True Story

Flight – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2012.

Flight

Der Film wurde vom Alaska-Airlines-Flug 261 inspiriert. Alaska Airlines ist eine US-amerikanische Fluggesellschaft.
Alaska-Airlines-Flug 261 war ein mit einer McDonnell Douglas MD-83 durchgeführter Flug von Puerto Vallarta, Mexiko, mit Zwischenstopp in San Francisco, nach Seattle am 31. Januar 2000.

Das Flugzeug stürzte vor Los Angeles ins Meer, wobei alle 88 Personen an Bord getötet wurden. Das Flugzeug wurde 1992 gebaut und hatte 26.000 Flugstunden hinter sich.
Nach dem Start, als die Reiseflughöhe erreicht war, traten Probleme auf. Das Höhenleitwerk war unbeweglich, so dass das automatische Trimmsystem, welches das Höhenleitwerk leicht nach oben oder unten bewegt und das Flugzeug stabil hält, nicht funktionierte. Die Piloten mussten stark am Steuerknüppel ziehen um die Flughöhe zu halten. Zwei Stunden nach dem Start kontaktierten Kapitän Ted Thompson und sein Copilot William Tansky das Wartungscenter der Airline in Seattle und dachten über eine Landung in Los Angeles nach. Weder die Piloten noch das Wartungscenter konnten die Ursache des Problems finden. Die Piloten entschlossen sich in Los Angeles zu landen.

Später sagte die NTSB, Nationale Behörde für Transportsicherheit, die Entscheidung der Piloten sei umsichtig und klug gewesen, dennoch versuchten die Flugdienstberater die Piloten dazu zu bewegen, nach San Francisco weiter zufliegen. Aufgrund des technischen Problems kam es zu einem Sturzflug, wobei die Maschine in 80 Sekunden 2300 Meter an Höhe verlor. Die Piloten konnten das Flugzeug abfangen und blieben bei etwa 7500 Meter Höhe. Die Anflugkontrolle fragte, ob die Piloten auf eine niedrigere Flughöhe wollen, worauf Kapitän Thompson antwortete, dass er auf 3000 Meter sinken wolle und den Sinkflug über der Bucht durchführen wolle um keine bewohnten Gebiete zu überfliegen, was die NTSB als sehr klug kommentierte.

Die Piloten begannen nun mit dem Sinkflug und man vernahm vier deutlich hörbare Schläge, gefolgt von einem extrem lauten Geräusch. Das Flugzeug ging wieder in einen Sturzflug über. Der Stimmenrekorder zeichnete noch das Notfallsignal „Mayday“ auf, jedoch kam es zu keinem weiteren Funkkontakt. Die Piloten versuchten das Flugzeug abzufangen, doch die MD-83 war nicht mehr zu retten, sie stürzte nach 81 Sekunden ins Meer. Das Flugzeug wurde völlig zerstört und alle Menschen an Bord waren sofort tot.

Bei der Bergung des Wracks wurden 85% aller Teile gefunden. Darunter auch eine Metallstange mit Gewinde die für das Problem verantwortlich war. Diese Gewindestange wurde mit Metallfäden umwickelt gefunden, diese waren Reste des Gewindes der befestigten Mutter. Spätere Analysen ergaben, dass schon vor dem Flug 261, 90% des Gewindes der Mutter abgenutzt waren. Man stellte hier fest das der Verschleiß viel schneller geschehen war als normalerweise. Ein weiterer möglicher Grund war die unzureichende Schmierung. Diese beiden Faktoren wurden als Ursache des Unfalls erklärt.

Die Alaska Airlines verwendete bei der Inspektion des Flugzeuges selbst erfundene Werkzeuge, was zu ungenauen Messungen führte. Außerdem hatte man die Wartungsintervalle verlängert, somit wollte man Kosten sparen.
Alaska Airlines hat ein Denkmal nahe der Absturzstelle errichtet. Pilot und Copilot wurden für ihre Heldentat mit einer goldenen Medaille ausgezeichnet. Bis heute ist dies der einzige Fall, dass Piloten nach ihrem Tod diese Medaille erhalten haben.