True Story

Die Journalistin (Veronica Guerin) – irisch-britisch-amerikanisches Drama, Thriller, Biografie aus dem Jahr 2003.

Die Journalistin

Der Film basiert auf der wahren Geschichte der Dubliner Journalistin Veronica Guerin, die im Auftrag des irischen Drogenbosses John Gilligan am 26. Juni 1996 erschossen wurde. Dieses Ereignis erschütterte ganz Irland.

Veronica Guerin (1958-1996) war Journalistin und schrieb für die Zeitung Sunday Independent.
Kurz nach ihrem Tod gründete sich am 15. Oktober 1996 die Strafverfolgungsbehörde Criminal Assets Bureau. Diese Behörde hat die Aufgabe illegal erworbenes Vermögen von Straftätern aufzuspüren und es dann gegebenenfalls einzukassieren.
Veronica Guerin hatte bereits damit begonnen, recherchiert und einige Drogenbosse aufgedeckt.

Mit ihrem Mann Graham Turley hatte sie einen Sohn namens Cathal. Sie hatte Buchführungswesen und Politikwissenschaften studiert bevor sie ihre Tätigkeit als Journalistin aufnahm. Ihre journalistische Karriere begann im Jahr 1990, als sie für Sunday Business Post und der Sunday Tribune arbeitete. Sie knüpfte Kontakte zur irischen Polizei, Garda Síochána, aber auch zu einigen Kriminellen. Beide Seiten respektierten ihren journalistischen Ehrgeiz durch die Bereitstellung sehr detaillierter Informationen.

Sie berichtete auch über Aktivitäten der IRA in Irland.
1994 begann Veronica Guerin für die Sunday Independent zu schreiben. In ihren Artikeln schrieb sie über Drogenbosse in Dublin, in denen sie die Kriminellen bloßstellte. In ihren Berichten ersetzte sie die Namen durch Pseudonyme, da die Verwendung von Namen zu der Zeit gesetzlich verboten war und um eine eventuelle Verleumdungsklage zu verhindern.
Als sie begann immer mehr Drogenhändler aufzudecken und ausreichend Informationen gesammelt hatte, darunter der Kriminelle John Traynor, erhielt sie zahlreiche Morddrohungen.

John Traynor war der erste Kriminelle zu dem sie Kontakt aufgebaut hatte.
Bereits im Oktober 1994 feuerte man zwei Schüsse ab, die in ihrem Haus landeten. Auslöser hierfür war ein Bericht über Martin Cahill, der am 18. August 1994 von einem Drogenboss erschossen wurde. Für sie eine Warnung, doch sie ließ sich nicht einschüchtern.
Einen Tag nach dem Schreiben eines Artikels über Gerry „The Monk“ Hutch, ebenfalls ein Krimineller, der als Hauptverdächtiger für Raubüberfälle verantwortlich gemacht wurde, stand plötzlich ein Mann vor ihrer Haustür und hielt ihr eine Waffe an den Kopf.

Der Täter patzte und schoss ihr ins Bein. Trotz all dieser Vorfälle und Einschüchterungen, schwor sie sich, ihre Untersuchungen fortzusetzen.
Ihr Arbeitgeber Irish Independent zu dem die Zeitung Sunday Independent gehört, arrangierte für sie Personenschutz. Die Polizei gewährte ihr Schutz rund um die Uhr und sie wurde stets von einer Eskorte begleitet. Sie war damit weniger einverstanden, weil, so sagte sie selbst, dieser Polizeischutz ihre Arbeit behindere.

Am 13. September 1995 geriet sie an den Drogenboss John Gilligan, für den auch John Traynor arbeitete. Sie konfrontierte ihn mit seinem verschwenderischen Lebensstil und wie dies ohne einer offiziellen Einkommensquelle möglich sei. Dabei griff er sie körperlich an. Kurze Zeit darauf rief Gilligan bei ihr zu Hause an und drohte ihr, man würde ihren Sohn entführen, vergewaltigen und töten, wenn sie einen Artikel über ihn veröffentlicht.
Am Abend des 25. Juni 1996 trafen sich Gilligans Bandenmitglieder Charles Bowden, Brian Meehan, Peter Mitchell und Seamus Ward. Einen Tag darauf als sie mit ihrem roten Opel Calibra an einer roten Ampel am Stadtrand von Dublin halten musste, wurde sie erschossen. Man hatte sie verfolgt, was sie nicht mitbekommen hatte, als ein Motorrad mit zwei Männern neben ihr hielt und sechs Schüsse abfeuerten. Eine Stunde nach der Tat trafen sich Bowden, Meehan und Mitchell, um die Waffe und das Motorrad zu entsorgen.

Paul Hippo Ward, ein Drogendealer, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, da er Motorrad und Waffe organisiert hatte. Meehan der das Motorrad fuhr, bekam ebenfalls lebenslang. Patrick Dutchy Holland wurde verdächtigt der Schütze zu sein, da es nicht eindeutig bewiesen werden konnte, bekam er 12 Jahre wegen Drogen. John Gilligan bekam 28 Jahre Haft. Man vermutet ihn als Auftraggeber. John Traynor floh nach Portugal, wurde in den Niederlanden verhaftet, jedoch ohne Anklage freigelassen. 2010 erfolgte eine weitere Verhaftung und Inhaftierung, wurde 2012 wieder entlassen.
John Gilligan wurde 2013 nach nur 12 Jahren Haft entlassen. 2014 wurde auf ihn ein Attentat verübt, welches er überlebte und sein Leibwächter getötet wurde. Daraufhin verließ er Irland.