True Story

Wyssozki – Danke, für mein Leben – russisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2011.

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Der Film erzählt die Geschichte des russischen Schauspieler, Dichter und Sänger Wladimir Wyssozki.

Wladimir Semjonowitsch Wyssozki (1938-1980) war eine russische Musiklegende, der in seinen Liedern über Themen sang, die es offiziell in der Sowjetunion nicht gab, wie der Prostitution, dem Verbrechen oder dem Antisemitismus.

Mit seinen eher kritischen Liedern in denen er über den Alltag in der Sowjetunion gesungen hatte, machte ihn dies zum Feind des Geheimdienstes KGB. Die Mehrheit des Volkes, seine Fans, sahen dies etwas anders, für sie war er ein Sänger den sie zum Liebling gekürt hatten. Zwischen Wyssozki und dem KGB kam es immer wieder zu Konfrontationen. Der Regierung war er ein Dorn im Auge. Ende der siebziger Jahre lockten ihn die Agenten des KGB in eine Falle. Sie hatten nur ein Ziel, die Karriere des für den Staat unbequemen Sängers zu beenden.

Sein Leben in den tristen Siebzigern war geprägt von Alkohol-und Drogenproblemen. Ein Künstler der zwischen Delirium und Schaffenskrise dennoch sehr produktiv war. Zudem war er ein beliebter und gefeierter Film-und Theaterschauspieler. Er schrieb Gedichte und mehr als 600 Lieder und Balladen.
Für den ach so roten Kreml galt er als Provokateur, weil er Themen aufgriff, die nicht zum Kommunismus passten. Er liebte schöne Autos und trug seine Jeans.

1967 lernte er die französische Schauspielerin Marina Vlady kennen, die er 1969 heiratete. Sie lebte lange Zeit in der Sowjetunion. Ihre 1987 veröffentlichten Erinnerungen an ihren 1980 verstorbenen Ehemann wurden in der UdSSR zum Bestseller. 1991 erschien ihr Buch auch in deutscher Sprache, unter dem Titel; „Eine Liebe zwischen zwei Welten-Mein Leben mit Wladimir Wyssozki.“ Den Radiosendern war es untersagt seine Lieder zu spielen. Seine zahlreichen Fans kannten dennoch jedes Lied, denn Tonband-Mitschnitte seiner Konzerte wurden millionenfach unters Volk gebracht. Seine Lieder und Texte waren beliebt und so heißt es in einem seiner Lieder; „Wir sind bloß Puppen. Man hat uns angezogen, schweigende Modelle ohne Blut und Haut. Wir haben Köpfe, aber unsere Gehirne sind aus Watte.“

Im Juli 1980 starb Wladimir Wyssozki an Herzversagen. Sowjetische Medien hingegen hatten dies verschwiegen. Dennoch wusste man von seinem Tod, so versammelten sich mehr als hunderttausend Menschen auf Moskaus Straßen um von ihm Abschied zu nehmen. Ihre Anteilnahme und Trauer waren gleichzeitig eine Demonstration, wie es sie noch nie gegeben hatte.

Geboren wurde Wladimir Wyssozki am 25. Januar 1938 in Moskau. Während des Zweiten Weltkriegs verbrachte er mit seiner Mutter im Ural. 1947 bis 1949 lebte er bei seinem Vater und dessen zweiter Ehefrau in Deutschland, in Eberswalde. Danach kehrte er nach Russland zurück und lebte in Moskau. 1955 begann er ein Studium das er nach einem Semester abgebrochen hatte. Ihn zog es an die Schauspielschule, wodurch er zu seinen ersten Theater-und Filmauftritten kam. Er war dreimal verheiratet, mit Isa Schukowa, Ludmila Abramowa und zuletzt mit Marina Vlady.