerechtigkeit und harte Strafen.