True Story

The Bang Bang Club – kanadisch-amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2010.

The Bang Bang Club

Der Film basiert auf der wahren Geschichte einer Gruppe von Fotografen, die zur Zeit der Apartheid in Südafrika von 1990 bis 1994 als Pressefotografen tätig waren.
Bekannt wurden die Fotografen unter dem Namen Bang-Bang Club, zu denen die vier Fotografen Kevin Carter, Greg Marinovich, Ken Oosterbroek und Joao Silva gehörten.

Verbunden durch ihre Freundschaft und ihrer Zielstrebigkeit, wollten sie mit ihrem Journalismus, ihren Bildern, die Wahrheit ans Licht bringen.
Dabei riskierten sie ihr eigenes Leben um der Welt von der Brutalität und Gewalt der Apartheid Südafrikas zu berichten. Greg Marinovich und Joao Silva schrieben das Buch „The Bang-Bang Club“ auf dem der Film beruht. Es sind Einblicke eines verborgenen Krieges. Die meisten Menschen würden weglaufen wenn sie Schüsse hören. Doch diese Fotojournalisten machen genau das Gegenteil, sie sind mitten drin, damit ihnen die besten Aufnahmen gelingen. Ihnen war es wichtig diese turbolenten Ereignisse über die täglichen und blutigen Kämpfe zu dokumentieren.

Ein brutaler Kampf in den Townships, der vor allem von den armen Schwarzen geführt wurde, mit dem Ziel eine neue Regierung zu bilden. Es ist erstaunlich wie oft sie Bilder machten, seien es Morde oder ein Bild eines in Flammen stehenden Mannes.
Kevin Carter fotografierte ein an Hunger leidendes Mädchen, wie es auf dem Boden kauert und gleich daneben ein Geier auf seine Beute wartet. Dieses Foto wurde in mehreren Zeitungen veröffentlicht, als erstes in der New York Times und ging um die ganze Welt. 1994 gewann er für dieses Foto den Pulitzer-Preis.
Greg Marinovich hatte 1991 bereits den Pulitzer-Preis erhalten. Sein Foto zeigt einen Mann der bei lebendigem Leib verbrannte. Kevin Carter beging Selbstmord, 14 Monate nachdem man ihm mit dem Pulitzer-Preis geehrt hatte.

Ken Oosterbroek kam am 18. April 1994 bei Fotoaufnahmen ums Leben. Im Township Thokaza hatte man ihn erschossen. Die Schüsse wurden vermutlich von Sicherheitskräften der National Peacekeeping Forces abgefeuert, diese eigentlich Unruhen zwischen den Bewohnern des Townships vermeiden sollten. Sein Kollege Greg Marinovich wurde dabei schwer verletzt.
Joao Silva ist ebenfalls ein Kriegsfotograf, der mit seinen Bildern zahlreiche Auszeichnungen erhalten hat. 2010 bei einem Einsatz in Afghanistan trat er auf eine Landmine und verlor beide Beine. Zu Anfang nannte man die Fotografen „The Bang-Bang Paparazzi.“ So wurden sie vom südafrikanischen Lifestyle-Magazin Living 1992 betitelt. Da sie sich nicht als Paparazzi sahen und dies falsch verstanden wurde, nannten sie sich Bang-Bang Club. Mit Bang-Bang ist der Klang von Schüssen gemeint.

Ihr Club stellte eine Art Bindung zwischen den Fotojournalisten dar. Offiziell existierte dieser Club nicht. Es verkörperte die Kameradschaft zwischen den vier Fotografen, einem Zusammenhalt um sich gegenseitig zu unterstützen, dies vor allem da sie ständig der Todesgefahr ausgesetzt waren. Sie waren mehr als nur Augenzeugen, sie haben diese Ereignisse in ihren Bildern festgehalten und der Welt gezeigt was dort überhaupt passiert ist. Sie dokumentierten die ersten freien Wahlen, die Auseinandersetzungen zwischen ANC und Inkhata, diese gewaltsam eskalierten.