True Story

Argo – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2012.

Argo

Das Drehbuch des Films basiert auf dem Artikel „The Great Escape: How the CIA Used a Fake Sci-Fi Flick to Rescue Americans from Tehran“ des Journalisten Joshua Bearman. Dieser Artikel erschien 2007 in der Zeitschrift Wired Magazin und bezieht sich auf eine damals geheime Akte, diese später freigegeben wurde.

1979 kam es in Teheran zu einer Geiselnahme, bei der 52 Mitarbeiter der amerikanischen Botschaft von iranischen Studenten als Geiseln genommen wurden. Im Verlauf der Islamischen Revolution wurden die 52 Mitarbeiter vom 4. November 1979 bis 20. Januar 1981 festgehalten. Insgesamt 444 Tage waren sie in der Gewalt der iranischen Studenten.
Zuvor wurde der Schah Mohammad Reza Pahlavi gestürzt, dieser von 1941 bis 1979 regierte. Der Schah war in die USA geflohen und befand sich dort in einem Krankenhaus in New York. Die Studenten forderten dessen Auslieferung. Die USA kamen dieser Forderung nicht nach, sie lehnten dies ab.

Am 4. November 1979 stürmten die meist radikalen Studenten, Anhänger von Ayatollah Khomeini, die amerikanische Botschaft in Teheran. Die Vereinigten Staaten als eine Supermacht war verzweifelt und hilflos.
Als die Botschaft gestürmt wurde, gelang es einigen Beamten zu fliehen. Sechs der Mitarbeiter, Robert Anders, Cora Lijek, Mark Lijek, Joseph Stafford, Kathleen Staffors und Henry Schatz, schafften es bis zur kanadischen Botschaft. Der kanadische Botschafter Ken Taylor informierte umgehend Verantwortliche in Ottawa. Man war erstaunt über die Ereignisse und stimmte zu, den sechs Amerikanern Unterschlupf zu gewähren. Die Frage war, wo man sie versteckt, denn die Botschaft lag direkt im Stadtzentrum, wo es zu gefährlich war. Robert Anders telefonierte mit dem ersten Sekretär der kanadischen Botschaft, dem Diplomaten John Sheardown. Dieser versprach Ken Taylor zu konsultieren um eine Lösung der Unterbringung zu finden.

Man entschied sich die Gruppe zu trennen, wodurch sie im Haus von John Sheardown untergebracht waren und Unterschlupf in Ken Taylors Haus fanden. Die sechs Amerikaner sollten sich dabei als Touristen ausgeben. Man war sich einig, Kanada hatte keine andere Wahl, trotz der eigenen bestehenden Gefahr.
Nun machte man sich Gedanken wie man die sechs Amerikaner aus dieser lebensbedrohlichen Situation raus holt und außer Landes schafft. Die sechs Beamten sammelten sich schließlich auf dem Anwesen des kanadischen Botschafters Ken Taylor. Mittlerweile waren die Sechs im Besitz von kanadischen Reisepässen und wurden vom CIA mit gefälschten iranischen Visa ausgestattet. Nun musste eine Flucht organisiert werden, womit der Experte Tony Mendez beauftragt wurde. Er war der richtige Mann dafür, er kannte sich aus wenn es um verdeckte Missionen und Rettungsaktionen ging. Ihm kam die Idee, die Gruppe der sechs Amerikaner als ein Filmteam auszugeben.

Sie sollen nach geeigneten Drehorten für einen Science Fiction Film suchen. Ein vorgetäuschtes Filmprojekt um die Sechs dort rauszuholen. Man entschied sich den Film Argo zu nennen. Um das Ganze zu bekräftigen und die Glaubwürdigkeit für dieses Projekt zu erreichen, wurden eigens Werbeanzeigen geschaltet und in Los Angeles mit Hilfe des Maskenbildners John Chambers ein Büro dieser angeblichen Produktionsfirma „Studio Six“ eingerichtet. So gelang es den sechs Amerikanern, als Filmteam getarnt, am 27. Januar 1980 den Flughafen in Teheran zu erreichen. Dort bestiegen sie das Flugzeug der Swissair und flogen nach Zürich, wo sie vom CIA empfangen wurden.

Diese Operation wurde unter dem Namen Canadian Caper bekannt.
Auch die übrigen Geiseln hatte man versucht zu befreien. Militärische Operationen zu einer Befreiung scheiterten. Erst durch Verhandlungen und Sanktionen wurden die Geiseln nach 444 Tagen freigelassen und nach Deutschland gebracht.