True Story

Snitch – Ein riskanter Deal – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2013.

Snitch

Der Film beruht auf wahren Ereignissen, der Geschichte von James Settembrino und seinem Sohn Joey Settembrino.
Es ist die Geschichte von James Settembrino der den Staatsanwälten half, indem er Informationen über Drogendealer liefern sollte, um eine geringere Haftstrafe für seinen Sohn zu erreichen.

Die amerikanische Justiz versuchte an die großen Drogenbosse heranzukommen. Einerseits gab es drakonische Mindesthaftstrafen, oder man lieferte Informationen über Drogenhändler oder deren Auftraggeber, um selbst eine geringere Strafe zu bekommen. Geringfügige Vergehen mit dem Handel von Drogen werden mit 10 Jahren Haft ohne Bewährung angesetzt.

Joey Settembrino war im Besitz von Drogen, 2000 LSD-Pillen die er verkaufen sollte. Ihm drohten mindestens 10 Jahre Haft. Sein Vater war bereit alles dafür zu tun um diese Strafe zu mildern. Somit wurde er selbst zu einem Informanten. Er hatte keine andere Möglichkeit, vor allem keine rechtlichen Mittel um seinem Sohn zu helfen.
Die Behörden nutzten die Gunst der Stunde und machten ihm dieses Angebot, das er nicht ablehnen konnte.

Es heißt, es wäre ein repräsentatives Beispiel dafür, dass es den Behörden völlig gleichgültig ist, ein weiteres Leben zu ruinieren. Teilweise sei dies absurd wie weit man gehen würde um das Gesetz zu umgehen.
Die Staatsanwaltschaft argumentierte; „Es ist egal, wie lange ihr Sohn im Gefängnis bleibt, ob 10 oder 20 Jahre. Es macht keinen Unterschied.“
1992 erhielt der 18-jährige Joey Settembrino die verbindliche Mindeststrafe von 10 Jahren für den Verkauf von LSD. Er selbst sagt, es war das erste Mal das er Drogen verkaufen wollte.

Sein Vater versuchte die Haftstrafe herabzusetzen, wobei er sich an die Staatsanwaltschaft wandte um Informationen über andere Drogendealer zu liefern.
Er erhielt nachts einen Anruf, man habe seinen Sohn verhaftet und ihm drohen 10 Jahre Haft. Er konnte es nicht glauben, denn sein Sohn wurde gut erzogen und hatte nie etwas mit Drogen zu tun. Ein Pflichtverteidiger genügte nicht, es musste ein Anwalt her, der sich mit diesem Fall beschäftigt. Der Anwalt gab zur Kenntnis, das man seinen Sohn bis zu 30 Jahren verurteilen könnte.

James Settembrino fehlten die Worte; „Sind sie verrückt, er ist 18 Jahre alt.“
So kam es zu diesem Deal mit der Staatsanwaltschaft, was die Strafe um 80% mildern würde. Die Behörden kontaktierten ihn und sagten wie er seinem Sohn helfen kann. Es gäbe da gewisse Möglichkeiten. Er solle einfach andere Drogenhändler ausfindig machen und somit würde man die Strafe reduzieren.
Da Joey eine Zusammenarbeit mit den Behörden ablehnte, wandte man sich an seinen Vater.

Gleichzeitig kam es zu Absprachen mit den Drogenfahndern der DEA.
Um seinem Sohn zu helfen, benötigte er Geld. Er musste sein Haus verkaufen was ihm 70.000 Dollar einbrachten. Insgesamt kostete ihm dies, mit Arbeitsausfällen usw., 150.000 Dollar. Sein Sohn hatte dies alles abgelehnt, er wollte nicht das sein Vater dies tut.

James Settembrino bekam einen Anruf, der Deal sei geplatzt und man könne nicht sagen wie lange sein Sohn im Gefängnis bleibt. Die Behörden sagten zu seinem Sohn, er solle sich schuldig bekennen und er bekommt die Mindeststrafe von 10 Jahren.
Joey hatte gerade sein Abitur gemacht und war dabei aufs College zu gehen. Ein Freund rief ihn an ob er nicht etwas LSD verkaufen könnte. Er kontaktierte einen weiteren Bekannten wo es zu einer Übergabe gekommen war. Vermutlich war dies ein Informant und somit wurde Joey festgenommen. Der ganze Aufwand, das Bemühen seines Vaters, ist fehlgeschlagen. Joey musste die 10 Jahre in Haft verbringen.