True Story

Lasst mich leben (I Want to Live!) – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1958.

Lasst mich leben

Der Film beruht auf der Geschichte von Barbara Graham, diese 1955 zum Tode verurteilt und in der Gaskammer hingerichtet wurde. Sie wurde beschuldigt am 9. März 1953 die 64-jährige Mabel Monohan ermordet zu haben.

Am 4. Mai 1953 wurde sie inhaftiert und am 3. Juni 1955 in der Gaskammer hingerichtet. Die Presse gab ihr den Namen „Bloody Babs.“
Barbara Graham wurde am 26. Juni 1923 in Oakland, Kalifornien, als Barbara Elaine Ford geboren. Ihre Mutter war unverheiratet und noch sehr jung. Diese gebar 1925 ein weiteres Mädchen, namens Claire Elizabeth. Später heiratete sie Joseph Wood und bekam von ihm einen Sohn, Joseph Robert Wood, der 1930 geboren wurde.
Als Barbara zwei Jahre alt war, befand sich ihre Mutter noch immer im Teenageralter, woraufhin man sie drängte die Schule zu besuchen. Barbara wurde von einer Großfamilie adoptiert. Obwohl sie als sehr intelligent galt, genoss sie eine unzureichende Bildung.

Als Teenager wurde sie wegen Landstreicherei festgenommen und man brachte sie an eine Schule für Mädchen. Es war die gleiche Reformschule an der auch ihre Mutter unterrichtet wurde. 1939 verließ sie die Schule und versuchte einen Neuanfang.
1940 heiratete sie den Soldaten Harry Kielhamer. Sie schrieb sich an einer Wirtschaftsschule ein und bekam zwei Kinder. Die Ehe scheiterte und 1942 kam es zur Scheidung. Ihr Ex-Mann bekam das Sorgerecht für die beiden Sühne. Sie heiratete noch zweimal, doch auch diese Ehen waren gescheitert. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie als Prostituierte.

Sie war noch recht jung, 22 Jahre alt, galt als attraktiv und war bekannt wegen ihrem Sexappeal. So kam sie aber auch zu den Drogen und dem Glücksspiel und fand eine Reihe von Freunden, die Kriminelle und ehemalige Sträflinge waren. Da sie für zwei Kleinkriminelle ein falsches Alibi gegeben hatte, wurde sie zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Nach ihrer Entlassung arbeitete sie als Kellnerin, was ihr nicht gefiel, somit fuhr sie nach Los Angeles und kehrte in die Prostitution zurück. Hier hatte sie ein Hotelzimmer, direkt im Geschäfts-und Vergnügungsviertel Hollywood Boulevard.

1953 heiratete sie den Barkeeper Henry Graham, mit dem sie ihr drittes Kind, Sohn Tommy, bekam. Ihr Ehemann war ein Krimineller und drogensüchtig. Durch ihn lernte sie die beiden Kriminellen Jack Santo und Emmett Perkins kennen. Mit Perkins hatte sie eine Affäre, der ihr von der 64-jährigen Witwe Mabel Monohan erzählte. Diese hätte angeblich eine größere Menge Bargeld in ihrem Haus. Man fuhr zu der älteren Dame und forderte das Geld. Die Bande wollte das Bargeld und ihre Juwelen. Sie weigerte sich dies auszuhändigen, woraufhin Barbara Graham angeblich ihr mit einem Revolver auf den Kopf schlug. Danach erstickte sie die Frau mit einem Kissen.
Die Bande ging jedoch leer aus, sie hatten nichts gefunden. Erst später erfuhren sie, das es da doch einen Beutel in einem Schrank mit Schmuck und Wertsachen gegeben hatte, mit einem Wert von 15.000 Dollar.

Einige der Bandenmitglieder wurden verhaftet. Mit einem von ihnen, John True, hatte man vereinbart, wenn er gegen Barbara Graham aussagt, gewähre man ihm Immunität vor der Strafverfolgung. Sie beteuerte ihre Unschuld. Dabei hatte sie sich nur noch tiefer hineingeritten, sich selbst belastet, als sie versuchte sich ein Alibi zu verschaffen. Ein Kontaktmann entpuppte sich als Undercover-Polizist. Graham, Santo und Perkins wurden wegen Raub und Mord verurteilt. Während Barbara Graham hingerichtet werden sollte, kam es noch zu einigen Verzögerungen. Sie hatte noch immer auf ein milderes Urteil gehofft. Am 3. Juni 1955 kam es zur Vollstreckung, Tod durch die Gaskammer. Noch am selben Tag wurden auch Santo und Perkins hingerichtet.