True Story

Fear and Loathing in Las Vegas – amerikanische Komödie aus dem Jahr 1998.

Fear and Loathing in Las Vegas

Der Film basiert auf dem Roman „Fear and Loathing in Las Vegas“ (Angst und Schrecken in Las Vegas) von Hunter S. Thompson. In seinem Buch sind autobiografische Ereignisse verwurzelt. Er schildert in einer Erlebniswelt aus provoziertem Chaos, eingefärbt durch exzessiven Drogenkonsum, sowohl sein persönliches Scheitern als auch das Scheitern des amerikanischen Traums.

Hunter S. Thompson (1937-2005) war amerikanischer Journalist und Autor. Anfang der 1970er Jahre wurde durch ihn der Gonzo-Journalismus begründet. Dies war eine neue Art des Journalismus , bei der die objektive Schreibweise wegfiel. Berichtet wird aus der subjektiven Sicht des Autors, der sich selbst in Beziehung zu den Ereignissen setzt. Eine Mischung aus realen, autobiografischen und fiktiven Erlebnissen. Verwendung finden Humor, Zitate, Polemik, aber auch Sarkasmus und Schimpfwörter.

Gonzo-Journalismus ist kein Journalismus, sondern Literatur. Eine Berichterstattung über persönliche Erfahrungen und Emotionen. Ein Artikel den er verfasst hatte, The Kentucky Derby Is Decadent and Depraved (Das Kentucky Derby ist dekadent und degeneriert), erschien 1970 in dem damaligen Magazin Scanlan’s Monthly. In seinem Artikel schildert er die seiner Meinung nach vollkommen verdorbene Oberschicht, die sich alljährlich beim Galopprennen Kentucky Derby trifft. Dort sollte er als Sportreporter berichten. Da man ihm dort keine Erlaubnis für eine Reportage gegeben hatte, entschied er sich, Notizen über das Umfeld dieser Veranstaltung zu machen.

Er schrieb über die Atmosphäre der Derbys und über die Eskapaden des Autors.
In seinem Buch schreibt er auch über die Kultur der 1960er Jahre und dem Konsum illegaler Drogen. Er schreibt über seine zwei Reisen nach Las Vegas, bei denen er von seinem Rechtsanwalt und Freund Oscar Zeta Acosta begleitet wurde. Bei seiner Reise nach Las Vegas wollte er herausfinden, inwiefern seine vom Hippidasein inspirierte Sicht vom amerikanischen Traum noch existiert. Sein Roman „The Rum Diary“ basiert so zum Beispiel auch auf seinen Erfahrungen in Puerto Rico.

Hunter S. Thompson wurde am 18. Juli 1937 in Louisville, Kentucky, geboren. Sein Interesse für die Literatur begann bereits in der Schulzeit. 1955 wurde er verhaftet und zu 60 Tagen Gefängnis verurteilt. Man warf ihm Mithilfe bei einem Raub vor. Nach seiner Armeezeit kam er zum Journalismus und arbeitete als Sportreporter. 1966 erschien sein Roman „Hells Angels“, über den weltweit agierenden Motorradclub. Kurz darauf wurde er einer der ersten Autoren des Magazins Rolling Stone, dieses 1967 gegründet wurde und dessen Artikel sich mit Popkultur und Rockmusik beschäftigen.

Thompsons exzentrischer Lebens- und Schreibstil war einer der Gründe für den Erfolg dieses Magazins. In den 1970er Jahren galt sein Interesse der Politik, kandidierte als Sheriff und forderte die Legalisierung von Drogen.
Am 20. Februar 2005 nahm er sich im Alter von 67 Jahren das Leben. Er hinterlässt seine Frau Anita, Sohn Juan, Tochter Jennifer, sowie Enkel Will. Sein Tod habe er seit längerem geplant und er schrieb, dieser Schritt würde nicht weh tun.