True Story

Hügel der blutigen Augen (The Hills Have Eyes) – amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1977.

The Hills Have Eyes

Der Film orientiert sich an der Geschichte von Alexander Bean und stellt eine moderne Nacherzählung dar.
Alexander Bean war Oberhaupt einer kannibalistischen Familie in Schottland im 15. Jahrhundert.

Es wird behauptet, dass er, seine Frau und ihre 46 Kinder und Enkel über 1000 Menschen getötet und gegessen haben sollen, bevor sie festgenommen und hingerichtet wurden. Das Familienoberhaupt Alexander “Sawney” Bean soll Anfang des 15. Jahrhunderts in East Lothian geboren worden sein. Schon früh stellte sich Sawneys verschlagener Charakter heraus. Ohne einer geregelten Arbeit nachzugehen, lernte er in der Stadt eine ebenfalls wenig ehrenhafte Frau kennen und beschloss mit ihr eine Familie zu gründen.

Manchen Quellen nach sollen die beiden aus der Stadt gejagt worden sein. In der Nähe von Galloway Conty entdeckten sie eine versteckt gelegene Höhle, die perfekte Zuflucht für ihr ruchloses Leben. In den nächsten Jahren überfielen und ermordeten sie Reisende und stahlen deren Besitz. Anfangs reichten ihre Beutezüge noch. Aber binnen weniger Jahre zeugten sie mehrere Kinder, die wiederum untereinander Nachwuchs zeugten. Rasch wuchs die Familie und Sawney Bean sah nur noch einen Ausweg, um sie alle vor dem Verhungern zu bewahren, Kannibalismus.

Der Rest ist eine gruselige Geschichte. Weit über tausend Reisende, Wanderer und Dorfbewohner sollen der Kannibalenfamilie zum Opfer gefallen und von ihnen verspeist worden sein. Müde reitet ein junges Paar vom Jahrmarkt nach Hause. Plötzlich tauchen mehrere völlig verschmutzte Gestalten auf und versuchen die Beiden von ihren Pferden zu zerren. Die Frau stürzt vom Pferd, wird getötet und wie ein Tier ausgeweidet. Der Mann der alles mit ansehen musste, konnte fliehen. Er schlug sich bis zu den Behörden durch und berichtete über das fürchterliche Geschehen. Der Bericht sorgte für dermaßen großes Aufsehen, dass König James IV. persönlich eine Treibjagd auf die Mörder einleitete. Mit vierhundert Männern und zahlreichen Hunden folgte man der Fährte der Angreifer.

Man fand die Höhle und beim Betreten bot sich den Männern ein wahrhaft unbeschreiblicher und grausiger Anblick. Menschliche Organe und Extremitäten lagen verstreut herum, ausgeweidete Leichen hingen zum Räuchern von der Decke, in Fässern fanden sie gepökelte Organe. Inmitten des Grauens hausten 47 in Lumpen gehüllte, vor Dreck starrende Höhlenbewohner. Legende oder doch Wahrheit? Man glaubt die Geschichte sei eine Erfindung der englischen Klatschpresse. Ein solches Verbrechen hätte für zahlreiche schriftliche Berichte und Zeitzeugen gesorgt. Weder die Untaten noch eine Hinrichtung von 47 Personen hinterließen keinerlei Spuren in entsprechenden Chroniken.

Aufgrund der damaligen Spannungen zwischen Schottland und England nimmt man an, dass eine solche Legende den Feind denunzieren sollte. Im dünnbesiedelten Schottland hätte das Verschwinden von über 1000 Menschen zu einer großangelegten Suchaktion geführt. Selbst der Name Sawney Bean ist völlig unbelegt. Aber vermutlich steckt doch etwas Wahrheit dahinter. Immer wieder kam es damals in Schottland zu Hungersnöten, in deren Verlauf auch Kannibalismus betrieben wurde. Zum Schluss könnte man sagen; Eine Legende die sich dort entwickelt hat und dennoch einen wahren Kern besitzt.