True Story

Schmetterling und Taucherglocke – französisch-amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2007.

Schmetterling und Taucherglocke

Der Film basiert auf dem autobiographischen Roman Schmetterling und Taucherglocke von Jean-Dominique Bauby.

Jean-Dominique Bauby (1952-1997) war französischer Journalist, Autor und Chefredakteur des Magazins Elle.
Am 8. Dezember 1995 erlitt Bauby im Alter von 43 Jahren einen massiven Schlaganfall, wodurch sein Gehirn stark geschädigt wurde. Er war Vater von zwei Kindern. Während er mit seinem Sohn Théophile mit dem Auto unterwegs ist, erleidet er am Steuer diesen Schlaganfall. Er fällt für drei Wochen ins Koma und findet sich, nachdem er Tag für Tag die Ufer des Bewusstseins ein bisschen höher erklommen hat, von Kopf bis Fuß gelähmt in einem Bett im Hospital Maritime in Berck-sur-Mer in der Normandie wieder. Seinen Kopf konnte er ein wenig bewegen, sowie mit seinem linken Augenlid blinzeln und ein paar Laute von sich geben, was jedoch eher nach einem Grunzen klang.
Ein eher seltenes Phänomen welches als Locked-in-Syndrom bezeichnet wird.

Über diese Erfahrung schrieb er, im gelähmten Zustand, sein autobiographisches Buch Le scaphandre et le papillon, was wörtlich übersetzt, Der Taucheranzug und der Schmetterling, bedeutet.
Mittels Blinzeln diktierte er das Buch. Einmal mit dem Lid blinzeln bedeutet ja, zweimal nein. Ein spezielles Alphabet wurde erstellt wodurch die Logopädin Claude Mendibil Buchstaben für Buchstaben, Wort für Wort und Satz für Satz ihm entlocken konnte und es so gelang dies aufzuschreiben.
Sein Buch ist das Zeugnis des Willens, dem Wahnsinn in der hermetischen Taucherglocke, des eigenen Körpers zu entgehen.
Da er bewegungsunfähig war, sein Geist völlig intakt, war es für ihn wie eine Taucherglocke. Die Schmetterlinge sollen fliegen, zu den Menschen um ihn herum. Sein gesunder Geist, der die Menschen erreichen soll.

Es war monatelange Arbeit wie er sein Buch diktierte. Das Buch erschien am 6. März 1997. Nur drei Tage später stirbt Bauby an einer Lungenentzündung.
Eine Geschichte die berührt, über einen Menschen mit wachem Geist in einem für ihn toten Körper. Es ist ein einzigartiges Dokument, denn zum ersten Mal berichtet ein Mensch mit einem Locked-in-Syndrom, was in einem Menschen vorgeht, der äußerlich zur Statue erstarrt, doch innerlich quicklebendig geblieben ist.

Jean-Dominique Bauby hatte diese aussichtslose Situation nie aufgegeben und mit bewundernswerten Humor seine eigene Situation analysiert und in seinem Buch festgehalten. Ein bewegendes und erschütterndes Zeugnis seines Lebensmutes, ein Bekenntnis niemals aufzugeben. Es sind emotionale Einblicke in sein Leben das er selbst mit Galgenhumor und Sarkasmus beschreibt. Er trauert um sein verlorenes Leben, ist enttäuscht und wütend zugleich und er weint innerlich.
Letztlich kann man sagen; Ein anrührender Lebensbericht eines Sterbenden.