True Story

Mount St. Helens – Der Killervulkan – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1981.

Mount

Der Film basiert auf dem Ausbruch des Mount St. Helens am 18. Mai 1980. Einer der stärksten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts. Der Vulkan explodierte im Nordwesten der USA, im Bundesstaat Washington, kappte den Berg um 400 Höhenmeter und verwüstete ein über 700 Quadratkilometer großes Gebiet.
Eine Wolke aus Asche und Staub stieg bis in 24 Kilometer Höhe in die Atmosphäre auf.
Der Vulkan befindet sich in einer sehr dünn besiedelten Gegend, dennoch kamen 57 Menschen ums Leben.

Die Vulkanologen waren von der Stärke des Ausbruchs überrascht. Für sie war es aber die Chance den Ausbruch eines der aktivsten Vulkane zu protokollieren. Selbst nach dem Ausbruch konnten sie die Veränderungen in der Pflanzen und Tierwelt studieren. In nur kürzester Zeit kam es hier zu dramatischen Veränderungen.
Bereits einige Wochen zuvor kündigte sich ein Ausbruch an. Schon im März 1980 bebte die Erde am Vulkan und es kam zu kleineren Asche-Eruptionen. Messungen zeigten eine erhöhte Schwefeldioxid-Emission.

Am 27. März kam es zum ersten Ausbruch, einem phreatischen Ausbruch bei dem das Schmelzwasser des Gipfelgletschers mit dem Magma reagierte.
Der Vulkan hatte eine Höhe von 2549 Meter.
Durch diesen Ausbruch entstand ein zweiter Krater. Aus diesen beiden Kratern entstand nach dem Ausbruch am 3. April ein Krater. Der Ausnahmezustand wurde ausgerufen und Straßensperren errichtet.
Vor der Eruption galt das Gebiet um den Vulkan als beliebtes Ausflugsziel, es gab dichte Wälder und einige Seen. Unberührte Natur die die Bewohner der nahen Großstädte Seattle und Portland zur Erholung nutzten. Niemand hatte damit gerechnet das der seit langen ruhende Vulkan ausbricht und dieses idyllische Fleckchen Erde zerstört. Einige Wissenschaftler hatten jedoch davor gewarnt, sie sprachen von einem gewissen Gefahrenpotential.

Am 18. Mai 1980 kam es zur eigentlichen Katastrophe. Ein Erdbeben der Stärke 5,2 löste einen Erdrutsch aus. Eine Art Kettenreaktion, bei der Material abrutschte und weiteres mitgerissen hatte. Der komplette Nordhang geriet in Bewegung und donnerte mit 200 km/h in den See Sprint Lake. Diese gigantische Lawine aus Gestein und Gletschereis trieben das Wasser aus dem See. Durch den Hangabrutsch kam es zu einer Druckentlastung der Magmakammer und folglich zu einer Explosion. Die Kraft dieser enormen Explosion verglich man mit dem 1600-fachen einer Atombombe. Diese Eruption mit einem enormen Knall war in 800 Kilometern Entfernung zu hören.
Ein 300 Grad heißer, pyroklastischer Strom fegte mit 500 km/h nordwärts und zerstörte alles, was die Druckwelle der Explosion verschont hatte.
57 Menschen starben, die meisten von ihnen an Verbrennungen oder erstickten an der Asche die sich in den Lungen sammelte.

Eine 25 km hohe Aschewolke stieg empor, diese als Ascheregen auf mehrere Städte bis etwa 145 km nieder ging. Schlammströme wälzten sich durch die Flüsse und rissen alles mit, Geröll, Baumstämme, Autos und Häuser. Flüsse traten über die Ufer und zerstörten alles Umliegende. Am Vulkan kam es zu weiteren Eruptionen da nun Wasser auf die heiße Asche traf. Obwohl das Gebiet um den Vulkan völlig zertört war, kehrte nach wenigen Tagen wieder Leben ein.
Ein ergiebiges Forschungsfeld für Vulkanologen, Geologen, Biologen und Geochemiker.
Der Ausbruch gilt als einer der tödlichsten und ökonomisch verheerendsten Vulkanausbrüche. 200 Häuser, 47 Brücken, 24 km Eisenbahnlinie und 300 km Straße wurden zerstört. Der Schaden wurde mit 1,1 Milliarden Dollar beziffert.