True Story

Hitlerjunge Salomon (Europa Europa) – deutsch-französisch-polnisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1990.

Hitlerjunge Salomon

Der Film erzählt die Geschichte von Sally Perel, oder auch Salomon Perel. Als jüdischer Junge wurde er Mitglied der Hitlerjugend, wodurch es ihm gelungen war den Nationalsozialismus zu überleben. Dadurch konnte er seine jüdische Herkunft verbergen was ihm vor dem Holocaust rettete. Später schrieb Sally Perel seine Autobiografie, die 1992 erstmals in deutscher Sprache erschienen ist.

Sally Perel wurde 1925 in Peine, nahe Braunschweig geboren. Seine Eltern waren 1918 aus Russland nach Deutschland gezogen. In Peine unterhielten sie ein Schuhgeschäft. Er ist gebürtiger Deutscher und Jude. Als Jude wurde er wenige Tage nach seiner Geburt beschnitten.

Nachdem am 15. September 1935 die Nürnberger Rassengesetze einstimmig vom Reichstag angenommen wurden, hatte man ihn als Juden von der Schule verwiesen und die Familie war gezwungen ihr Schuhgeschäft zu verkaufen. Die Familie flieht aus Deutschland und emigriert nach Lodz, Polen. Unterkunft finden sie bei der Schwester seiner Mutter, Sally geht zur Schule und lernt polnisch.

Als die Deutschen Polen überfallen und am 1. September der Krieg ausbricht, beschließen die Eltern ihn und seinen Bruder Isaak wegzuschicken. Sie sollen sich nach Osten, in Richtung Russland durchschlagen. Die Familie hatte die Nachricht erhalten das alle Juden in ein Ghetto gebracht werden sollten. Sein Vater, Mutter und die Schwester wollten dennoch in Lodz bleiben. Sallys Bruder David ist als polnischer Soldat in deutscher Kriegsgefangenschaft.

Während die Brüder weiter nach Osten gelangen, treffen sie auf die sowjetische Rote Armee, diese Teile Polens ebenfalls besetzt hatte. Hitler und Stalin teilten sich Polen, der sogenannte Hitler-Stalin-Packt. In den Wirren des Krieges verlieren sich die Brüder aus den Augen. Sally kommt in ein russisches Waisenhaus in Grodno, während Isaak weiter nach Wilna flüchtet. Seine Schwester Bertha war es gelungen aus dem Ghetto zu fliehen, besuchte Sally und zieht ebenfalls weiter nach Wilna.
Sally wird wegen seiner guten Leistungen in der Schule in den sowjetischen Jugendverband aufgenommen.

Durch den deutschen Angriff im Juni 1941 müssen alle jüdischen Kinder aus dem Waisenhaus fliehen. Die Gruppe der Kinder wird dabei getrennt, Sally ist nun allein und kurz vor Minsk. Hier trifft er auf die Deutschen, die dabei sind die Bevölkerung zu selektieren, in Jude und Nicht-Jude. Sally gibt sich als ein „Volksdeutscher“ aus. Um zu überleben leugnet er seine jüdische Identität und nennt sich Joseph Perjel, kurz Jupp. So kommt er in die deutsche Armee, der 12. Panzerdivision und dient als Dolmetscher.

Man vertraut ihm und er wird sogar vom kinderlosen Kompaniechef Hauptmann von Münchow adoptiert. An der Front trifft er auf den homosexuellen Soldaten Heinz, der ihn nackt beim Baden gesehen und die Beschneidung bemerkt hatte. Aus Zuneigung behält er dieses Geheimnis für sich und dieser später im Gefecht ums Leben kommt.

Da Sally noch minderjährig ist schickt man ihn auf die HJ-Schule nach Braunschweig. Er passt sich den anderen an und schwört den Treueid auf Adolf Hitler. Man schätzt ihn, allein schon wegen seiner Fronterfahrung. Drei Jahre verbringt er in dieser Schule, ständig mit der Angst das jemand seine Beschneidung bemerken würde. Hier lernte er Leni Latsch kennen, obwohl er sie liebte wagte er es nicht ihr sein Geheimnis zu verraten. Nur ihre Mutter wusste das er Jude ist, aber auch sie sagte nichts.
1943 bekommt er die Erlaubnis die Schule für ein paar Tage zu verlassen. Er reist nach Lodz um im Ghetto nach seinen Eltern zu suchen. Er findet sie nicht.

Mit der Straßenbahn fährt er mehrmals hindurch und schildert später das Grässliche.
Als im Frühjahr 1945 der Krieg verloren ist, muss die Hitlerjugend noch rund um Braunschweig kämpfen. Hier wird er von den Amerikanern gefangen genommen und kurz darauf freigelassen. Er geht zurück nach Braunschweig und erfährt vom Ausmaß des Holocausts, den Lagern und den KZs. Später ist er bei den Russen als Dolmetscher tätig, bis 1948 als er beschließt nach Israel zu gehen. Er und seine Brüder Isaak und David waren die einzigen Überlebenden seiner Familie.